Das etwas andere Cafe

Kaffee

Auf eine vielversprechende Idee sind zwei Sprachlehrer aus Hamburg gestoßen. In ihrer „Language Lounge“ bieten sie Sprachunterricht in lockerem Ambiente, bei Cocktails und ungezwungener Konversation wird das Training zum Vergnügen, und ist gerade deswegen äußerst effektiv. Die bereits zahlreichen Teilnehmer zahlen eine Mitgliedsgebühr, und können dafür den Service der Sprachschule unbegrenzt in Anspruch nehmen.

In besetzten Märkten und bei wachsender Konkurrenz ist die Umsetzung bewährter Konzepte in einem völlig neuen Ambiente ein interessanter Ansatz. Den beiden Gründern der alternativen Sprachschule ist es gelungen, aus dem wenig „sexy“ und eher als notwendig aber lästig empfundenen Produkt „Bildung“ eine willkommene Freizeitbeschäftigung zu machen. Zum einen bieten sie damit einen echten Mehrwert auf dem Bildungsmarkt, oder sie erschließen damit gar völlig neue Zielgruppen, die nicht bereit sind einen konventionellen Sprachkurs zu buchen.

Dieses Konzept läßt sich auch auf andere Dienstleistungen übertragen. Abgeschaut von den klassischen Internetcafes gibt es schon die ersten Immobiliencafes, in denen Makler ihren potentiellen Kunden beim Latte Macchiato ihre Wohnungen und Häuser schmackhaft machen. Oder den Friseur nach dem Motto „Cut & Coffee“, bei dem man sich bei einem Drink oder Stück Kuchen mit den Freundinnen entscheiden kann, ob man auch noch das Haareschneiden in Anspruch nehmen will.

Denkbar wäre auch ein Schneidercafe für die etwas anspruchsvollere Mode, in dem man gemütlich plauschend und beim Kaffee das Umnähen des neuen Ballkleids begutachten kann. Oder die Reinigung/Waschsalon, in welcher der Kunde gatronomisch versorgt entspannt auf die saubere Wäsche wartet. Ebenso ein Einrichtungscafe, das die Inneneinrichtung und Deko gleich auch zum Kauf anbietet, ein Computer-Systemhaus, in dem einem das Warten auf den reparierten Rechner bei Eis und heißer Schokolade versüßt wird und man den Handwerkern zuschauen kann und und und..

Das Ganze eignet sich auch als zusätzliche Verkausstrategie für bereits existierende Händler aller möglichen Dienstleistungen und Produkte. Ergänzt der Autohändler seinen Showroom um ein Motto-Cafe welches auch Nicht-Kunden offen steht, so kann der Kunde bei Kaffee und Kuchen oder einem Cocktail ganz in Ruhe sein Traumauto inspizieren, und später hoffentlich irgendwann auch kaufen. Selbst Apotheken-, Fahrschul- und klassischerweise natürlich auch Büchercafes wären hier beispielsweise ein denkbarer Ansatz. Denn dann wird das Einkaufen zum Erlebnis, und hoffentlich genau so erfolgreich wie das beiläufige Lernen in der alternativen Sprachschule.

www.language-lounge.com
www.coffedia.de
www.friseurcafe.de/home1.html
www.lockenexpress.de

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Genuss ohne Reue

Gesundes

Bis zu 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden mittlerweile an einer Nahrungsmittelallergie oder -Unverträglichkeit, Tendenz stark steigend. Die Industrie hat sich mittlerweile auf diese Entwicklung eingestellt, und so bietet selbst der Discounter lactosefreie Milch oder glutenfreies Brot. Auch Bäcker und sonstige Lebensmittelhändler haben schon längst reagiert.

Umso erstaunlicher ist es, dass die Gastronomie diesen Trend bislang noch nicht aufgegriffen hat. So gibt es mittlerweile in jeder größeren Stadt Restaurants für Vegetarier oder gar Veganer, beide Bevölkerungsgruppen sind jedoch den Menschen, die an einer Lebensmittelunverträglichkeit leiden zahlenmäßig unterlegen. Und vegetarische Restaurants sind nicht zwangsläufig auch für Allergiker geeignet.

Zwar gibt es erste Ansätze von Restaurants, Hotels und Cafes die neben ihrer normalen Speisekarte auch vereinzelt Menus und Gerichte für alle möglichen Gruppen von Allergikern anbieten. Selbst bei Starbucks bekommt man mittlerweile seinen Cafe mit lactosefreier- oder Sojamilch. Doch bei gastronomischen Einrichtungen speziell für diese Zielgruppe scheint es sich um eine echte Marktlücke zu handeln. Bei unseren Recherchen für diesen Artikel sind wir lediglich auf ein vor wenigen Wochen in Mülheim eröffnetes Restaurant gestoßen, welches sich ganz der Allergikerküche verschrieben hat, und außschließlich lactose-, ei- und glutenfreie Mahlzeiten anbietet.

Wer selbst an einer Unverträglichkeit leidet oder entsprechende Personen im Freundes- und Bekanntenkreis kennt, der dürfte den Bedarf an derartigen Restaurants und das entsprechende Marktpotential einschätzen können. Zumindest in Ballungsräumen und zu Beginn mit dem Aufbau von Kontakten zu Verbänden, Selbsthilfegruppen, Ärzten etc. der Zielgruppe sollte das Konzept funktionieren, schließlich wollen sicherlich auch Allergiker nicht auf einen schönen Abend im Restaurant verzichten.

www.sat1.de/ratgeber_magazine/gesundheit_fitness/gesundheit_vorsorge/content/17683/
www.ahgz.de/praxis-und-konzepte/2005,48,512200528.html
www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/gesundheit/Lebensmittel-Allergien;art300,2371616
www.purenature.de/inhalt/allergienews_restbesuch.html
www.ecarf.org/allergy-foundation-info/siegel/informationen.html?no_cache=1&L=1

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Update zu: Fitness-Studios für Kids

In „Fitness-Studios für Kids“ berichteten wir kürzlich über die ersten Trainings dieser Art speziell für Kinder. Ein Unternehmen aus den USA hat diesen Trend nun jedoch noch um eine weitere Variante bereichert: in ihren Fitness-Clubs für Kinder üben sich die Kleinen zusammen an Sport-Videospielen der neuesten Generation.

Schon seit geraumer Zeit werben die großen Videospiele-Hersteller mit den sportlichen Qualitäten ihrer Konsolen. Bei Nintendo nennt sich das Ganze Wii Sports, Sony’s Playstation kontert mit dem EyeToy, und Microsoft bietet für seine Xbox die „Live Vision“-Erweiterung. Mit den Geräten kann man im heimischen Wohnzimmer beispielsweise Golf oder Tennis spielen, oder gleich ein virtuelles Fitness-Studio simulieren. Entsprechendes Steuerungszubehör und eine die Bewegungsabläufe aufzeichnende Kamera machen es möglich.

Was liegt da näher als diesen Spaß auch in den Kinder-Fitnessstudios zu vermarkten? Im Vorbild aus den USA trainieren die Kis nicht mehr mit langweiligen Hüpfburgen, Ringen und auf Sportmatten, sondern an den extra hierfür bereitgestellten Videokonsolen. Zwar mutet es sonderbar an dass der Nachwuchs von heute nicht mehr auf den Spielplatz sondern in ein Videospiel-Gym gehen soll. Immerhin wird dort jedoch kontrolliert was die Kleinsten an ihrer Spielekonsole treiben, und sie tun es gemeinsam. Ob das Ganze - was den gesundheitlichen Aspekt anbelangt - den Fußballclub wirklich ersetzen kann darf hingegen bezweifelt werden.

Nichts desto trotz dürfte dieser Trend auch nach Europa und schließlich nach Deutschland schwappen, und Einzug in spezielle Center nach amerikanischem Vorbild aber auch in Kindergärten und sonstige Einrichtungen halten. Auch für Jugendliche und Erwachsene könnten professionell organisierte Clubs und gemeinsame Events für Wii Sports und Co. ganz neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es hierfür schon erste Ansätze.

www.nexgym.com
tech.yahoo.com/blogs/hughes/13576
www.wiimbledon.net
de.playstation.com/games-media/games/preview/item32670/Fit-mit-EyeToy/

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Luxus zu vermieten

Luxus Bag

Bereits als wir zum ersten Mal von dieser Idee hörten waren wir ob der Einfachheit und doch gleichzeitig auch Genialität begeistert: in Berlin kam eine modebegeisterte Geschäftsfrau auf die Idee, einen Verleihservice für exclusive und hochpreisige Handtaschen aufzumachen. Was zunächst eher als Kuriosität abgetan und belächelt wurde, ist mittlerweile zu einer äußerst erfolgreichen Neugründung und einer echten Erfolgsgeschichte avanciert. Der Shop verleiht teure Taschen von Prada, Gucci & Co. an Glamourgirls oder solche die es zumindest für kurze Zeit sein wollen, die Taschen sind mittlerweile gar im Abo mit Bring- und Abholservice erhältlich, jeweiliges Echtheitszertifikat inclusive.

Der Verleih von höherpreisigen Gebrauchsgegenständen - die man sich nicht kaufen kann oder will da sie zu teuer sind oder man sie nur einmal benötigt – ist eine bewährte aber an sich ausgereizte Geschäftsidee. Genial wurde das Ganze erst durch die Erweiterung dieser Idee auf ein völlig neues und bis dahin noch nicht besetztes Segment, das man so gar nicht mit den ansonsten allgegenwärtigen Mietservices für Autos, Baumaschinen, Partybedarf etc. in Verbindung bringt.

Was kann man von dieser Idee lernen? Die Ansprüche nach einem immer teueren, besseren & schöneren Leben wachsen bei den meisten Menschen überproportional zu ihrem Geldbeutel. Dies bietet ein enormes Potential an vergleichbaren Ideen. Den Porsche oder Jaguar kann man sich schon längst mieten. Aber wie wäre es beispielsweise mit der Vermietung von Designer-Kleidern und Edel-Jeans, teuren Krawatten, Parfums, kostspieligen Weinen als imponierender Deko, dem Leih-Service für Rolex-Uhren und Ähnlichem, oder wie in den USA und England bereits möglich die Miete von teurem Schmuck und Diamanten für die Abendgala?

Weitergesponnen geht dies bis zum Verleih von Gemälden, Kunstwerken oder teurem Porzellan für das Essen zu Hause mit dem Chef, Booten, Pferden, Premium-Kreditkarten, Golf- und sonstiger exclusiver Mitgliedschaften, gar bis zur Vermietung von repräsentativen Häusern und Wohnungen für den Abend mit den chinesischen Geschäftsfreunden und und und. Schließlich kann man sich ja auch schon seine eigene Insel incl. Personal etc. mieten.

Auch für weniger luxuriöse Accessoires bietet sich der Service übrigens an, etwa über einen professionell aufgezogenen Mietservice für all die neuen kostspieligen Elektronikspielereien und Gadgets wie iPhone & Consorten.

Einige der genannten Beispiele werden mittlerweile bereits vereinzelt in großen Mietportalen wie Erento angeboten, doch für Special-Interest-Portale und -Shops wie den auf Handtaschen spezialisierten Verleih dürfte es auch in Zukunft noch zahlreiche interessante Ansätze geben.

www.luxusbabe.de
www.adornbrides.com
www.classicdriver.de/de/magazine/3800.asp?id=2695
www.postcards4you.de

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Kinderbetreuung mit 5 Sternen

Kitakind

Paralell zu Hartz4 und sozialen Brennpunkten macht sich in Deutschland ein neuer Megatrend auf: Der Trend zu mehr und mehr Luxus. Die Einkommensschere klafft immer weiter auseinander, und die fast 800.000 Millionäre in Deutschland müssen ihr Geld ja schließlich auch irgendwie unter das Volk bringen.

Was uns bereits im Artikel „Auf den Hund gekommen“ beschäftigte, setzt sich hier in ähnlicher Weise fort, nur dass es diesmal nicht das Schoßtier der High Society sondern deren Nachwuchs trifft: Luxus- oder „Sterne“-Kitas heißt das neue Zauberwort. Derzeit starten einige sehr exclusive Projekte die den neuen Trend rechtzeitig erkannt haben, und diese können sich vor Voranfragen teils nicht mehr retten.

Das Programm der Edel-Kindergärten liest sich wie die Beschreibung einer fünf-Sterne-plus-Kreuzfahrt, und ist so luxuriös und extravagant wie die Eltern der Schützlinge selbst. Hier lernen die Kleinsten nicht nur Deutsch oder Englisch sondern lieber gleich Chinesisch, entspannen sich in Jogakursen oder in der hauseigenen Sauna, wählen aus einem Angebot erlesener und natürlich gesunder Speisen, oder werden bei Bedarf vom Chauffeur abgeholt und von Bodyguards beschützt. Natürlich darf nebenbei auch ein ganz besonderes Bildungsangebot nicht fehlen. Von musikalisch-ästhetischer Frühbildung über Benimm-Unterricht bis hin zu Montessori wird die gesamte Palette klientelgerechter Erziehungsmöglichkeiten geboten.

Die Rechnung der Betreiber geht mit Sicherheit auf, und noch so manche Kindertagesstätte dürfte sich auf der Suche nach neuen Einnahmequellen zunehmender Exlusivität verschreiben. Es muss aber nicht gleich die Gründung einer ganzen Kita sein. Mit einem geeigneten Konzept sollten jedoch auch Tagesmütter und sonstige Betreuer von dem neuen Trend profitieren können, wir warten schon auf den ersten Artikel über Luxus-Tagesmütter mit Kinderbetreuung in entsprechend häuslich aber edlem Ambiente.

Aber auch die „normalen“ professionellen Kinderbetreuer können sich über exclusive Bildungs- und sonstige Angebote mit Sicherheit von der wachsenden Konkurrenz im Tagesmutter-Bereich absetzen. Ein Hol- und Bringdienst für die Kleinsten, die Kooperation mit einem Fremdspracheninstitut und daraus resultierende Sprachangebote, erweiterte Öffnungszeiten oder besondere pädagogische Konzepte bieten sich hier beispielsweise als Einstieg.

www.ellyundstoffl.de
www.villa-ritz.de
www.kindervilla.de

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Fitness-Studios für Kids

Kids

Mit Erstaunen sind wir auf eine Geschäftsidee aus den USA gestoßen: Fitness-Studios für Kinder. Noch erstaunlicher ist jedoch dass die Fitnesskette für die Kleinsten bereits seit 1983 existiert, mittlerweile auf der ganzen Welt Niederlassungen gegründet hat – auch in Frankreich und England gibt es entsprechende Nachahmer - und nur nach Deutschland scheint der Trend bislang nicht geschwappt zu sein.

Dabei dürfte es angesichts der wachsenden Diskussion um fettleibige und unbewegliche Kinder auch hierzulande nur eine Frage der Zeit sein, bis die ersten Center speziell für Kids ihre Pforten öffnen. Erste Versuche in diese Richtung gibt es bereits, von speziellen Sportprogrammen für Schulklassen bis zu Abnehmkursen für übergewichtige Kids und Jugendliche.

Auch wenn man der Idee spezieller Fitnesscenter für Kinder skeptisch gegenüberstehen mag, so lassen sich abgespeckte Varianten sicherlich auch guten Gewissens in Deutschland verwirklichen, solange sie tatsächlich der Gesundheit der Kleinen und nicht der Eitelkeit der Eltern dienen. Es muss ja nicht gleich wie in den USA der Fitness-Wahn für Kinder ausbrechen – in den dortigen Centern kann man selbst Kindergeburtstagspartys fitnessgerecht inszenieren und ausrichten lassen – aber wenn die nötige und fachgerecht gestaltete Abspeck-Kur den Kleinen auch noch Spaß macht ist dagegen sicherlich nichts einzuwenden.

www.my-gym.com
www.viviano.de/ak/Magazin-Gesundheit-Ratgeber/fitness-studio–fuer-kinder-14474.shtml
www.tk-logo.de/nachrichten/juli-06/tk-news-1375-12-07-06.html
www.abnehmexperten.de/topfit-kinder.html
www.fitnessforkids.ch
www.fitness-fuer-kids.de

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