Von Katzenklos, Fischfutter & Tiercoaches

Einen neuen Service gibt es seit kurzem für Katzenliebhaber in Deutschland. Ein Kurier bringt regelmäßig eine Katzentoilette mit frischem Streu, und entsorgt das gebrauchte. Was sich zunächst eher kurios anhört scheint zumindest in den Niederlanden und Belgien zu funktionieren. Dort hat sich der Anbieter bereits etabliert, und sucht nun für den deutschen Markt Franchisenehmer.
Die Idee regt zum Nachdenken darüber an, mit welchen weiteren Services die rund 23 Millionen Haustiere beglückt werden könnten. Mit einem Lieferservice speziell für Katzenstreu, Hundefutter & Kleintierstreu etwa. Zwar gibt es bereits entsprechende Angebote, doch professionell aufgezogen - wie die allerorts bekannten Tiefkühlkostlieferanten - und mit Zusatzservices versehen könnte das Ganze trotzdem eine Chance haben. Oder man richtet das Angebot auf spezielle und neuere Zielgruppen aus, etwa mit einem Frisch-/Lebendfutterlieferservice für die als Haustiere immer beliebter werdenden Reptilien, Spinnen & Co.
Einige bieten neben Einkauf & Lieferservices zum Beispiel spezielle Fahrservices an, praktisch wenn man mit Bello zum Tierarzt muss. Eine alternative zu Hundehotels und Katzenpension können auch die tägliche Kurzbetreuung zu Hause sein, inklusive Briefkasten leeren und Katzenklo, Aquarium oder Meerschweinchenkäfig reinigen.
Gänzlich neu hingegen ist die Idee der Tiercoaches für die etwas betuchtere Klientel, welche den neuen Schoßhund gleich erziehen oder mit ihm die Hundeschule besuchen, während Herrchen seiner Arbeit nachgeht.
Bleibt abzuwarten, ob sich auch hierzulande die stolzen Katzenbesitzer von dem Katzenstreu-Service aus Holland überzeugen lassen. Insgesamt gesehen haben Dienstleistungen rund um Haustiere jedoch sicherlich nach wie vor ein großes Potenzial, und werden noch so manche Geschäftsidee hervorbringen. Denn Haustiere machen viel Arbeit, und die kann und mag sich nicht jeder immer selbst machen.
www.katzenkomfort.com
www.tiersitterexpress.de
www.dietiersitter.de
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Bunte Blätter

Die „Washington Post“ startete kürzlich in den USA eine Online-Zeitung speziell für Schwarze. Ethno-Marketing gehört nach wie vor mit zu den absoluten Top-Trends der kommenden Jahre. Marketing-Abteilungen, Medienmacher und Online-Betreiber haben damit eine lange unterschätzte und auch vernachlässigte Zielgruppe entdeckt.
Mit über 15 Millionen in Deutschland lebenden Menschen, die über einen sogenannten „Migrationshintergrund“ verfügen, ist auch hierzulande das Potential für entsprechende Geschäftsideen riesig. Aufgefallen ist uns beispielsweise die erste türkischsprachige Immobilienzeitung in Deutschland, die kürzlich an den Start ging. Oder ein Online-Verzeichnis von türkischen Ärzte in Deutschland.
Da die türkischsprachige Bevölkerungsgruppe unter den Migranten in Deutschland mit rund 14 Prozent den größten Anteil hat, liegen vor allem Angebote für diese Zielgruppe nahe. Aber auch für alle anderen können sich entsprechende Medien und Plattformen lohnen, gerade da es hier noch so manche Nische zu besetzen gibt. Denkbar ist dabei vieles. Vom Online-Freizeitmagazin oder den Kulturtipps für spezielle ethnische oder kulturelle Gruppen in Deutschland über entsprechende Communities & Online-Shops bis hin zu generellen Special-Interest-Portalen wie Partner- oder Reisebörsen etc. für Migranten.
Dank Blogs & Co. ist es heutzutage auch recht einfach, entsprechende Ideen mit wenig Aufwand und zeitnah umzusetzen. Aber auch Offline gibt es nach wie vor Umsetzungsmöglichkeiten, wie die türkischsprachige Immobilienzeitung beweist, auch Printwerbung speziell für Migranten ist nach wie vor ein spannendes Thema.
Wir sind also gespannt, welche neuen Online-Portale und andere Medien für bestimmte Bevölkerungsgruppen in der nächsten Zeit an den Start gehen werden. Bleibt jedoch zu hoffen, dass diese neuen Medien nicht den zunehmenden Integrationsbemühungen entgegen stehen und - wie Kritiker befürchten - für eine Art „Parallelinformation“ und somit auch Parallelgesellschaft sorgen. Zweisprachigkeit der entsprechenden Publikationen oder die Mischung mit Angeboten für die Allgemeinheit wäre also schön.
www.theroot.com
www.emlaksayfasi.de
www.doktorlar24.de
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Update zu: Selbstgemachtes

In „Selbstgemachtes“ berichteten wir von der Idee, im Internet individuelle Blumensträuße selbst zusammenstellen und dann ordern zu können. Tatsächlich gibt es mittlerweile einen Anbieter, der diese Idee umgesetzt hat, nach eigenen Angaben der erste seiner Art.
Angereichert wurde dort die Idee mit weiteren Features, so kann man den Empfängern neben dem selbstgebastelten Blumenstrauß beispielsweise auch gleich eine Foto-Grußkarte mit eigenem Motiv zukommen lassen. Weitere Web 2.0-Elemente - wie die Bewertung von eigenen Sträußen durch andere User und die Aufnahme der besten Exemplare in das Standardsortiment - animieren zusätzlich zum mitmachen.
Noch einen Schritt weiter geht ein neues, besonders kreatives Web-Angebot aus der Schweiz. Dort kann man sich eine reale Oma aussuchen, welche einem dann auf Bestellung die Lieblingssocken oder andere wollene Waren nach Wahl strickt. Einsehen kann man dabei auch gleich, an wieviel Paaren Socken sich die älteren Damen jeweils gerade verkünsteln, und entsprechend wird natürlich die Lieferzeit angepasst.
Neben Standard-Socken werden auf dem Portal auch Fußwärmer im Überraschungsdesign angeboten. Das ganze ist die Idee eines Schweizer Modelabels, das über die Plattform ganz nebenbei seine eigenen Kollektionen anbietet, und vor allem seine Bekanntheit steigert. Virales Marketing par excellence also. Eine insgesamt tolle Idee, die sicherlich in der einen oder anderen Abwandlung noch zahlreiche Nachahmer finden dürfte.
www.blumenbutler.de/blumenstrauss-konfigurator.php
www.netgranny.ch/sockenshop
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Haute Couture für Bello
Ein Trend aus den USA erobert gerade Tokio, und schwappt irgendwann über den Ozean sicherlich auch nach Europa: Die exklusive Modeschau mit Haute Couture für den Hund (oder die Katze).
Mit einher gehen entsprechende Designerkleider & -Accessoires für die Vierbeiner. Edle handgenähte Einzelstücke dominieren den Laufsteg, die sich preislich oftmals kaum von der luxuriösen Mode für die Herrchen unterscheiden. Von glamourös bis schräg reicht das Spektrum der Dresses & Kleidchen.
Ergänzt wird der exklusive Zwirn durch Designerschmuck und diamantbesetzte Halsbänder, handgefertigte Luxustiermatten, allerlei verrücktes Zubehör wie Bademäntel & Designer-Tragetaschen für den Hund, oder Tiervillen (statt der Hundehütte) für hohe vierstellige Beträge.
Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis es auch hierzulande entsprechende Angebote gibt. Erste Online-Shops für mehr oder weniger exklusive Tier-Accessoires gibt es bereits. Der Markt ist groß (siehe auch unser Artikel „Auf den Hund gekommen“), und in so mancher Nische gibt es sicherlich auch schon jetzt Platz für entsprechende Geschäftsideen und (Online-) Shops.
Es muss ja nicht gleich die Zielgruppe der absoluten Luxusklasse sein, aber generell stehen die Chancen für qualitativ hochwertiges und hochpreisiges Tierzubehör gut. Die Palette kann dabei von der handgenähten Hundemode für den mittleren Geldbeutel über selbstgefertigtes Designerzubehör bis hin zur Naturkosmetik und -Medizin für den Vierbeiner reichen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Tierchen nicht allzusehr leiden unter all dem Schnickschnack..
www.spiegel.de/panorama/0,1518,528260,00.html
www.glitzypetjewelry.com
www.opuscanis.com
www.downtowndoggy.com
www.dogs-inn.de
www.kokovonknebel.com
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Auf dem Präsentierteller
Vom „Karrierekiller Internet & Social Networks“ liest man derzeit immer wieder in der Tages- und Fachpresse.
Wenn im oftmals jugendlichen Leichtsinn auf StudiVZ, Technorati, Facebook & Co. nicht gerade vorteilhafte oder gar intime Einblicke in das eigene Privatleben gegeben werden, lesen nicht selten Personaler oder andere Entscheidungsträger mit.
Dann wundert sich Klaus mit den vielen nicht gerade netten Ballermann-Stories auf seiner Seite dass er partout keinen Job findet, oder Inga dass sie keinen Babysitter-Auftrag mehr bekommt, seit sie das freizügige Profilfoto hochgeladen hat.
Wo es ein Problem gibt wittern andere ein Geschäft. So gibt es erste Internet-Dienste die ihren Kunden versprechen, kompromittierende Beiträge im Internet aufzustöbern, und für die Löschung oder deren Korrektur zu sorgen. Eine interessante Idee, die sicherlich auch für angehende Anwälte & Co. ähnliche oder weiterführende Geschäftsmöglichkeiten bietet.
Schließlich ist es für einen Laien manchmal unmöglich, unliebsame Internetbeiträge wieder loszuwerden oder gar erst einmal aufzuspüren. Und andererseits kann es sich gerade für aufstrebende Akademiker und Manager durchaus lohnen, die Korrektur ihrer Web-Profile auch durch einen (teuren) Profi erledigen zu lassen.
Auch auf umgekehrte Weise bietet der wachsende Online-Exhibitionismus Potenzial für neue Ideen. Professionelle Agenturen beispielsweise, die einem ein sauberes und lückenloses (Job-) Internet-Profil kreieren, und dies auch gleich noch ganz vorne in den Suchmaschinen platzieren. Oder - noch einen Schritt weiter gedacht - auf das Internet spezialisierte Personal Publicity-Agenturen, die vorteilhafte Artikel und Arbeiten ihrer Klienten in Onlinemagazinen und -Publikationen lancieren. Damit wäre dann zumindest dem suchwütigen Personaler ein Schnippchen geschlagen.
www.myonid.de
http://ftd.de/lifestyle/outofoffice/:Out%20Office%20Pimp%20Your%20E/278224.html
www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4585046_REF2488,00.html
www.focus.de/jobs/bewerbung/tid-7051/bewerbung_aid_69068.html
www.fixmbr.de/karrierekiller-studivz/
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Der Pfeil des Amor
Natürlich können auch wir uns des Valentintages nicht erwehren, und so kommt hier eine zum Tag der Liebenden passende Idee.
Wer hat das nicht schon selbst erlebt, zumindest in seiner Jugend: Man sitzt in der Bahn oder sonstwo im ÖPNV, lächelt eine nette Unbekannte/einen netten Unbekannten an, derjenige lächelt zurück, Schmetterlinge im Bauch, alles ist schön. Doch dann hält der Zug, einer steigt aus, und die Chance ist vertan.
Die Berliner Verkehrsbetriebe bieten für ihre Bus und U-Bahn-Kunden seit mittlerweile einem Jahr einen Service, der genau an dieser Stelle ansetzt. Auf einer eigenen Online-Partnerbörse können die Sekundenflirts annonciert, und so der mitreisende Traumpartner aufgefunden werden.
Die Idee an sich ist natürlich nicht neu, schon früher gab es in Anzeigenblättern Kontaktgesuche nach dem Motto “Ich, rote Haare/grüner Pulli habe dich Brille, blaue Tasche gestern in der Linie 1 gesehen, bitte melde dich…”. Neu und genial ist es jedoch hierfür eine eigene Plattform anzubieten, und dies auch noch den eigenen Bahnkunden und damit direkt der betroffenen Zielgruppe als Zusatzservice anzubieten.
Nach Angaben der Betreiber läuft das Angebot übrigens bestens. Umsetzen kann man die Idee sicherlich auch so oder so ähnlich in anderen Städten. Oder man baut einen entsprechenden Dienst mit Werbung an Bushaltestellen etc. auf, bei der man die Anzeige beispielsweise gleich per SMS durchgeben kann.
Wir warten ja auch immer noch auf den ersten funktionierenden Dienst, der einem auf dem Handy via GPS gleich Singles mit passendem Profil in der unmittelbaren Nähe anzeigt. Effizienter wäre diese Art der Partnersuche allemal, leider ginge uns dabei aber wohl der prickelnde Flirt mit dem Unbekannten in der Straßenbahn verloren.
www.bvg.de/index.php/de/MeineAugenblicke/Index
www.spiegel.de/panorama/0,1518,535468,00.html
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