Weltenbummler und andere Hobbies

Landkarte

Früher gab es in vielen Familie eine Welt- oder zumindest Europakarte an der Wand, auf der mit Pinnnadeln markiert wurde, welche Länder und Orte man mit seinen Urlaubsreisen bereits „erobert“ hatte.

Heutzutage geht dies dank moderner Technik um einiges komfortabler. Im WWW tummeln sich seit kurzem einige Portale, welche die Ferienfotos ihrer Nutzer automatisch mit den entsprechenden Geodaten verknüpfen, bis so allmählich ein persönliches Online-Urlaubstagebuch entsteht. Zu diesem kann der stolze Besitzer dann auch gleich Freunde und Bekannte einladen, was den obligatorischen Dia-Abend nach jeder Reise ersetzt.

Abwandeln lässt sich diese Idee in unterschiedlichster Weise. So könnte beispielsweise ein Netzwerk für Familien entstehen, in dem Fotos und Erfahrungsberichte verschiedener kindgerechter Ausflugsziele gesammelt, und regional dargestellt werden. Aber auch Spezial-Plattformen für die schönsten Wanderungen, die weltweit besten Tauchreviere, Sammlungen von Angelparadiesen, Golfparcours, Shopping-Malls, Stränden, Bars & Kneipen, Freizeitparks u.v.m. könnten daraus wachsen.

Quasi jedes Hobby und jede Freizeitbeschäftigung bietet sich für vergleichbare Communities an. Und mit der Technologie von Google Maps & Co. sind derartige Konzepte mittlerweile auch relativ einfach umsetzbar.

www.tumiu.com
www.locr.com

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Jede Sekunde zählt

Countdown

Liveshopping-Portale schießen weiterhin wie Pilze aus dem Boden (Siehe auch www.myliveshopping.de). Das Prinzip ein Produkt pro Tag zu einem möglichst niedrigen Preis anzubieten scheint damit aufgegangen zu sein, einige der Dienste fahren mittlerweile auch beachtliche Umsätze ein. Die Frage ist jedoch, wer von den zahlreichen Anbietern überleben wird, und so eignet sich das Standardkonzept selbst kaum mehr zur Nachahmung.

Interessant wird es, wenn die ursprüngliche Idee des Live-Shoppings auf weitere Produkte oder Dienstleistungen ausgedehnt oder spezialisiert wird, und somit eine neue Nische besetzt werden kann. So gibt es neuerdings auch Städtereisen und andere Urlaubstrips, Schmuck sowie den Online-Plattenladen mit der CD des Tages als Liveshopping-Angebot, aber auch eher exotisches wie etwa Öko-Kleidung oder Kunstwerke für Jedermann.

Es lohnt sich also die aktuellen Entwicklungen bei den entsprechenden Portalen zu verfolgen, und dabei gezielt auch nach einer Lücke im Angebot zu schauen. Wie die neueren Ableger des Trends zeigen, scheint es kaum einen Bereich zu geben, der sich nicht in ein entsprechendes Konzept abwandeln lässt.

Mittlerweile wird die „ein Tag, ein Produkt“-Idee übrigens zunehmend auch von klassischen Online-Shopbetreibern adaptiert, die neben ihrem normalen Produktportfolio täglich ein „Überraschungsprodukt“ zu besonderen Konditionen anbieten.

www.today-only.de
www.abedi.de
www.niboki.com
www.shopito.de
www.smileandbuy.de
www.natuerlichkleiden.de

Weitere Links zum Thema Live-Shopping bei Google finden Sie hier.

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Lecker Möhrchenbrei

Möhrchen

Der Markt für Babynahrung ist äußerst lukrativ, und längst zwischen den großen Nahrungsmittelkonzernen aufgeteilt. Könnte man meinen.

In den USA ist eine Mutter auf die Idee gekommen, die für ihre Tochter gekochten Babymahlzeiten als hausgemachte, biologische und besonders nahrhafte Kleinkinderkost auch in Supermärkten der näheren Umgebung zu verkaufen. Spezielle Kreationen und Geschmacksvarianten für jedes Alter sorgten zusätzlich dafür, dass die simple Idee schnell zu einer Erfolgsgeschichte wurde.

Nun startet das kleine Unternehmen jedoch erst richtig durch, seit die Kleinkindmenus seit Anfang des Jahres auch im eigenen Web-Shop angeboten werden, als eine Art MyMuesli-Ableger für Babybrei & Co. Wir dürfen gespannt sein, wann in Deutschland das erste MyBabybrei.de oder ähnliches startet, am besten zum Online-Selbermischen von Babys Lieblings-Geschmackskombination.

www.maddysorganicmeals.com

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Stricken 2.0

Handarbeit

Das Web 2.0 ist hip, neu, aufregend und jung, so die weitläufige Meinung. Umso schöner, dass auch längst Totgeglaubtes im Netz seine Renaissance erleben kann.

Wer nicht gerade zu den Twens oder Teenies gehört, der dürfte sich etwa noch an Strick- und Schnittmuster erinnern, die Mutter oder Großmutter aus einschlägigen Fachzeitschriften ausgeschnitten hatten, um daraus eine schickes Sommerkleidchen oder ähnliches zu schneidern. Ein durch die Originalmuster bekannt gewordener Verlag hat nun im vergangenen Jahr in den USA eine Online-Community gegründet, die Strickmuster im Web anbietet, und das mit mittlerweile großem Erfolg.

Man Lerne: auch traditionelle Ideen lassen sich auf die neue Welt adaptieren, und nicht alles was alt ist, muss auch gleich altbacken sein. Schließlich sind auch Poesiealben wieder in Mode gekommen, in moderner Form von Facebook, StudiVz & Co, nun fehlt nur noch ein professionelles tatsächliches Kinder-Poesiealbum im WWW. Selbst die Fototapete gibt es wieder (z.B. www.varistyle.de oder www.juicywalls.com).

Vielleicht kann man sich nun in abgewandelter Form auch eine Wiederbelebung der Sammelsticker & Sammelalben überlegen (ähnlich www.fabidoo.com/de). Oder man überträgt die Jukebox (jeden Tag ein anderes Album), die Damenwahl (abgewandelte Dating-Plattform), den Setzkasten (www.dawanda.com), das Quartett (www.meinkartenspiel.de) oder den Sticker (www.stickerlove.com) in das Web. Für weitere Anregungen einfach mal wieder bei Oma vorbeischauen.

www.burdastyle.com
www.businessweek.com/magazine/content/08_02/b4066060100841.htm
www.etsy.com

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Von Gefängnishotels und anderen Unterkünften

Gefangen

Der Markt für die Hotellerie und sonstige Beherbergungsmöglichkeiten wird immer enger, da vor allem in den Metropolen mehr und mehr Häuser um die Gunst der Kunden buhlen. Selbst in touristisch verwöhnten Zentren wie der Hauptstadt sinken die Margen der einzelnen Betriebe, da fast monatlich ein neues Hotel seine Pforten öffnet.

Einen Ausweg aus dieser Misere bieten in den letzten Monaten einige neue, kreative Unterkunftskonzepte, die mit Extravaganz und Kult vor allem junge Gäste anlocken. Ob ehemalige Gefängnisse - in Hotels mit schaurig-schönem Charme umfunktioniert - oder sonstige außergewöhnliche Lokalitäten mit entsprechendem Eventcharakter: Klasse statt Masse heißt hier das Motto.

Neuerdings ebenfalls beliebt sind Themenhotels, die mit ihrer Vergangenheit, einer geschichtlichen Epoche, bestimmten kulturellen Ausrichtungen oder persönlichen Vorlieben der Besucher spielen. Hier lohnt sich auch ein Blick in das europäische oder außereuropäische Ausland, wo man mit derartigen Konzeptionen oftmals schon viel weiter ist. So wird derzeit in Berlin das erste Hotel für Schwule geplant, als Adaption einer außerhalb Deutschlands bereits etablierten Idee.

Manche dieser Häuser, die etwa mit der geteilten deutschen Historie kokettieren, sind zugegebenermaßen oftmals von etwas fraglicher Natur, denn nichts ist schlimmer als Geschichtsverklärung. Trotzdem bieten die Umsetzungen der letzten Zeit Ansatzpunkte für zahlreiche weiterführende Ideen. Dies gilt auch für den nicht ganz so prall gefüllten unternehmerischen Geldbeutel, etwa in Form eines hipp-alternativen Hostels in entsprechendem Ambiente.

Aber auch bei Ferienwohnungen sollte es mit einer Motto-Einrichtung - etwa nach einem bekannten Künstler oder sonstigem Bezug zur Stadt oder Umgebung - gelingen, aus der Masse hervorzustechen. Abgerundet werden kann das Ganze zusätzlich mit zur Unterkunft passenden touristischen Konzepten und Events, die gleich mit im Paket angeboten werden. Das Ganze muss nur exzentrisch und damit auffällig genug sein, damit das Marketing zum Selbstläufer wird, ganz so wie beim Gefängnishotel.

www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,545531,00.html
www.harddaysnighthotel.com/home.aspx
www.stern.de/lifestyle/reise/hotels/586847.html
www.jailhotel.ch/html_d/frame_d.html
www.ostel.eu
www.focus.de/reisen/urlaubstipps/berlin_aid_263191.html

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Update zu: Wo die Liebe hinfällt

Erst im Dezember berichteten wir über die zunehmende Spezialisierung von Online-Partnerbörsen (Siehe „Wo die Liebe hinfällt“), und daraus resultierende Ideen. Nun haben wir ein Portal entdeckt welches zeigt, das man dabei selbst mit ausgefallenen Ideen punkten kann.

In England existiert seit einigen Monaten ein Portal, das ausschließlich jüngere Männer an jeweils ältere Frauen vermittelt, und dies Presseberichten zufolge mit großem Erfolg. Über 6000 zahlende Mitglieder nutzen die Plattform im Durchschnitt, womit der Anbieter eine echte Marktlücke gefunden zu haben scheint.

Auch wenn diese Zahlen um einiges niedriger als bei den großen Online-Singlebörsen sind, so stellt das Beispiel unter Beweis, dass auch kleine und sehr spezialisierte Communities funktionieren und vor allem Geld einbringen können.

www.toyboywarehouse.com
women.timesonline.co.uk/tol/life_and_style/women/the_way_we_live/article3477108.ece

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