Kundenzufriedenheit beginnt bei Verpackung und Logistik

Retouren richtig managen

Ein Startup ohne Logistik-Konzept steht schon Monate nach der Gründung vor schier unüberwindbaren Hindernissen. Pakete stapeln sich in den Ecken, Produkte können einzelnen Bestellungen nicht mehr zugeordnet werden und zwei Dinge gehen verloren: Kundenzufriedenheit und Zeit.

Schon Anfängern in der Branche wird daher immer wieder empfohlen, sich eine clevere und solide Strategie rund um Verpackung, Versand und auch Retouren zu erarbeiten.

Die Wünsche moderner Kunden

Startups, die sich im Online Bereich mit einem Shop etablieren möchten, könnten in kaum einer besseren Zeit geboren werden. Immerhin ist das Shoppen per Smartphone oder PC so beliebt wie nie und verdrängt auch den stationären Einzelhandel in Einkaufszentren und Fußgängerzonen immer stärker vom Siegertreppchen.

Wie eine Statistik belegt, kaufen 61,6 Prozent aller Kunden ihre Bücher lieber über das Web, während 45,1 Prozent auch für Spielsachen gerne in Online Shops stöbern.

Lediglich bei Lebensmitteln hat der stationäre Einzelhandel noch die Nase vorn. Wie lange dies noch so bleiben wird, ist angesichts des immer weiter wachsenden Angebotes an Online Supermärkten fraglich.

Der stationäre Einzelhandel verliert durch E-Commerce weiter an Boden.

Doch für ihren Abwanderungswillen verlangt die Kundschaft so einiges. Schließlich sollen die bestellten Produkte nicht nur schnell, sondern auch günstig und vor allen Dingen hochwertig sein. Drei Punkte, bei denen Startups an unterschiedlichen Stellen ansetzen müssen.

Was die Produktqualität betrifft, so spielt diese bei Versand und Logistik eine untergeordnete Rolle.

Kosten und Geschwindigkeit jedoch sind umso stärker verwoben mit einer cleveren Strategie. So lassen sich die Produktpreise senken, wenn für Versand und Verpackung weniger Zeit und Geld investiert werden muss.

Unternehmen bleiben auf diese Weise wettbewerbsfähig und haben in Kostenfragen die Nase um wenige Zentimeter weiter vorn.

Wer sich den Kunden zum Freund machen möchte, sollte außerdem eine möglichst schnelle und kostengünstige Lieferung anbieten.

Dass E-Commerce Riesen mit Konzepten wie Same-Day-Delivery oder auch kostenfreien Retouren kleinere Startups stark unter Druck setzen, klingt logisch. So entscheidet sich der Kunde meist für den Anbieter, der auch in Versandfragen punkten kann.

Logistik-Prozesse optimieren und beschleunigen

Ein weiterer Grund für Optimierung: Experten haben laut t3n.de herausgefunden, dass schnelle Lieferungen sogar das Risiko einer Retoure verringern. Der Kunde ist einfach zufriedener und verteilt bereitwillig Vorschuss-Lorbeeren, wenn er sein Paket schon kurz nach der Bestellung in den Händen halten kann. Ist der eigene Shop den Kinderschuhen entwachsen?

Höchste Zeit, etwas zu tun.

Zügig Auslagern, Verpacken und Verschicken ist die Devise moderner Shopbetreiber

Kurze Laufwege beispielsweise sind ein Garant für schnellere Lieferungen und die beschleunigte Bearbeitung von Bestellungen und Retouren. Dies mag sich bei einzelnen Vorgängen zunächst kaum sichtbar auswirken, auf einen langen Zeitraum gerechnet ergibt sich jedoch eine Zeitersparnis von Stunden, wenn nicht sogar Tagen.

Daher ist es wichtig, dass das Lager eines Online Shops für die Logistikmitarbeiter in gut erreichbarer Nähe liegt. Am besten können junge Unternehmen arbeiten, wenn Lager und Büro direkt nebeneinander liegen und nur durch eine Tür voneinander getrennt sind.

Innerhalb der Lagerräume bewähren sich Übersichtlichkeit und Purismus. Einfache Regale mit ausreichend großen Fächern, die parallel zueinander aufgestellt werden und leicht überblickt werden können, sparen Zeit. Hier muss der Verantwortliche nicht lange suchen, um das passende Produkt auslagern zu können.

Noch etwas reibungsloser laufen logistische Prozesse mit elektronischer Unterstützung ab. Inzwischen gibt es gute Warenwirtschafts-Software, die die Verwaltung aller Güter des Unternehmens vereinfachen. So lässt sich beispielsweise auch der Platz innerhalb des Lagers genau definieren und der Mitarbeiter muss nur noch einen bestimmten Ort ansteuern, um das Produkt zu finden.

Als Erleichterung gelten hier auch Barcode-Scanner, die für Retoure und Versand eingesetzt werden können. Mit kleinen Geräten, oft nicht größer als ein Retro-Handy, erfassen Mitarbeiter das betreffende Produkt und können dann am PC weitere Vorgänge erledigen.

Auch die Bestandskontrolle erfolgt bei manchen Softwares automatisch, sodass langwieriges Zählen oder gar ein unerwartet leeres Regalfach vermieden werden können.

Um mit Barcode-Scannern arbeiten zu können, braucht es selbstverständlich eines: Barcodes. Diese lassen sich per Etikettendrucker erstellen und auf Produkte, Kartons oder Gläser aufkleben. Auch hier kommt selbstverständlich eine Investition auf das Startup zu, die sich möglichst schnell lohnen soll.

Zur Wahl stehen meist mobile Etikettendrucker oder Desktop-Modelle. Mobile Drucker eignen sich besonders, wenn die Verantwortlichen viel unterwegs und eher selten am Platz sind, während Desktop Modelle meist zur Bearbeitung größerer Druckaufträge verwendet werden.

Kreativität schafft Einzigartigkeit

Sind alle Stellschrauben rund um das Logistik-Konzept ordentlich festgedreht, und herrschen ein effizienter Personaleinsatz und klappt es auch mit der passenden Ausnutzung der Lagerkapazität, dürfen sich Startups über beschleunigte Prozesse freuen.

Hiermit schwimmen sie jedoch nach wie vor in einem sehr großen Teich, in dem sich durchaus dicke Fische befinden.

Um nicht von ebendiesen geschluckt zu werden, braucht es Alleinstellungsmerkmale und Emotionalität. Schließlich ist der Kunde nicht nur eine Nummer, sondern vielmehr ein Mensch mit Bedürfnissen, die auch nach der Lieferung durch den Postboten nicht enden.

Startups, die durch kreative Verpackung auffallen, haben gute Chancen auf Mundpropaganda und eine festere Kundenbindung. Wie die Gestaltung dabei aussieht, ist recht individuell. Während die einen auf besonderes Design der Kartonagen setzen, konzentrieren sich wiederum andere auf die inneren Werte ihrer Pakete und Päckchen. So können einer Kundenbestellung Dinge wie:

  • kleine Süßigkeiten
  • Aufkleber
  • Gutscheine für die nächste Bestellung

beigelegt werden und im Belohnungszentrum des Kunden ein kleines Feuerwerk entzünden.

Auch eine persönliche Karte gehört zu Pluspunkten. Hier können sich entweder derjenige, der das Paket gepackt hat, oder auch der Unternehmensinhaber in kurzen Worten für die Bestellung bedanken und persönlich unterschreiben.

Der Kunde merkt dann, dass auch am anderen Ende des mitunter sehr langen Glasfaserkabels ein Mensch sitzt, der sich über seine Gunst freut. Und wieder beschert das Unternehmen seinem Kunden ein Gefühl der besonderen Wertschätzung. Oft der Hauptgrund, den gleichen Shop wenig später erneut aufzusuchen.

Wertvolle Zusatzinformationen zum Thema:

Tipps zur effizienten Lagergestaltung: http://betriebseinrichtung.net/lager-optimal-planen-und-einrichten/
Eine Übersicht über Varianten von Etikettendruckern: https://etiketten.shop/Etikettendrucker/

Ein Exkurs in emotionaler Kundenbindung: http://www.marconomy.de/digital/articles/405021/

( 38 Besucher Gesamt, 1 Besucher heute)

Kommentar hinterlassen on "Kundenzufriedenheit beginnt bei Verpackung und Logistik"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Kundenzufriedenheit beginnt bei Verpackung und Logistik

Lesezeit: 4 min
0