
Aus unzähligen Zutaten kann man sich bei www.meinriegel.de aus Walldorf seine ganz persönlichen Müsliriegel fertigen lassen.
Eine spannende Geschäftsidee, und gleichzeitig Hoffnung für alle Fans der schnellen und leckeren Frühstücksmahlzeit. MeinStartup.com im Gespräch mit Geschäftsführerin Stefanie Barth:
Frau Barth, wie schaffen Sie es, aus der notwendigen Handarbeit für den individuellen Riegel dennoch ein bezahlbares Produkt zu machen?
Darf ich hier gleich mal einhaken. Es sind nicht nur individuelle Müsliriegel möglich. Bei uns kann man sich nicht nur Riegel mit Getreideanteil zusammenstellen, was dann Allgemein als Müsliriegel gilt, sondern es sind eben auch Riegel ohne Getreide möglich. Von Schoko Cornflakes bis Kürbiskerne, Nüsse, oder Sonnenblumenkerne, dass alles ist als Basis möglich und somit entstehen dann Cornflakesriegel, Nussriegel, Körnerriegel und viele mehr; die Auswahl ist groß und vielfältig.
Da wir eine breite Zutaten Palette anbieten und jeder Riegel individuell zusammengestellt wird, ist wirklich viel Handarbeit bei der Herstellung der Riegel im Spiel. Jede Riegel Zusammenstellung verhält sich bei der Verarbeitung anders und auch das muss berücksichtigt werden. Durch einen ausgeklügelten und durchorganisierten Produktionsprozess, schaffen wir es preislich interessant zu sein und schlagen so manchen Standard Riegel im Preis.
Auch Firmen können Ihren tollen Service nutzen. Wie halten Sie den Produktionsprozess möglichst variabel, so dass Sie auch mit größeren Bestellmengen umgehen können?
Auch das war eine Herausforderung, die wir bewältigt haben. Hierzu haben wir zwei Produktionsprozesse herausgearbeitet. Bei den größeren Bestellmengen unterscheiden sich einige Arbeitsabläufe, aber nicht im Wesentlichen.
Unser bisher größter Auftrag liegt bei 11.000 Riegeln, da ist schon viel Struktur nötig um diese Stückzahl zu bewältigen.
Sie verwenden ausschließlich Zutaten aus biologischer Landwirtschaft. Ist dies eher dem allgemeinen Trend hin zu mehr „Natur“ geschuldet, oder auch eine persönliche Mission?
Es ist uns wichtig, dass wir unsern Kunden Zutaten anbieten, die auch wir mit gutem Gewissen zu Riegel verarbeiten können.
Hierzu nur ein kurzes Beispiel. In einem kürzlich ausgestrahlten Fernsehbeitrag wurde über Aprikosenbauern berichtet. Damit die getrockneten Aprikosen ihre schöne gelblich/orangene Farbe behalten, werden sie nach der Ernte in Kisten in ein provisorisches Zelt gestellt und über Nacht geschwefelt. Hierzu wird in dem Zelt Schwefel in einem Becher aufgestellt und angezündet. Am nächsten Morgen werden die Kisten mit den Aprikosen von den Farmarbeitern unter starkem Husten und brennenden Augen aus dem Zelt geholt und zum Trocknen ausgelegt.
Die meisten Farmarbeiter können diese Arbeit nur einige Jahre machen, danach sind ihre Lungen von dem Schwefel zu stark geschädigt. Der Bauer antwortet auf die Frage des Reporters ob er den seine Aprikosen gerne isst „ Niemals würde ich geschwefelte Aprikosen essen. Der Schwefel durchdringt die ganze Frucht und setzt sich im Fruchtfleisch fest. Selbst der Kern verändert sich. Das kann nicht gesund sein.“ Und er hat Recht. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass sich der Schwefel durch das Essen der Aprikosen auch im Körper des Menschen festsetzt.
Das ist nur ein Beispiel von vielen. Wir wollen unseren Kunden Qualität bieten, da gehören Zutaten die so wenig wie möglich chemisch behandelt wurden einfach dazu und das ist in der biologischen Landwirtschaft der Fall. Und nicht nur bei den Zutaten achten wir auf Nachhaltigkeit, sondern auch sonst ist uns dieses Thema ein Anliegen. Beispielsweise beziehen wir zu 100% klimafreundlichen Strom.
Wie genau kam es zu der Geschäftsidee von meinriegel.de?

Gründerin Stefanie Barth
Endlich hatte ich einen Riegel gefunden, nur waren da leider Rosinen drin und die sind nun gar nicht mein Fall. „Warum gibt es keine Riegel wo nur das drin ist was mir schmeckt“, schoss es mir durch den Kopf. So wurde die Idee von MEINRIEGEL geboren.
Bis zum tatsächlichen Betrieb mussten sicherlich einige bürokratische Hürden genommen werden, gerade wenn es um die Herstellung von Lebensmitteln geht. Wie sind Sie persönlich damit umgegangen?
Ich habe mich im Vorfeld bei den zuständigen Stellen informiert, bin aktiv auf die jeweiligen Ansprechpartner zugegangen und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Wenn man alle Vorschriften kennt und sich mit den zuständigen Ansprechpartnern austauscht kommt hinterher, zum Beispiel bei Kontrollen, auch kein böses Erwachen oder eine teure Nachbesserungen auf einen zu.
Ihr Tipp an alle Gründungswilligen, die bislang noch nicht den Sprung in das kalte Wasser gewagt haben?
Wer wirklich von seiner Idee überzeugt ist sollte sich vorher wirklich gut informieren, den Markt analysieren und für eine ausreichende Kapitaldecke sorgen. Der Markteintritt ist sorgfältig vorzubereiten, denn wenn dann die Aufträge kommen muss alles gut organisiert und durchdacht sein.









[...] einlegen müssen. Auf einem konnte ich sogar erfahren, dass die größte Bestellung bei 11.000 Riegeln lag. Hattest du damit gerechnet, dass die Geschäftsidee so [...]