
Das Web 2.0 ist hip, neu, aufregend und jung, so die weitläufige Meinung. Umso schöner, dass auch längst Totgeglaubtes im Netz seine Renaissance erleben kann.
Wer nicht gerade zu den Twens oder Teenies gehört, der dürfte sich etwa noch an Strick- und Schnittmuster erinnern, die Mutter oder Großmutter aus einschlägigen Fachzeitschriften ausgeschnitten hatten, um daraus eine schickes Sommerkleidchen oder ähnliches zu schneidern. Ein durch die Originalmuster bekannt gewordener Verlag hat nun im vergangenen Jahr in den USA eine Online-Community gegründet, die Strickmuster im Web anbietet, und das mit mittlerweile großem Erfolg.
Man Lerne: auch traditionelle Ideen lassen sich auf die neue Welt adaptieren, und nicht alles was alt ist, muss auch gleich altbacken sein. Schließlich sind auch Poesiealben wieder in Mode gekommen, in moderner Form von Facebook, StudiVz & Co, nun fehlt nur noch ein professionelles tatsächliches Kinder-Poesiealbum im WWW. Selbst die Fototapete gibt es wieder (z.B. www.varistyle.de oder www.juicywalls.com).
Vielleicht kann man sich nun in abgewandelter Form auch eine Wiederbelebung der Sammelsticker & Sammelalben überlegen (ähnlich www.fabidoo.com/de). Oder man überträgt die Jukebox (jeden Tag ein anderes Album), die Damenwahl (abgewandelte Dating-Plattform), den Setzkasten (www.dawanda.com), das Quartett (www.meinkartenspiel.de) oder den Sticker (www.stickerlove.com) in das Web. Für weitere Anregungen einfach mal wieder bei Oma vorbeischauen.
www.burdastyle.com
www.businessweek.com/magazine/content/08_02/b4066060100841.htm
www.etsy.com










siehe auch http://diepresse.com/home/meinung/feuilleton/wallnoefertestbild/410674/index.do
über den neuen Selbststrick-Trend