Kürzlich berichteten wir in „Auf dem Präsentierteller“ über die Spuren, die jeder Nutzer im Internet hinterlässt, und wie findige Geschäftsleute daraus Nutzen ziehen. Die heutige Online-Ausgabe des Spiegel berichtet hierzu nun in einem interessanten Artikel über einen entsprechenden Anbieter aus den USA.
Dieser hat sich seit mittlerweile schon fast zwei Jahren nicht nur darauf spezialisiert, im Kundenauftrag für die Löschung missliebiger Internet-Einträge zu sorgen. So liefert der Dienst auf Wunsch auch alle Internetveröffentlichungen, die von oder über den Auftraggeber gemacht werden, und dies im Monats-Abo. Somit können sich die Kunden erst einmal einen Überblick darüber verschaffen, welche Meldungen und Foreneinträge etc. über sie im Internet kursieren, bevor gegebenenfalls gegen einzelne Einträge vorgegangen wird.
Mittlerweile bietet das Unternehmen auch noch einen weiteren ganz besonderen Dienst an. So nutzt es die Methoden der Suchmaschinenoptimierung nicht um seinen Auftraggebern möglichst viele neue Kunden zu beschaffen, sondern um die Seiten mit „positiven“ Inhalten über den Klienten bei Google & Co. ganz nach vorne zu bringen. Weniger vorteilhafte Einträge landen dabei auf den hinteren Suchergebnisseiten, und werden so zumindest schwerer zugänglich oder auffindbar.
Sicherlich eine interessante Idee, aber irgendwie auch gespenstisch. Allerdings sollte sich jeder Suchmaschinennutzer darüber im Klaren sein, dass ein Großteil der Suchmaschinen-Rankings auch jetzt schon via bezahlter „Manipulation“ entstehen.
www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,539890,00.html
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