Von Gefängnishotels und anderen Unterkünften

Gefangen

Der Markt für die Hotellerie und sonstige Beherbergungsmöglichkeiten wird immer enger, da vor allem in den Metropolen mehr und mehr Häuser um die Gunst der Kunden buhlen. Selbst in touristisch verwöhnten Zentren wie der Hauptstadt sinken die Margen der einzelnen Betriebe, da fast monatlich ein neues Hotel seine Pforten öffnet.

Einen Ausweg aus dieser Misere bieten in den letzten Monaten einige neue, kreative Unterkunftskonzepte, die mit Extravaganz und Kult vor allem junge Gäste anlocken. Ob ehemalige Gefängnisse - in Hotels mit schaurig-schönem Charme umfunktioniert - oder sonstige außergewöhnliche Lokalitäten mit entsprechendem Eventcharakter: Klasse statt Masse heißt hier das Motto.

Neuerdings ebenfalls beliebt sind Themenhotels, die mit ihrer Vergangenheit, einer geschichtlichen Epoche, bestimmten kulturellen Ausrichtungen oder persönlichen Vorlieben der Besucher spielen. Hier lohnt sich auch ein Blick in das europäische oder außereuropäische Ausland, wo man mit derartigen Konzeptionen oftmals schon viel weiter ist. So wird derzeit in Berlin das erste Hotel für Schwule geplant, als Adaption einer außerhalb Deutschlands bereits etablierten Idee.

Manche dieser Häuser, die etwa mit der geteilten deutschen Historie kokettieren, sind zugegebenermaßen oftmals von etwas fraglicher Natur, denn nichts ist schlimmer als Geschichtsverklärung. Trotzdem bieten die Umsetzungen der letzten Zeit Ansatzpunkte für zahlreiche weiterführende Ideen. Dies gilt auch für den nicht ganz so prall gefüllten unternehmerischen Geldbeutel, etwa in Form eines hipp-alternativen Hostels in entsprechendem Ambiente.

Aber auch bei Ferienwohnungen sollte es mit einer Motto-Einrichtung - etwa nach einem bekannten Künstler oder sonstigem Bezug zur Stadt oder Umgebung – gelingen, aus der Masse hervorzustechen. Abgerundet werden kann das Ganze zusätzlich mit zur Unterkunft passenden touristischen Konzepten und Events, die gleich mit im Paket angeboten werden. Das Ganze muss nur exzentrisch und damit auffällig genug sein, damit das Marketing zum Selbstläufer wird, ganz so wie beim Gefängnishotel.

www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,545531,00.html
www.harddaysnighthotel.com/home.aspx
www.stern.de/lifestyle/reise/hotels/586847.html
www.jailhotel.ch/html_d/frame_d.html
www.ostel.eu
www.focus.de/reisen/urlaubstipps/berlin_aid_263191.html




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(3 Bewertungen, Durchschnitt: 4,33 von 5 Sternen)

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Kommentare

  1. Thorsten meint:

    Hier das erwähnte Hotel für Homosexuelle in Berlin: http://www.axelhotels.com/berlin

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