airfocus – cleveres Tool, welches beim Prioritäten-Management unterstützt

airfocus Priorisierungswerkzeuge

Bis dato waren Entscheidungswerkzeuge vornehmlich Großunternhemen vorbehalten. airfocus gibt jetzt KMUs und Gründern eigene Priorisierungswerkzeuge an die Hand. Damit keine Entscheidung mehr aus dem Bauch getroffen werden muss und man sich darauf fokussieren kann, was wirklich zählt. Malte Scholz erklärt im MeinSTARTUP-Interview, was es mit der Idee auf sich hat.

Herr Scholz, kurz und knapp: Pitche Eure Geschäftsidee?

airfocus ist eine cloud-basierte B2B Web-App, die es Entscheidungsträgern ermöglicht, scoring-basiert zu priorisieren und so sicherzustellen, dass tatsächlich die richtigen Dinge getan werden.

Typische Anwendungsgebiete sind der Strategiebereich, das Projekt- oder Produktmanagement, das Marketing oder der Vertrieb. Einfach überall, wo Initiativen um begrenzte Ressourcen kämpfen.

Viele Unternehmen haben zu viele oder einfach schlecht gesetzte Prioritäten, was Milliardenkosten verursacht. Oft sind diese Prioritäten das Ergebnis aus unstrukturierten Meetings, bei denen das Bauchgefühl und nicht die Datenlage entscheidet.

airfocus konzentriert sich darauf, Managern in kleinen und mittleren Unternehmen Priorisierungswerkzeuge an die Hand zu geben, die bis dato vornehmlich großen Konzernen vorbehalten waren. Immer getreu dem Motto: “Don’t only do stuff right, but do the right stuff”.

Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Schlechte Prioritätensetzung und intransparente Strategieentscheidungen sind Probleme, die jeder schon mal irgendwie beobachten konnte. Ein Grund dafür ist aus meiner Sicht, dass gute Priorisierung einfach sehr schwierig ist.

Auch Lukas, Christian und ich haben in vergangenen Projekten alle möglichen Methoden und Prozesse ausprobiert und uns zu oft mit verwirrenden Excel-Tabellen rumgeärgert. Die erfolglose Suche nach einem Tool, welches beim Prioritäten-Management unterstützen kann, war schließlich der Auslöser für den Start des Projekts. Die Idee für airfocus war geboren.

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Ganz klar die einfache Benutzung. Man muss selbst nicht wissen, wie eine McKinsey Matrix oder eine Kosten-Nutzen-Priorisierung erstellt wird, die Templates geben das vor. Es reicht oft schon aus, einfach die zu priorisierenden Projekte oder Ideen einzutragen und zu bewerten.

Niemand muss mehr Formeln entwickeln und pflegen und wenn plötzlich etwas Neues dazu kommt, fällt das Ganze auch nicht mehr auseinander. Ein weiterer Vorteil ist, dass airfocus technisch mit Tools wie Trello verbunden ist, die unsere Kunden ohnehin schon nutzen.

So fließen Prioritäten und Entscheidungen in die bestehenden Arbeitsprozesse zurück und sorgen dafür, dass alle Stakeholder einer Organisation an den richtigen Themen arbeiten.

Wo siehst Du die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

Unsere Kernzielgruppe sind internetaffine Entscheidungsträger in kleinen und mittleren Unternehmen – Produktmanager, Projektmanager, Sales- und Marketingleute. Eben alle, die Dinge priorisieren müssen.

Erreichen werden wir diese Zielgruppe (wir nennen sie übrigens die “Fortune 5 Million”) primär über Partnerschaften und Integrationen in Projektmanagement-Software wie Trello, Jira, Basecamp, Asana oder Wunderlist.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Wir sind bisher 100% gebootstrapped und haben innerhalb der letzten acht Monate neben unseren Vollzeitjobs und in unserer Freizeit am Produkt und dem Go-to-Market gearbeitet.

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchem Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Unser Geschäftsmodell ist ein klassisches Software-as-a-Service Abomodell (SaaS), bei dem unsere Kunden monatlich zwischen $19 und $149 für die Nutzungsrechte zahlen. Selbstverständlich kann die Software für 30 Tage kostenlos getestet werden.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Wir sind am 15. November in eine public Beta gestartet, um erstes Kundenfeedback zu generieren und wichtige Annahmen zu testen. Basierend auf diesem Feedback werden wir dann erste Marketingmaßnahmen starten.

Daher fangen wir bei der Bekanntheit aktuell bei null an. Wir arbeiten sehr testgetrieben und werden auch beim Marketing einiges ausprobieren.

PR-seitig wollen wir auf jeden Fall für Aufsehen bei ProductHunt, Betalist und der Startup-Presse sorgen, aber auch durch hochwertigen Content in den entsprechenden Nutzer-Communities zum Knotenpunkt für alle Priorisierungs-bezogenen Themen werden.

Welche Vision verfolgt Ihr und welche Schlagzeile würdest Du gern mal über das Unternehmen lesen?

Unsere Vision ist, Unternehmen und Managern dabei zu helfen, die richtigen Dinge zu tun. Dementsprechend freuen wir uns über neue Erfahrungsberichte von Unternehmen, in denen airfocus signifikant zum Erfolg beigetragen hat und Teil der alltäglichen Strategiefindung und -ausführung geworden ist.

Auf welche 3 Tools/Apps kannst Du bei der täglichen Arbeit keinesfalls verzichten und warum?

Trello fürs Task-Management, Slack für die schnelle Kommunikation zwischendurch und Google Apps für Konzepte, Präsentationen und Spreadsheets. Abgesehen von technischen Tools brauchen wir eigentlich nicht viel mehr, um effizient zu arbeiten (abgesehen von airfocus natürlich).

Was bedeutet für Dich persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Erfolg ist ein sehr vielschichtiger Begriff, aber bezogen auf airfocus sind wir erfolgreich, wenn wir Zehntausende von Unternehmen fokussierter machen. Mit Fokus kommt Erfolg, und mit Erfolg bleibt dann auch mehr Zeit für die angenehmen Dinge im Job.

Welchen Fehler würdest Du aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Fehler macht jeder und muss jeder machen, um weiter zu kommen. Eine Strategie, die uns bei airfocus geholfen hat, ist so schnell wie möglich mit potenziellen Nutzern in Kontakt treten. Es gibt keinen besseren Weg, um festzustellen, ob die eigene Idee wirklich funktioniert.

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

Wer würde für meine Idee Geld ausgeben, wie viel und warum?

Mit welchen drei Worten würdest Du dich selbst beschreiben?

Hungrig und neugierig auf Neues. Sonst humorvoll.

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