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Braufässchen aus München: Den wachsenden Durst nach deutschen Bier im Ausland ganz individuell stillen

Braukunst aus Deutschland

Deutschland gilt jeher als Bierland. Doch der Verbrauch sinkt hierzulande jährlich. Gegen diesen Trend konnten die jungen Braumeister vom Braufässchen seit ihrem Start die Verkaufszahlen stetig steigern. Das Ihr Produkt nicht nur hierzulande gut ankommt, davon sind sie überzeugt. Deshalb startete jetzt auch der internationale Verkauf unter der Marke Brewbarrel.

Wie lässt sich die Idee hinter dem Braufässchen in 3 Sätzen zusammenfassen?

Braufässchen ist die einfachste und schnellste Möglichkeit selber Bier zu brauen. Man kann sein Wunschbier in drei einfachen Schritten Online aus über 50.000 Möglichkeiten zusammenstellen.

Anschließend kommen alle Zutaten passend abgewogen nach Hause, können in nur 10 Minuten zur Gärung vorbereitet werden und nach einer Woche kann man sein selbstgebrautes Bier frisch vom Fass zapfen.

Wann und durch wen wurde das Unternehmen gegründet?

Das Unternehmen, die Customized Drinks GmbH, wurde im Mai 2012 von den Gründern zusammen mit zwei Business Angels gegründet.

Wobei genau entstand die Geschäftsidee zum Bier brauen zu Hause?

Wir haben uns am Gründerzentrum der TU-München kennengelernt. Dabei ist uns aufgefallen, dass wir eigentlich immer die gleichen Biere trinken und uns die Vielfalt bei der Bierauswahl fehlt.

Wir haben uns gefragt warum das so sein muss und nach einer unternehmerischen Lösung gesucht, die Biervielfalt in Deutschland zu erhöhen. Die einfachste Möglichkeit Bier genau nach seinem Geschmack zu genießen ist es Bier selber zu brauen.

Heimbrauen ist an und für sich aber ein sehr komplexer und zeitaufwändiger Prozess. Wir haben uns daraufhin dran gemacht den Heimbrauprozess soweit zu vereinfachen, dass jeder spielend selber zum Braumeister werden kann.

Was ist das Besondere an dem Bier – sind alle traditionell deutschen Bierzutaten drin?

Es werden alle traditionellen Bierzutaten verwendet. Also Hopfen, Hefe und Malz sowie Wasser. Zusätzlich kann das Bier mit bis zu drei natürlichen Aromen verfeinert werden.

Hier bieten wir verschieden Geschmacksrichtungen an wie z.B. Fruchtextrakte wie Grapefruit oder Gewürze wie Chili sowie verschiedene Holzchips um Aromen wie bei der Holzfasslagerung zu erzielen.

Dies ist möglich, weil die Zutatenbeschränkungen des Reinheitsgebotes nicht für Heimbrauer gelten. Wir können daher jedem die Möglichkeit bieten sich selber zu entscheiden welche Zutaten er in seinem Bier haben möchte.

Welche Zielgruppe wollt Ihr im Ausland erreichen, wenn Ihr jetzt international startet?

Die Zielgruppe im Ausland unterscheidet sich nicht von der Zielgruppe in Deutschland. Auch im Ausland wollen wir experimentierfreudige und genussorientierte Menschen ansprechen.

Die Hauptbeweggründe ein Braufässchen zu kaufen sind zum einen der Wunsch ein ausgefallenes Bier zu genießen, sowie auf einfache Weise Bier selber brauen zu können. Hinzu kommen noch die Käufer von ausgefallenen Geschenken. In Deutschland wird das Braufässchen sehr gerne verschenkt und ich denke, im Ausland wird das genauso sein.

Wieviel Kapital floss bereits in das Fässchen und wie finanziert Ihr die weitere Expansion?

Es gab ein Anfangsinvestment im mittleren fünfstelligen Betrag durch die Gründer und zwei Business Angels. Anfang dieses Jahres konnten wir noch einen strategischen Investor gewinnen, welcher ebenfalls nochmal Eigenkapital eingebracht hat.

Es ist aber auch geplant, das Auslandsgeschäft organisch zu skalieren und daher sind die Investitionskosten für den Launch überschaubar.

Was sind die wichtigsten Meilensteile bzw. Erfolge seit der Unternehmensgründung?

Seit Ende 2013 sind wir im rentablen Bereich und können uns auch ein Gehalt auszahlen. Anfangs noch eher klein, mittlerweile aber ausreichend um den Lebensunterhalt in München zu finanzieren. Dies war einer der wichtigsten Meilensteine, weil wir uns dadurch mit unserer ganzen Energie und Zeit dem Braufässchen widmen können.

Hinzu kam ein Umzug in eine größere Betriebsstätte im Juni dieses Jahres. Dies war notwendig weil wir seit diesem Jahr unser Produkt auch immer öfter Offline z.B. in Supermärkten und Getränkemärkte platzieren konnten und dadurch viel größere Auftragsvolumina bewältigen müssen.

Welche langfristige Vision verfolgt Ihr mit der Brauerei und wo wollt Ihr in einem Jahr stehen?

Die langfristige Vision ist das Heimbrauen mit Braufässchen weltweit so populär zu machen wie in Deutschland und Braufässchen zu einer internationalen Marke auszubauen.

Hinzu kommt dass wir in den nächsten Jahren weitere Untermarken entwickeln wollen um unsere hochwertigen Rohstoffe auch professionelleren Brauern, vor allem Craft Bier Brauereien, zur Verfügung zu stellen.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktionen haben bis dato für den größten Bierausstoß gesorgt?

Vor allem die Pressearbeit hat einen entscheidenden Beitrag zur Bekanntheit von Braufässchen geleistet. Dabei waren insbesondere TV-Beitrag und Berichte in bundesweiten Zeitungen die erfolgreichsten Maßnahmen.

Hinzu kommt natürlich noch die permanente SEO Optimierung der Webseite sowie Online Marketing und Social Media.

Welche Empfehlung sollten junge Unternehmensgründer unbedingt beherzigen?

Auf jeden Fall an die eigene Idee glauben und sich nicht von Rückschlägen oder Skeptikern entmutigen zu lassen. Wir wurden am Anfang auch oftmals nicht ernst genommen und mussten auch mehrere Rückschläge verkraften.

Dabei war es immer enorm wichtig, dass das Team super zusammengepasst hat und wir uns gegenseitig motivieren konnten.

Abschließend ein paar Worte zum Gründerteam und den persönlichen Werdegang?

Wir haben uns alle drei während eines Stipendiums am Gründerzentrum der TU-München kennengelernt. Daher ist unser Team auch sehr interdisziplinär gemischt. Ping hat Mathematik studiert, Dominik Maschinenbau und ich Biologie. Gerade diese Mischung hat uns aber auch immer stark weitergeholfen.

Bis Mitte dieses Jahres waren wir alle drei parallel zur Gründung noch in den letzten Zügen des Studiums. Mittlerweile haben wir alle große Freude am Unternehmertum gefunden und freuen uns darauf das Braufässchen weiter zu entwickeln, international bekannt zu machen sowie weitere interessante Geschäftsmodelle außen rum zu bauen.

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