Buchtipp des Monats: Berufsziel PR

Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den Public Relations-Disziplinen interessieren nicht wenige Umsteiger aber auch Gründungswillige auf der Suche nach einer selbstständigen Tätigkeit in diesem Umfeld.

Mit „Berufsziel PR“ – erschienen im UVK Verlag – liegt nun ein Standardwerk rund um die Aspekte der Branche vor. Wir sprachen mit einem der Autoren Jonathan Fasel:

Die Disziplin Public Relations ist heutzutage aus keinem Unternehmen mehr wegzudenken. Dennoch haben nicht gerade viele potenzielle Nachwuchskräfte diesen Berufswunsch, Quer- und Seiteneinsteiger bestimmen hier oftmals das Bild. Woran liegt dies Ihrer Meinung nach?

Die Gründe sind vielfach. So ist die Arbeitslast in den PR sicherlich vergleichsweise hoch, und das bei – anfangs – überschaubarem Verdienst. Andere Berufszweige sind lukrativer und weniger aufreibend, gleichzeitig haben die PR nicht dieselbe Identifikationskraft wie etwa Journalismus mit seiner gesellschaftlich-demokratischen Aufgabe.

Kann man es wirklich „lernen“, gute und wirksame PR zu machen, und welche Voraussetzungen sollten Jugendliche mit diesem Berufsziel mit sich bringen?

Neugier ist ganz wichtig. Vieles andere – schreiben, organisieren, auf Menschen zugehen – ist Handwerk. Das kann wirklich jeder lernen.

Wie stehen Ihrer Ansicht nach die Chancen, sich mit einer eigenen PR-Agentur selbstständig zu machen?

Sicherlich eine Herausforderung, weil der Markt besonders in den Städten sehr dicht ist. Wer aber handwerklich gut ist und dazu noch die zündende Idee für die richtige Nische hat, hat sicherlich Chancen.

Derzeit prallen bei der PR oftmals zwei Welten aufeinander, der traditionelle (Offline) Public Relations-Mitarbeiter steht plötzlich vor ganz neuen (Online) Herausforderungen. Sind hier die nachkommenden Generationen durch ihre online-Affinität in einem deutlichen Vorteil?

Sicherlich. Wer Online-affin ist, bringt einen Startvorteil mit. Es gibt allerdings auch genug alte Hasen, die sich mittlerweile ebenfalls spielend im Netz bewegen. Ich bringe da immer gerne das Beispiel meiner 85-jährigen Oma, die nun auch Facebook nutzt, um mit uns Enkeln in engem Kontakt zu bleiben.

Wie weit sollte man sich in diesem Zusammenhang für teilweise doch recht spezielle Themenfelder wie SEO, SEM, Social Media & Co. interessieren, und geraten die klassischen PR-Disziplinen hierdurch eher in den Hintergrund?

Nein, sie geraten nicht in den Hintergrund. Sie ergänzen ein immer breiter und spannender werdendes Berufsbild. Neue Kommunikationswege über das Internet machen die klassischen PR-Disziplinen nicht unwichtiger, im Gegenteil: Erst durch das handwerkliche Wissen, von klarer Schreibe bis zur Zielgruppenanalyse, können diese neuen Kanäle effizient und effektiv genutzt werden.

Für viele unserer Leser sicherlich interessant: Bis zu welchem Punkt „kann“ man PR selbst machen, und ab wann sollte man besser eine Agentur oder gar einen eigenen Mitarbeiter mit dieser Aufgabe beauftragen?

Ganz ehrlich: Schon beim Schreiben einer Pressemitteilung merkt man den Unterschied zum Profi. Und wenn es dann um spezielle Kommunikationssituationen geht – Krise, Kampagne, Political Communications – ist Fachwissen unabdingbar. Auch wenn wir alle jeden Tag kommunizieren: Professionelle Kommunikation will gelernt sein.

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