cardwall.biz: Launch im Rahmen des Startup-Events „Made in Munich“

Sascha Lechner ist Mit-Organisator des StartUp-Events „Made in Munich“, und gleichzeitig Geschäftsführer seiner eigenen Gründung cardwall.biz.

Wir wollten mehr wissen, sowohl über die „Online Visitenkarten Wall“ als auch über die Münchner StartUp-Veranstaltung am kommenden Freitag:

Sascha, es steht zwar auf eurer Homepage, aber ich muss dennoch noch einmal nachfragen: Wie funktioniert die cardwall.biz für beide beteiligten Seiten im B2B-Kontakt?

CARDWALL.biz ist ein grafiklastiges soziales Branchenverzeichnis, welches Nutzern die Möglichkeit gibt, echte Visitenkarten in der digitalen Welt zu veröffentlichen.

Wir vereinen im Prinzip die Vorteile von Xing, Twitter, Pinterest und den Gelben Seiten. Die Usability und Einfachheit spielt dabei eine sehr große Rolle.

Wie entsteht die Struktur bzw. was werden hier die Möglichkeiten sein, um passende Ansprechpartner und Kontakte finden zu können?

Die CARDWALL entsteht „crowdgesourced“, d.h. die Grafiken der Visitenkarten und zugehörigen Daten werden von den Usern selbst hochgeladen und gesteuert. Im Vordergrund für die Suche stehen die intuitiven, einfach zu bedienenden, kombinierbaren Filter für Stadt, Branche, Keywords, Name, Firma oder Position.

Mit Hilfe dieser kann die Wand aus Visitenkarten auf die eigenen Bedürfnisse dezimiert werden. Alles Echtzeit. Ohne die gesamte Seite neu zu laden. Dazu natürlich die Möglichkeit der Verknüpfung von Facebook und Twitter. Später sind auch noch weitere Integrationen geplant. Somit kann man sich sofort mit bekannten Namen vernetzen.

Mehr zum Thema kann man auch in unserer dreiteiligen Interviewreihe bei Agitano lesen. Diese und weitere Beiträge findet man auf unserem Blog.

Wie sieht es mit dem beliebten Thema Datenschutz aus, mit was muss man einverstanden sein, wenn man eure AGB anklickt?

Im Prinzip nicht viel anders als auf jeder Plattform die aus crowdgesourcten Daten entsteht. Die eingebenen Daten sind natürlich öffentlich zugänglich für jeden, sonst würde das Ganze wenig Sinn ergeben. Ansonsten nichts besonderes. Wir machen uns aber die Bilder nicht wie Facebook und co zu eigen. Die Bildrechte der Karten bleiben beim User. Wir haben auch nicht vor, Gesichter zuzuordnen oder Bildsensitive Werbung zu schalten. ;)

User Anliegen des Ganzen ist mehr, Jedem eine kostenlose bzw. günstige Möglichkeit der Sichtbarkeit zu geben oder einfach und schnell den Metzger oder kreativen Freelancer um die Ecke ausfindig machen zu können. Und das, ohne endlose, langweilige Listen von Ergebnisseiten durchkicken zu müssen.

Spielerisch und Intuitiv muss es sein. „2 clicks, one second, no handbook“. Branchenbücher müssen wieder mehr Spass machen und brauchen unserer Meinung nach wieder etwas mehr Pepp.

Du selbst bist Mit-Organisator des StartUp-Events „Made in Munich“. Magst du unseren Lesern aus dem Süden ein wenig darüber erzählen?

"Made in Munich" - das Startup-Event

Klar. Die Grundidee war, München als StartUp Stadt wieder etwas in den Vordergrund zu rücken. Gerade was die Qualität angeht, denke ich, dass München gegenüber Berlin mindestens mithalten kann und sich nicht zu verstecken braucht.

Das kommt in den Medien meistens jedoch nicht so rüber, und vielen Gründern bzw. Beobachtern entstand der Eindruck, dass nur noch Berlin beim Thema StartUp eine Rolle spielt. Dem wollten wir entgegenwirken und haben ein Event initiiert, das seinen Anfang in der Idee der „ISARNETZ – die münchner webwoche“ fand.

Dort treffen sich jetzt am Freitag den 11. Mai 36 Münchner StartUps vorwiegend aus der Webszene um zu zeigen, dass auch hier aktuell genügend kreative Ideen entstehen. Erwartet werden ca. 200 – 250 Studenten, StartUp Interessierte, Kunden, Crowdfunding-Anbieter und Investoren, die die jeweils zweiminütigen Demos der einzelnen StartUps verfolgen und bewerten. Außerdem steht natürlich auch noch Networking im Vordergrund.

Gründer treffen auf Gründer. Viele kennen sich noch gar nicht, obwohl die Szene nicht einmal so groß ist. Wir möchten die Münchner Szene etwas weiter zusammenrücken, um die evtl. vorhandenen Synergieeffekte besser nutzen zu können. Wer noch teilnehmen möchte, kann dies gerne spontan tun. Eine Anmeldung ist jedoch erwünscht.

Nebenbei wird CARDWALL.biz an diesem Abend offiziell gelauncht. :) Mit Sekt und so.

Was fasziniert dich selbst an der StartUp-Szene, und wie ist diese in Bayern organisiert?

Ich kann vor allem für die Münchner StartUp Szene sprechen, die aktuell bereits gut vernetzt ist, aber jedoch noch nicht so, wie es sein könnte. Es geht immer besser, und dazu tragen wir von „made in munich“ eben auch einen Teil bei.

Man lernt immer wieder StartUps zufällig kennen, die man noch nicht kannte bzw. die man bisher auf noch keinem Event angetroffen hat. Jedoch wächst die Szene und damit der Wille, etwas eigenes aufzubauen, Ideen zu verwirklichen immer mehr, was ich sehr gut finde, denn ich denke, dass kreative Ideen und Gründer die den Mumm haben diese umzusetzen, die Macher von Morgen sind und die Arbeitsplätze schaffen. Egal ob online oder offline.

Letztendlich liegt die Initiative sicherlich zum Großteil bei den Gründern selbst, wie sehr diese die Netzwerkveranstaltungen nutzen möchten. An Möglichkeiten fehlt es eigentlich nicht. Man muss sich eben nur schlau machen und auch hingehen. Und auch etwas Fahrt in Anspruch nehmen, denn in den kleineren Städten wie Augsburg ist nicht so viel los.

In München gibt es einige Gründerzentren und Initiativen z.B. der Hochschulen aber auch andere Unterstützer wie die IHK, oder das Wirtschafsrefereat München, die unser Event auch tatkräftig unterstützen.

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  1. meinstartup.com Interview | Cardwall

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