Clevoo.com: Neuer Online-Übersetzungsdienstleister will mit innovativen Funktionen punkten

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Der „verstaubten“ Übersetzungsbrache neue Frische verleihen, das will das StartUp Clevoo.com aus Berlin. Nicht zuletzt ambitionierte Online-Funktionalitäten sollen potenzielle Kunden von dem Konzept überzeugen.

Wir sprachen mit Jeshurun Devendraraj von Clevoo, um mehr zu erfahren. Unter anderem rät er, bei der Umsetzung einer Geschäftsidee so früh wie möglich mit der eigentlichen Gründung zu starten:

Bei Clevoo handelt es sich um einen Übersetzungsdienst. Ganz ehrlich: Es gibt zahlreiche ähnliche Anbieter. Warum noch ein StartUp in diesem Bereich?

Übersetzungsdienstleister gibt es vermutlich seit Jahrtausenden. Die Branche ist aber mehr oder weniger „verstaubt“ und hat die Neuerung des Internets nicht wirklich für sich nutzen können, außer natürlich, dass auch Übersetzungsbüros ihre Webpräsenz aufgebaut haben. Clevoo revolutioniert Sprachdienstleistungen, indem das volle Potenzial der modernen Technik ausgenutzt wird: Kunden können ihre Dokumente direkt bei uns hochladen, ein ausgeklügeltes System analysiert das Dokument, und liefert binnen weniger Sekunden den Preis und die Bearbeitungsdauer für den Auftrag. Dazu der Vergleich: Wenn man ein Dokument bei klassischen Übersetzungsbüros übersetzen lassen will, muss man das Dokument hinsenden, dann muss eine Fachkraft den Text begutachten und bis der Kunde dann einen Kostenvoranschlag bekommt, kann schon mal ein ganzer Arbeitstag vergehen.

Darüber hinaus findet unser System zu jedem Auftrag den bestpassenden Übersetzer, was Dank einem selbstentwickelten Algorithmus ermöglicht wird. Mit unseren effizienten Geschäftsprozessen sparen unsere Kunden Zeit und Geld. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass wir nicht nur Übersetzungsdienstleister sind, sondern quasi das „Rundum-Sorglos-Paket“ der Sprachdienstleistung bieten: von uns kommen Übersetzungen, Lektorat und Redaktion aus einer Hand. Texte die von uns kommen, sind aus einem Guss und wirken somit viel natürlicher als zusammengesetzte Puzzlestücke.

Von der Qualität jedoch bieten wir mindestens genauso viel wie andere Übersetzungsbüros auch: Unsere Übersetzer müssen jahrelange Erfahrung in ihren Fachbereichen vorweisen können, sowie mehrere Teststufen nach der Bewerbung durchlaufen, bevor sie Aufträge für uns bearbeiten dürfen. Wir arbeiten nach DIN EN 15038, was aussagt, dass jeder unserer Übersetzer in seine Muttersprache übersetzen darf und die Übersetzung von einem anderen Übersetzungsexperten korrekturgelesen wird. Mit dieser Arbeitsweise liefern wir hochqualitative Übersetzungen, Redaktion und Korrektur, wobei die Handhabung so einfach ist, als ob man online Schuhe bestellt.

Ihr seid nun seit einem Jahr auf dem Markt. Was konntet ihr in den letzten 12 Monaten lernen? Welche Erfolgserlebnisse aber auch Rückschläge gab es?

In den vergangenen 12 Monaten haben wir vor allem Positives erlebt. Wir haben viele unserer Erwartungen übertroffen, vor allem die der Umsätze. Uns haben viele Kunden beauftragt, bei denen wir erst nicht wussten, wie sie auf Clevoo aufmerksam geworden sind – und das nicht nur deutschlandweit: Wir haben inzwischen treue Kunden aus mehreren Ländern. Das kann gerne so weitergehen.

Was würdest du aus heutiger Sicht anders machen?

Was ich persönlich anders machen würde ist es den Zeitpunkt der Gründung vorzuziehen. Wir selbst haben relativ spät gegründet; zwar haben wir nicht den „Umweg“ über die UG gemacht, sondern haben uns direkt als GmbH firmiert, aber das passierte erst als wir schon mehr als Marktreif waren. Ich empfehle Gründern so früh wie möglich zu gründen – das gibt ein enormes Verantwortungsbewusstsein und von da an spielt die Musik auch etwas schneller. Es ist fast so als würde man sich verbindlich zu einer Prüfung anmelden – es gibt einfach kein Zurück mehr!

Wie konntet ihr die erste Zeit überbrücken, habt ihr Geldgeber im Hintergrund? Und könnt ihr mittlerweile kostendeckend arbeiten?

Wir haben uns bislang mit Eigenkapital, also wirklich rein aus unserem Ersparten und der Unterstützung von „Family and Friends“ finanziert. Das zeigt viel Leidenschaft und das spiegelt sich im Unternehmenserfolg wieder.

Der Markt für Übersetzungsdienste ist umkämpft, gerade bei Google und anderen Suchmaschinen. Wie gestaltet ihr euer SEO und euer Onlinemarketing?

Bei SEO arbeiten wir mit den Keywords, die vor allem langfristig hohes Potenzial haben. Unsere Aufträge kommen auch über andere Kanäle, die wir laufend optimieren, wie etwa unserem Partnerprogramm. Wenn unser Partner uns Kunden bringt, wird er am Umsatz beteiligt. Falls jemand dazu mehr Infos braucht, kann er uns direkt per Email kontaktieren: contact@clevoo.com.

Wie kommt man auf die Idee, ein Portal wie Clevoo zu gründen?

Auf die Idee kommt man, wenn man selbst als Übersetzer tätig war und zugleich einen starken Hang zu Innovationen hat. Dies trifft auf unseren Ideengeber und Geschäftsführer Mehmet Dereli zu. Er gewann mit dieser Idee 2010 einen Business Wettbewerb an der TU Dresden. Dies war die Geburtsstunde Clevoos.

Welches Team mit welchem Know How arbeitet an dem StartUp?

Das Team besteht aus 3 Gründern. Wir Gründer, das sind Mehmet Dereli, Benedict Halder und ich, Jeshurun Devendraraj, decken so ziemlich alle Kompetenzen ab, die man im Startup so braucht: Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre und Informatik (in dieser Reihenfolge). Mehmet war selbst längere Jahre als Übersetzer tätig. Er kennt die Branche von der Technologieseite bis zum Projektmanagement. Benedict konnte auch bei anderen Startups Marketingerfahrungen sammeln und übernimmt bei Clevoo entsprechend diesen Bereich. Ich leite das Produktmanagement, sowie das PR und die Kundenakquise.

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