Deal4Men.de: Lösungsansätze für echte Männerprobleme

Ein eigener Online-Shoppingclub für Männer? Genau das bietet das vielversprechende StartUp Deal4Men.de aus München seinen Kunden an.

Erobert das exklusive Einkaufsvergnügen nun auch die Männerherzen? Wir fragten Initiator und Ideengeber Maximilian Rüger:

Herr Rüger, viele Männer sind nicht gerade bekannt für ihre Shopping-Affinität. Wie wollen Sie diese von Ihrem Konzept überzeugen?

Richtig, nur 20% der Kunden in Shoppingclubs sind bisher Männer. Wir denken dass das Wort Shopping leider zu stark vorbelastet ist. Ohne nachzudenken zwingt sich uns automatisch das Bild – Frau mit Mann im Schlepptau, Bekleidungsgeschäft, Mann apathisch bis gelangweilt – auf. Das ist eine sehr einseitige Betrachtungsweise.

Die Tatsache, dass der Hauptkundenteil weiblich ist bedeutet in erster Linie, dass Männer sich mit existierenden Konzepten nicht ausreichend identifizieren. Männer kaufen gerne ein. Das Thema muss nur gut präsentiert werden. Die Gründerszene in Deutschland beschäftigt sich intensiv mit den Themen Einrichten und Design. Das ist der Hype.

Produkte die wir im Playboy, der GQ und FHM sehen werden bisher nur von uns aufgegriffen. Dabei spielt ein vielfältigeres Produktspektrum und die richtige Präsentation die wichtigste Rolle. Glauben Sie mir, einen Newsletter der „verzaubernde Uhren“ und „hinreißende Kindermode“ verspricht, landet bei mir direkt im Spam. Auch wenn die restlichen Produkte noch so gut sind.

Unsere Sales wollen deshalb vor allem relevant sein. Wir bieten Lösungsansätze für Männerprobleme. Männer verbringen nicht viel Zeit mit der Produktsuche. Wir übernehmen für sie die Vorauswahl. Was die User nicht mögen fliegt raus. Wir verstehen uns als Unternehmensberater – für das Unternehmen Mann.

Welche konkreten Vorteile haben die Kunden durch die Plattform Deal4Men, und was ist der USP bzw. das Alleinstellungsmerkmal Ihrer Lösung?

Wir bieten nicht nur Produkte sondern auch Dienstleistungen. Shopping für Männer ist stark Lösungsorientiert. Triviale Themen wie „Die Socke ist durch, ich brauche Neue“ werden von Männern methodisch angegangen und aus der Welt geschafft. Für dieses Problem bieten wir eine einfache Lösung. Das Socken-, Bier- oder Kondom-Abo. Geht das bei Westwing, Bamarang oder Fab ohne weiteres? Wir denken nicht. Ist es relevant für Männer? Ja klar!

Unser Ziel Themenwelten zu erstellen ist ein wichtiger Teil dieses Lösungsansatzes. Produktwelten erleichtern unseren Mitgliedern einen funktionalen Bezug herzustellen. „Dress to Impress für Dein Date“, „Rund um die Grillsaison“, „So wirst Du Weinkenner“, „Fit für den Strand“, sind nur einige Vorschläge wie man einem Angebot eine wirkliche Bedeutung in attraktiver Verpackung geben kann.

Wir lassen dabei praktischerweise die redaktionelle Komponente eines Magazins weg und lassen die Produkte und Ihren Nutzen für sich sprechen. Wir sind die ersten die so arbeiten und haben klar im Blick die Experten für das Problemthema Männershopping zu werden.

Ähnliche Lösungen für Frauen Punkten vor allem durch umfangreiche Serviceangebote, wie etwa verlängerte Rücknahmefristen. Was ist hier das Konzept von Deal4Men?

Wir punkten mit einer guten Produktpalette und der klarsten Zielgruppendefinition. Momentan erhält jedes Neumitglied 10 Euro als Einstiegsguthaben gutgeschrieben. Alle unsere Deals sind Versandkostenfrei und werden noch vor Ablauf des Deals verschickt.

Das Thema Rücknahmefristen gehen wir gar nicht erst an, da wir wissen dass Männer generell nicht so viel retournieren wie Frauen. Eine Begrenzung der weiblichen Mitgliederzahl ist in dieser Hinsicht ein Pluspunkt für die ganze Community. Weniger Retouren, bessere Deals für die Community. Wer nicht Retourniert wird bei uns durch Gutschriften belohnt, wer konstant bestellt und retourniert wird sicherlich irgendwann den KPI der Community im Wege stehen.

Sie setzen auf den limitierten Zugang für Ihr Portal. Wie sehr kann ein solches Vorgehen aus Ihrer Erfahrung heraus einen viralen Marketingeffekt erzeugen, oder was war der Grund für diese Entscheidung?

Für uns ist es in erster Linie wichtig die Mitglieder nach Geschlecht zu filtern. Das ist alles. Nehmt Ihr die limitierten Zugänge zu anderen Clubs noch ernst? Dort kommt doch eh jeder rein.

Ein limitierter Zugang zählt für uns nicht als Marketingtool – eher als Bremse für unser Wachstum, aber als stärksten Teil unserer Identität. Wir stehen in der Tradition der Gentlemens Clubs des Londons des späten 18. Jahrhunderts. Bei uns hat man die Möglichkeit sich zurückzuziehen, unter sich zu sein und nur von dem umgeben zu sein was einen interessiert.

Eine Anekdote: Wir hatten anfangs mit dem Gedanken gespielt die Herr/Frau Option bei der Registrierung komplett wegzulassen. Nur Herr. Das fanden wir dann aber doch noch einen Tick zu konsequent. Es gibt durchaus weibliche Mitglieder die auf die Seite sollen und auch reingehören! Gerade im Geschenkebereich erhoffen wir uns einiges von unseren besseren Hälften.

Wie soll Deal4Men weiter wachsen?

Da gibt es die obligatorischen Hauptthemen: Im Prinzip ist unsere Priorität erst einmal einen qualitativ hochwertigen Kundenstamm aufzubauen. Auch wollen wir das Team erweitern und etwas finanzielle Unterstützung an Bord holen.

Wachstum hängt vom Budget ab und wir wollen schnell wachsen. Wir haben eine Anfrage aus dem Ausland und werden das durchrechnen, aber nichts überstürzen.

Ein zentraler Punkt wird auf jeden Fall die Herausforderung uns gegen die anderen Wettbewerber im Kampf um die besten Produkte zu behaupten. Unsere Produktpalette gibt uns dabei potentiell mehr Spielraum. Deshalb mache ich mir da aber eher nicht die Sorgen, die sich andere machen müssen.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Werdegang?

Wir kennen uns schon seit langer Zeit. Ich (Max) habe in den letzten 8 Jahren in Spanien gelebt und vor meinem MBA in der IE Business School in Firmen wie L´Oreal und Inditex (Zara) gearbeitet. Zuletzt war ich dort in leitender Position im Produktmanagement tätig. Das Thema Kollektionen zusammenstellen und schnelle Produkt-Life-Cycles ist mir deshalb auf den Leib geschnitten.

Björn als IT Berater kümmert Sich um die Plattform und die Architektur dahinter. Christoph ist unser Trendscout und kümmert sich mit um das Produkt und das Online Marketing. Er hat einen exzellenten Riecher für kommerzielle Produkte und wenn es darum geht das auszugraben was Männern Spaß macht. Benny unser Praktikant ist unser Mädchen für alles.

Titelfoto: Stefan Krilla

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