fbpx

Die Kleiderhelden – mit dem Nischenshop zum Erfolg

„Wir ziehen Helden an“, so das Motto des neuen sympathischen Onlineshops kleiderhelden.com aus Fürth.

Mit Janos Kalmann – Geschäftsführer der Kleiderhelden – sprachen wir über Nischen-eShops sowie die Existenzgründung im Team:

Herr Kalmann, hochwertige, bequeme, sexy Männerunterwäsche aus fairem Handel per Onlineshop verkaufen. Wie kommt man auf eine solche Idee?

Aus einem ganz und gar persönlichen Bedürfnis. Auf der Suche nach „ökorrekten“ Unterhosen für uns selbst stellten wir fest, dass das sehr überschaubare Angebot zumeist „klassisch-öko“ total fad, schlabberig und zum Teil sogar kratzig war – sozusagen „Liebestöter“ par excellence.

„So schwer kann das doch nicht sein!“, dachten wir und arbeiteten uns in die Materie ein. Und siehe da: Für unsere „BeatBux“ verwenden wir hochwertige und sogar Fairtrade-zertifizierte Bio-Baumwolle – TROTZDEM, ist man fast geneigt zu sagen, sieht sie stylish aus, passt perfekt und fühlt sich angenehm weich an.

Nun gibt es ja einige sehr umfangreiche Onlineshops, Sie selbst spezialisieren sich auf eine – zumindest produktmäßig – sehr enge Nische. Wie wollen Sie aus genügend Männern Kleiderhelden machen?

Zunächst sei noch kurz erwähnt, dass der Onlinehandel für uns einfach naheliegend war. Onlineshopping ist zeitgemäß und beliebt, weil es für den Kunden transparent und einfach ist und bei uns selbstverständlich auch sicher und mit umfangreichem „rundum-sorglos“-Service.

Die Produkte der Kleiderhelden

Unser Start mit nur einem Produkt hat sich als tragfähig erwiesen. Viele Männer sind, zumindest was Unterhosen betrifft, eher einfach gestrickt. Haben wir erstmal eine Unterhose gefunden, die uns gefällt, perfekt passt und sich auch sonst gut anfühlt, dann kann Mann das Thema sozusagen abhaken.

Ab einem gewissen Umfang würde eine größere Auswahl dann schon fast wieder anstrengend werden. Wir stellen auch sicher, dass es die BeatBux dauerhaft in genau dieser Form gibt. Wer sie einmal für gut befunden hat, weiß also, wo er sie immer wieder finden kann.

Die enge Nische ermöglicht uns zudem auch eine sehr spitze Positionierung unseres Labels. Im Moment dreht sich erstmal alles um Unterhosen – oder Buxen, wie wir sagen – sowie um bio & fair. Das ist einfach und klar. Demnächst folgt dann eine behutsame Erweiterung: Im Mai gibt’s eine neue Heldenfarbe. Außerdem bekommt die BeatBux Verstärkung…

Können Sie absehen, wie viele weibliche Kunden Ihr Portal hat? Gerüchten zufolge kauf nicht jeder Mann seine Unterwäsche auch tatsächlich selbst..

Das stimmt! In der Tat kaufen auch gerne mal Frauen Unterwäsche für ihre Helden als Geschenk. Umgekehrt auch, nur dann nennen wir das natürlich Dessous. Aber in der Tat gibt es statistische Hinweise darauf, dass insbesondere in gefestigten Beziehungen häufig die Unterwäsche für den Mann mehr oder weniger grundsätzlich von der Frau gekauft wird.

In unserem Fall sind ein gutes Drittel unserer Kunden weiblich. In unserem Onlineshop bieten wir Männern und Frauen die Möglichkeit, zwischen einer „männlichen“ und „weiblichen“ Shopansicht zu wählen. Die Auswahl erfolgt mittels Klick auf die entsprechenden Symbole, die wir auch schon mal liebevoll „Klotüren“ nennen. Darauf haben wir sehr positives Feedback erhalten.

Ein hochwertiges Produkt, das jedoch auch seinen Preis hat. Wie definieren Sie Ihre Hauptzielgruppe?

Unsere Kunden sind Menschen, die sich bemühen, bewusster zu konsumieren. Es geht ihnen um den Erhalt und Schutz unserer Natur, aber auch um bessere und vor allem gerechtere Lebensbedingungen für alle Menschen. Gleichzeitig legen sie Wert auf Qualität, Funktionalität und Design. Nicht zuletzt achten sie auch auf einen guten Service. Alle diese Werte relativieren den Preis.

Wir selbst sehen uns bei der BeatBux höchstens im mittleren Preisniveau für „ökorrekte“ Unterhosen. Anders als der ein oder andere Discounter in diesem Bereich, bemühen wir uns wirklich darum, unseren Kunden ein Produkt mit einem ganzheitlich gutem Gewissen als Zusatznutzen anzubieten. Gleichzeitig sind wir eher bodenständig und verlangen für unser heldenhaftes Label keinen Luxusaufschlag.

Hinter den Kleiderhelden steckt ein sehr kompetentes Team. Wie haben Sie sich gefunden, und welche Erfahrungen konnten Sie aus der Gründung im Team heraus sammeln?

Wir haben zusammen Sportmanagement studiert und auch eine Weile für den gleichen Sportartikelhersteller gearbeitet. Bereits zum Ende des Studiums hatten wir erstmals überlegt, ein gemeinsames Unternehmen zu gründen. Über die Jahre ist diese Idee nie ganz fallen gelassen worden. Aber erst jetzt, vor fast genau einem Jahr, haben wir Nägel mit Köpfen gemacht.

Neben unserem gemeinsamen kaufmännischem Hintergrund liegt unsere Stärke vor allem darin, dass wir sehr unterschiedlich ticken. Das war uns vorab bewusst, dennoch führte es bei aller Freundschaft im Gründungsprozess natürlich auch zu zahlreichen, manchmal sehr zähen und anstrengenden Diskussionen.

In der Sache waren und sind wir uns aber immer einig, darum konnten wir letztenendes sehr von unserer Unterschiedlichkeit profitieren. Gemeinsames Fazit: Zusammen bin ich stärker!

Wie schafft man es, einen Nischen-Onlineshop in kurzer Zeit möglichst bekannt werden zu lassen, wie wollen die Kleiderhelden hierbei vorgehen?

Wir sind noch mittendrin beim Aufbau der Bekanntheit… und dankbar für jeden guten Ratschlag! Anfangs haben wir uns sehr stark auf die Bereiche Suchmaschinenoptimierung und soziale Netzwerke konzentriert. Viel lohnender ist aber die noch vergleichsweise geringe Reichweite persönlicher Weiterempfehlungen unserer Kunden.

Inzwischen bemühen wir uns auch mehr und mehr um gute PR-Arbeit. Wir stellen fest, dass gerade jetzt am Anfang die Aktivität als solche im Vordergrund stehen muss – frei nach dem Motto: „Viel hilft viel!“ Allmählich merken wir, wie sich die vielen verschiedenen Maßnahmen verzahnen und unsere Bekanntheit Fahrt aufnimmt.

Sehr spannend finden wir auch die gerade begonnene Zusammenarbeit mit der Hochschule der Medien Stuttgart im Rahmen eines studentischen Kommunikationsprojektes.

Kommentar hinterlassen on "Die Kleiderhelden – mit dem Nischenshop zum Erfolg"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.