Die neue App xycall: Das R-Gespräch für Smartphones

xycall ist eine neue App für Android und demnächst auch das iPhone, welche seine Macher als „die moderne Variante des R-Gesprächs“ bezeichnen.

Hinter der Anwendung steckt ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Forschung, Informatik, Design und Wirtschaft, beheimatet in Berlin.

MeinStartup.com im Gespräch mit Matthias Wolff von der xymatic GmbH:

Herr Wolff, was sind die konkreten Vorteile von xycall, und wer gehört zu Ihrer Zielgruppe?

Zunächst muss man sich vergegenwärtigen welches die Probleme eines herkömmlichen R-Gesprächs sind. Abgesehen von vielen anderen Nachteilen des R-Gesprächs gibt es einen sehr wichtigen Punkt in dem sich xycall von der klassischen Variante unterscheidet: Es ermöglicht R-Gespräche im Mobilfunknetz. Dies ist beim normalen R-Gespräch nicht der Fall.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass sich R-Gespräche bisher im Mobilfunk nicht durchgesetzt haben, denn am Markt herrscht Tarifchaos: Providerflatrates, Allnet-Flatrates, Prepaid-Tarife, Freiminuten, etc. sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Produktpalette die heutzutage im Mobilfunk verbreitet ist. Und dies zusätzlich noch von unterschiedlichsten Providern.

Doch diese Situation schafft auch ein großes Geldsparpotenzial, was xycall versucht zugänglich zu machen. Dies funktioniert über intelligentes Umverteilen der Kosten bei ungleich verteilten Telefonverträgen im Freundeskreis des Nutzers. Bei xycall kontrolliert jeder Nutzer selbst für wen er in seinem Kontaktbuch die Kosten beim Telefonieren übernehmen möchte; bevorzugt dabei natürlich diejenigen Personen die er auch umsonst anrufen kann.
Da die Provider der anderen Teilnehmer direkt in der App angezeigt werden, fällt diese Entscheidung leicht.


Andererseits sieht man natürlich auch wer die Kosten für einen übernehmen möchte und kann diese Kontakte ohne Umwege xycallen. Auf der angerufenen Seite verhält sich der xycall wie ein echter Anruf: Es klingelt und es wird angezeigt wer zurückgerufen werden möchte. Der Rückruf ist dann nur noch einen Tap entfernt. Das macht es auch komfortabler als andere Techniken zum Vermitteln der Anrufintention, wie das ‚Anklingeln‘ oder das Versenden einer SMS.

Es bleibt noch anzumerken, dass xycall sich auch als ein kostenloser Providerfinder verwenden lässt. Im Prinzip können fast alle Smartphonenutzer von xycall profitieren. Grob lassen sich hierbei zwei Nutzungsprofile unterscheiden. Einerseits Nutzer mit zum Beispiel Prepaidtelefontarifen, die Geld sparen möchten. Anderseits solche mit Flatratetarifen, die ihre Verträge besser ausnutzen wollen bzw. ihren Bekannten etwas Gutes tun wollen.

Ihre erste App, das Augmented-Reality Spiel reflow, kam bei der Fachpresse sehr gut an. Wieso folgt nun ein thematisch völlig unterschiedliches Tool?

Wir sind ein ideen- und technologiegetriebenes Unternehmen. Jedes Projekt hat seine eigenen Herausforderungen. So entstehen Synergieeffekte zwischen unter Umständen vollkommen unterschiedlichen Projekten.

Wir wollen uns dabei nicht auf eine Sparte beschränken und sehen es eher als Herausforderung unterschiedlichste interessante, neuartige und vielversprechende Projekte umzusetzen. Und dies in einer Weise, sodass sie nicht nur als Konzept überzeugen, sondern auch wirklich in der Praxis funktionieren.

Haben Sie dabei keine Bedenken, was das Marketing an die doch sehr verschiedenen Nutzergruppen anbelangt?

Natürlich ist dies in der Anfangsphase schwierig, da die meisten Medien auf eine harte Kategorisierung von Zielgruppen ausgelegt sind. Dadurch erscheint die Schnittmenge der Nutzergruppen relativ klein.

Aber mit reflow konnten wir zeigen, dass wir nicht unbedingt eine klassische Gaming-Zielgruppe bedienen, sondern das Spielen an möglichst viele verschiedene Gruppen herantragen können. Es ist auch keineswegs ausgeschlossen, dass zum Einen Gamer an Apps wie xycall interessiert sind und Andererseits Nutzer von Tools nicht an Spielen.

In der Zukunft sehen wir großes Potenzial die gefühlte Barriere zwischen diesen Nutzergruppen aufzuheben. Dies ist unter Anderem das Ziel des Synermous-Projektes.

Was bedeutet für Sie eine größere Herausforderung in der Produktentwicklung, ein Spiel oder eine Tool-Applikation, und warum?

Die Kontaktliste von xycall

Beide Sparten bieten unterschiedliche Arten von Herausforderungen. Der Entwicklungsprozess in Spieleprojekten birgt größere kreative Herausforderungen und es treten häufiger Unvorhersehbarkeiten auf.

Dies wird jedoch mit mehr Freiheiten bei der Problemlösung kompensiert. Somit lassen sich Probleme manchmal leichter umgehen. Rein technisch sind Spieleprojekte wie reflow und gerade auch Synermous meist komplexer, da z.B. viele Bereiche der Softwareentwicklung vereint werden müssen. Als Beispiel ist performante Realtimegrafik für sich genommen schon ein komplexes Feld. Ein Spiel besteht in der Regel natürlich noch aus mehr Subsystemen (Sound, AI, Content, Logik, …) die alle entwickelt und integriert werden müssen.

Aber auch Tools sind nicht zu unterschätzen. Hier geht es vor allem darum einen reibungslosen Ablauf der Prozesse zu gewährleisten und den Workflow zu optimieren. Stabilität und User-Experience stehen hier im Vordergrund. Gerade bei Applikationen wie xycall die mit Netzwerkkommunikation und eigenen Server-Backend-Strukturen arbeiten kann diese Aufgabe auch technisch sehr herausfordernd sein.

Welches Team steckt hinter der xymatic GmbH, und wie wollen Sie weiter wachsen?

Bei den Gründern von xymatic handelt es sich um Personen aus unterschiedlichen Bereichen, die zusammen die Vision hatten mehr aus ihren z.T. verrückten Ideen zu machen.

Für die nähere Zukunft haben wir weitere interessante Projekte in Planung, die unter anderem im Feld der modernen Webtechnologien anzusiedeln sind. Wir sind auch stets dabei unsere eigenen Technologien und Frameworks weiter zu entwickeln. So versuchen wir in neue Marktsegmente vorzustoßen und uns eine gute Basis für weiteres Wachstum zu schaffen.

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