Die thisPLS App: Im Restaurant nie wieder auf die Bedienung warten

Im Restaurant mit der neuen App thisPLS direkt über das Handy die eigene Bestellung aufgeben, das klingt zunächst etwas seltsam, ist aber durchaus sehr praktisch.

Tobias Thiele – Mitgründer der dahinter steckenden Webagentur webArtig – über das neuste Produkt aus der Düsseldorfer Softwareschmiede:

An wen richtet sich Ihr Angebot thisPLS auf Endkunden- aber auch B2B-Seite?

Unser Angebot soll Gastronomiebetreiber und ihre Kunden auf eine völlig neue Art und Weise mit einander verbinden. Ziel ist es natürlich die Zufriedenheit der Gäste zu erhöhen. Das angesprochene Feature, mit dem eigenen Smartphone in einem Restaurant bestellen und/oder bezahlen zu können, zielt genau darauf ab.

Wer kennt die Situation nicht: man sitzt in einem Restaurant, hat es vielleicht eilig und möchte noch schnell etwas bestellen oder nur noch eben bezahlen. Leider kommt aber kein Service – warum auch immer. Bevor nun der Restaurantbesuch durch diese unnötigen Wartezeiten ein unangenehmen Beigeschmack bekommt, kann der Gastronom seine Gäste mit thisPLS nun einfach selber bestellen und bezahlen lassen. Das bedeutet: verkürzte Wartezeiten selbst bei personellen Engpässen, entspannte Servicekräfte, angenehme Atmosphäre, etc. – beste Rahmenbedingungen für einen gelungenen Aufenthalt. Das freut die Gäste und somit auch den Gastronomen!

Wie reagieren Gastronomen, wenn Sie diesen Ihre Geschäftsidee vorstellen?

Zugegeben, anfangs sieht man oft fragende Gesichter. Sobald jedoch das System und die damit verbundenen Möglichkeiten näher erklärt und potentielle Fragen beantwortet wurden, ist die Resonanz vor allem auf die Möglichkeit des Echtzeit-Marketings, durchweg positiv.

Womit will sich thisPLS refinanzieren?

thisPLS („this please“) finanziert sich über die an das System angeschlossenen Gastronomiebetriebe. Diese haben die Wahl zwischen drei verschiedenen Softwarepaketen mit unterschiedlichen Features und einigen Erweiterungsmodulen. Die vom Gastronomen getroffene Auswahl wird dann über einen monatlichen Festpreis bezahlt.

Wir haben das System absichtlich modular aufgebaut, damit auch kleine Gastrobetriebe thisPLS ohne Risiko nutzen und ihren Kunden so ein neues Gastronomieerlebnis bieten können.

Ihre Anwendung kann noch weit mehr, als einfach „nur“ Bestellungen weiterzureichen. Erzählen Sie unseren Lesern ein wenig darüber?

Die Gründer Martin Stoklosa, Julian Neumann und Tobias Thiele

Als wir anfingen das System zu programmieren, war uns sofort klar, dass wir mehr anbieten wollen als nur eine Bestell-App. Auch die Ideenfindung ging recht schnell, da wir einfach darüber nachdachten, was uns und unseren Freunden das Leben erleichtern könnte.

Der erste Punkt den wir mit anbieten wollten, war die Bezahlung, da mobile payment einfach eine tolle Alternative ist. Natürlich ist es jedem Gastronom selber überlassen, ob er unsere Bezahlfunktion anbieten möchte, aber wir hoffen, dass möglichst viele mitmachen und das Portemonnaie somit in Zukunft zu Hause bleiben kann.

Ebenfalls erleichtert wird die ist die Suche nach einem Mittagstisch. Wir bieten in unserer Umgebungssuche die Möglichkeit, Speisekarten zu durchstöbern. Das ist einfach ein perfektes Tool, um schnell einen Überblick über das Angebot in der Nähe zu bekommen. So muss man nicht erst zu jedem Laden rennen und auf die Kreidetafel schauen, sondern kann sich direkt ein Überblick verschaffen. Das spart Zeit und macht die Mittagspausen besser planbar.

Die integrierte Angebotsfunktion ist ein weiteres tolles Feature. Als Gast findet man mit wenigen Klicks interessante Angebote in der Nähe und kann so tolle Schnäppchen machen. So braucht man kein Gutscheinbuch oder anderes Couponheft mehr kaufen. Mit der kostenlosen App hat man alles immer dabei. In der App finden die User noch viele weitere Features. Zudem haben wir noch jede Menge Ideen in der Schublade liegen. In der nächsten Zeit wird somit noch einiges hinzukommen. Die User sind natürlich auch immer herzlich eingeladen ihre Wünsche zu äußern.

Mit welchen Marketingmaßnahmen wollen Sie die notwendige kritische Masse an Nutzern aber auch teilnehmenden Unternehmen gewinnen?

Wir promoten unser System primär über die angeschlossenen Betriebe und über verschiedene Soziale Netzwerke. Zudem haben wir auch ein paar kleine Kampagnen entwickelt, über die wir momentan eigentlich noch nicht all zu viel verraten wollen. So viel sei gesagt, unsere Follower auf Facebook oder direkt bei thisPLS registrierte User können sich auf tolle Aktionen und spezielle Benefits freuen.

Gibt es eine Referenzregion, oder wo wird thisPLS zunächst an den Start gehen?

Wir konzentrieren uns momentan auf die Region rund um Düsseldorf. Es erreichen uns jedoch Anfragen aus ganz Deutschland, sodass wir fest davon ausgehen, das System in Kürze in ganz Deutschland anbieten zu können. Es kann aber durchaus ein wenig dauern, bis wir überall mit Restaurants vertreten sind. Wir bitten die User somit um ein wenig Verständnis.

Wer hat sich die Idee hinter thisPLS ausgedacht?

Die Idee habe ich gemeinsam mit meinen beiden Partnern Julian Neumann und Martin Stoklosa entwickelt. Hintergrund waren primär die eigenen Erfahrungen, hinzu kamen Anfragen von Gastro-Kunden unserer Software- und Marketingagentur. So konnten wir unsere Wünsche, also die von der Kundenseite, mit denen der Gastronomen vereinen, sodass für alle eine Win-Win Situation entsteht.

11 Kommentare zu "Die thisPLS App: Im Restaurant nie wieder auf die Bedienung warten"

  1. Ein „Mittagspausen“ Restaurant das durch mangelhafte Bedienung / Abkassieren glaenzt, wird durch ein „thisPLS“ auch nicht besser im Kundenservice….im Gegenteil. Der Wurm steckt hier tief in der Nichtbereitschaft den Gast zu hegen und pflegen. Der Gastronom der sich dem „thisPLS“ anschliesst wird vom Gast moeglicherweise noch erwarten, das er sich das Essen auch noch selbst abholt, die Teller anschliessend in die Kueche bringt und auch noch abwaescht. Man sollte noch ueber die App Zusaetze wie „getPLS“ „bringbackPLS“ „payPLS“ und „washupPLS“ nachdenken, nach dem Motto ‚ich hab bzw. brauch da mal ein richtiges Problem‘. Liebe rast- und zeitlose Gruender, wacht auf, werdet real und erfreut Euch am Duft von Rosen.

    • Hallo Herr Kramer, warum so negativ? Viele Kunden wollen heute keine „Gastronomie“ im eigentlichen Sinn, sondern möglichst günstig essen. Sonst hätten die Burgerketten keine so große Resonanz.

      Dann darf ein Bistro oder auch eine Disco o.ä. doch auch ein thisPLS einsetzen? Man darf nicht immer nur von hochpreisigen Produktwelten und entsprechender Klientel ausgehen..

      • Was mir noch einfällt, nach Ihrer Argumentation dürfte es auch kein Facebook geben, ein Unternehmen das derzeit mit über 60 Milliarden Dollar bewertet wird (ob man das nun gut finden mag oder nicht) :-)

        • Lieber Herr Firnkes, es ehrt Sie das Sie sich fuer das Projekt thisPLS einsetzen und das ist auch gut so. Ich sehe keinen Zusammenhang in meinem Kommentar zu Facebook und thisPLS. Facebook entspricht dem heutigen Zeitgeist und hat meine Unterstuetzung, mit allen pros und cons, thisPLS ist von FB Lichtjahre entfernt.

          Mein Kommentar bezog sich auf die Ueberschrift „Im Restaurant nie wieder auf die Bedienung warten“ und dem angeblichen Vorteil einer App die die Bestellung und das Bezahlen vereinfachen soll. Burgerketten werden diese App nicht verwenden da direkt bestellt und bezahlt wird. Restaurants (ganz gleich welcher Art !) die mich als Gast ignorieren bzw. warten lassen werden von mir nicht wieder aufgesucht…so einfach ist meine Weltsicht.

          Bezahlen am Tisch per Smartphone ist sicherlich ein Vorteil…und jetzt werden Sie lachen: bestellt habe ich im Restaurant in Nordamerika auch schon mal vor per Mobile, meine Aktion aus Verzweiflung kam allerdings nicht so gut an bei der Bedienung. Lange Rede kurzer Sinn: thisPLS als Bestellmoeglichkeit im Restaurant halte ich als Gast fuer einen Hobby Gimmick.

          MfG, Klaus Kramer

          • Michael Jacoby | 27. Juli 2012 um 09:18 |

            Sehr geehrter Herr Kramer, ich verstehe das „Tool“ etwas anders. Es findet die klassische Bedienung ja noch statt, der Gast hat nur die Möglichkeit den Ablauf an seine Bedürfnisse anzupassen, z.B. durch die Bitte die Rechnung zu bringen etc.
            Andere Situation: ich entscheide mich nach dem Essen noch spontan einen Nachtisch zu bestellen. Nun muss ich mir nicht erst wieder die Karte bringen lassen und suche mir meinen Nachtisch bequem auf dem Smartphone aus…für mich ein klarer Pluspunkt.

  2. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses System bei den jüngeren Generationen ganz gut ankommt. Die Teenies starren doch eh jede freie Minute auf ihr Handy, warum nicht auch das Essen darüber bestellen. Die finden das bestimmt cool. Und man kann aufs Trinkgeld verzichten. Das wird dann in die Handygebühren investiert))
    Für ältere Leute, die gleich beleidigt sind, wenn sie nicht sofort bedient werden und das Essen zurückgehen lassen, wenn nicht alle, die am Tisch sitzen gleichzeitig beliefert werden, ist das natürlich Nix.

  3. Also hoert sich doch alles erstmal ganz gut an… Bei uns im laden ist auch besonders im Sommer richtig viel los, die Gäste, die ihr iPhone gerne zeigen und die jüngere Generation wird das sicher wahrnehmen. Ich kann mir gut vorstellen, dass da ziemlich viel Arbeit abgenommen wird durch diese app.

    Wäre interessant zu wissen, wie das dann in der Realität aussieht, aber das erleichtert sicher den ein oder anderen Vorgang…
    Ausprobieren kann man es als gast auf jeden fall mal finde ich.

  4. Das hätte ich gestern gut gebrauchen können. Wir mussten über eine Stunde auf die Bedienung warten.

  5. @Jacques…danke fuer die Steilvorlage; Der erwaehnte Food Joint muss ja wohl richtig brummen, in dem man die Gaeste ueber eine Stunde warten laesst. Glaubt man tatsaechlich im Ernst das mit Hilfe eines App bzw. iPad die Lieferung des Essens in so einem Laden dann schneller wird….wohl kaum, denn wenn die Gaeste diesen Gimmick Service ueber sich ergehen lassen, warum sollte man sie mit mehr Schnelligkeit verwoehnen.

  6. Ihre Fehler kommentiere ich mal nicht -Sie scheinen mir unbelehrbar.
    Ich muss Jacques zustimmen, auch ich hätte mir gestern eine flottere Bedienung gewünscht – man kann aber nunmal nicht immer alles haben. Ich weiß ja nicht, wo Sie essen gehen und es freut mich natürlich, wenn für Sie der rote Teppich ausgerollt wird.

    Es gibt aber gewisse „Stoßzeiten“ ( soll auch in den besten Restaurants vorkommen), zu denen ein Großteil der Restaurantbesucher essen geht.
    Wenn dann regelrecht Trubel im Restaurant herrscht und die Bedienung selbst schon bedient ist, dann ist doch solch eine App eine Rettung und Highlight zugleich.

    Natürlich geschicht die „Lieferung“ , wie Sie es salopp nennen, dann schneller, denn der Bestellvorgang an sich wird verkürzt bzw. findet nicht mehr zwingend unmittelbar über Servicekräfte statt. Alle sind entlastet und wenn sogar die Bezahlung dann mobil erfolgen kann, finde ich das eine gelungene Gastro-Revolution!

    Ich hoffe, dass die App auch in unserer Restaurants überschwappt. Aber Düsseldorf ist für so etwas sicherlich einTop-Ausgangspunkt.

  7. Ich verstehe nicht, wieso hier nur auf wenige spezifische punkte gehackt wird, ohne die möglichkeiten zu betrachten, die so ein system mit sich bringen kann. Tischreservierungen, rabattaktionen ohne druck von papier, kassenbons werden unnötig, flexible speisekarten, vorbestellungen von Speisen die schon fertig sind wenn man das restaurant betritt, bargeld und persoballose zahlung, um nur einige zu nennen. Ich finde die idee großartig und wünsche den 3 junfunternehmen viel erfolg mit diesem projekt.

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