Digital Advertising, oder Happy Birthday Online-Werbung

Google AdWords mit Suchhelden

Am  27. Oktober 1994 ging die erste Display-Anzeige online. Nur sechs Jahre später wurde Google Adwords mit 350 Werbetreibenden gelauncht. Und die Werbungschaltungen, als auch das Verhalten der User entwickeln sich stetig weiter.

Die komplette Geschichte des digitalen Advertising kannst Du bei Internet World nachverfolgen.

Sieht man sich aktuelle Zahlen der Deutschen zum Nutzungsverhalten im Internet an, so zeigen diese, dass in 2016 erstmals mehr User mobil online gehen. Bereits zwei Drittel der Bevölkerung und nahezu jeder 14- bis 29-Jährige wählt sich direkt mit dem Smartphone oder Tablet ins Netz ein.

Das sich wandelnde Nutzerverhalten ist sicherlich auch ein triftiger Grund, warum die größte Suchmaschine der Welt in diesem Jahr seine Suchanzeigen geupdatet hat.

Hierfür ließ Google bereits Anfang des Jahres in einem ersten Schritt die Google Adwords-Anzeigen in der Desktopansicht auf der rechten Seite vollständig verschwinden.

In einem weiteren Step wurde dann die Ansicht auf die gängigsten Smartphone-Größen hin optimiert. Das Ergebnis sind 50 Prozent größere Textanzeigen als bisher und ein einheitliches Erscheinungsbild der Anzeigen auf allen Ausgabegeräten.

Es werden künftig bis zu vier Anzeigen über den organischen Suchergebnissen geschaltet.

Zusammen mit den Anzeigen am unteren Rand der Seite werden nun also insgesamt nur noch maximal sieben werbliche Anzeigen gleichzeitig angezeigt.

Wie das Adwords-Update das Klickverhalten verändert

Doch was bedeutet das für Unternehmen, die auf Google werben wollen?

Experten gehen davon aus, dass die Klickkosten für Anzeigen weiter ansteigen werden.

Denn mit der Umstrukturierung von Google Adwords werden selbst für höchst transaktionsorientierte Suchanfragen nur noch maximal sieben Werbeeinblendungen ausgespielt.

Durch das Update rücken mehr Anzeigen direkt in den Lesefluss, die so prominenter platziert und gleichzeitig noch mit Anzeigenerweiterungen versehen werden können. Das lässt den Wettbewerb um die begehrten Anzeigenplätze sicherlich noch intensiver werden.

Durch den Wegfall der Positionen 8-10 gehen zwar Klicks verloren – der Anstieg der Klickraten auf den übrigen Werbeplätzen scheint diesen Verlust nach bisherigen Erkenntnissen jedoch zu übertreffen.

Doch auch organische Suchergebnisse sind von dem Update betroffen. So rutschen diese automatisch weiter nach unten und verschwinden erstmal aus dem direkten Sichtfeld, wenn eine zusätzliche Anzeige oberhalb der Ergebnisse geschaltet wird.

Für Werbetreibende, welche auf eine gute organische Platzierung setzen, bedeutet das Google Update also, dass sie sich in der Suchmaschinenoptimierung verstärkt engagieren müssen.

Werbe-Tracking: Google nutzt jetzt auch personenbezogene Daten

Und auch das Folgende stellt eine tiefgreifende Veränderung dar.

Denn bei Google galt bislang stets der Grundsatz, dass Werbe-Tracking und personenbezogene Nutzerdaten strikt getrennt werden. Dies ist allerdings seit der letzten Änderung der Nutzungsbedingungen passé. Persönlich identifizierbares Tracking im Web für Werbung wird jetzt möglich.

Da diese Änderung nicht an die große Glocke gehängt wurde, dürften es viele User noch gar nicht bemerkt haben.

Mit dem damit eingeleiteten Ende des anonymen Trackings eröffnen sich Möglichkeiten, Werbung über DoubleClick an solche User anzupassen, welche persönliche Daten an Google übermittelt haben.

So will man die Werbeanzeigen noch besser auf Zielgruppen zuschneiden können. Denn schließlich ist das Werbegeschäft ein wichtiger Pfeiler und wenn Werbeschaltungen besonders gut performen, spült das auch wiederum mehr Geld in die Unternehmenskassen.

Dafür verwendet Google jetzt offenbar sämtliche Informationen, die der Kunde von sich preisgibt. Nach eigenen Angaben reagiere man damit auf die „Smartphone Revolution“. Die Funktion ist immerhin optional und kann in den Aktivitätseinstellungen von Google überprüft und gegebenenfalls deaktiviert werden.

Unter „Web- & App-Aktivitäten“ findet sich der entsprechende Punkt „Chrome-Browserverlauf und Daten Ihrer Nutzung von Websites und Apps erfassen, die Google Dienste verwenden“. Ist hier kein Häkchen gesetzt, ist die Verbindung von personenbezogenen Daten und dem Werbe-Tracking deaktiviert.

Was kostet digitale Werbung für Unternehmen?

Abgerechnet wird bei solchen AdWords Anzeigen nicht pauschal für einen bestimmten Monat, sondern pro Besucher, der den Weg auf eine Webseite über eine AdWords Anzeige findet.

Dabei geben die Firmen im Vorfeld an , wie viel sie für einen einzelnen Klick bezahlen wollen. Google berechnet dann so lange jeden Klick auf die AdWords Anzeige, bis das monatliche Maximalbudget eines Unternehmens aufgebraucht ist.

Die Häufigkeit und Platzierung der Anzeige hängt von der Höhe des pro Klick bezahlten Betrages ab. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Suchanfragen.

Grundsätzlich gilt, je höher der Wettbewerb um eine Suchanfrage ist, desto mehr muss pro Klick investiert werden.

Wie erscheinen Google-Anzeigen bei den passenden Suchanfragen?

Bei welcher Suchanfrage eine AdWords Anzeige letztendlich ausgespielt wird, hängt von den Keywords ab, auf die sie im Vorfeld angepasst wurde. So wird festgelegt, dass eine Internetseite über AdWords hervorgehoben wird, wenn der Nutzer nach einem bestimmten Wort oder einer Wortgruppe sucht.

Dabei musst Du dir als Seitenbetreiber im Vorfeld genaue Vorstellungen davon machen über welche Keywords du potentiellen Besucher erreichen willst. Denn nur wenn eine AdWords Anzeige wirklich die Zielgruppe einer Internetseite erreicht, kann sie erfolgreich sein.

Dabei kann es nützlich sein, sich AdWords Tipps von SEO-Spezialisten, wie bspw. den Suchhelden einzuholen.

Fazit: Was ist eigentlich mit SEO?

Gerade wenn eine Kaufabsicht hinter einer Suchanfrage steckt, liefern Homepages mit AdWords Kampagnen hilfreiche Ergebnisse. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass es sich bei AdWords Anzeigen um bezahlte Werbung handelt, weshalb die Seiten nahezu ausschließlich kommerzielle Absichten verfolgen.

Jedoch kann nicht gesagt werden, dass Internetseite die AdWords nutzen, schlechter sind als Seiten, welche über die normale Suche von Google gefunden werden.

Doch durch den vierten Anzeigenplatz befinden sich insgesamt weniger organische Suchergebnisse im sichtbaren Bereich. Unter Umständen fallen die Positionen 2-4 nun aus dem direkten Sichtfeld, was einen Rückgang des organischen Traffics mit sich bringt.

Und hier kommt wieder eine professionelle SEO-Agentur ins Spiel.

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