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Embella mit patentierter Lösung für Entsorgung von Damenhygieneprodukten gestartet

Embella Damenhygiene

Die unauffällige Entsorgung von Tampons ist für das weibliche Geschlecht mitunter eine Herausforderung. Mit einem praktischen Entsorgungsbeutel bietet Embella jetzt eine Lösung, welche bereits in zwei Drogeriemarktketten gelistet ist. Doch es gibt noch mehr Anwendungsideen. Deshalb soll das Embella-Portfolio kontinuierlich erweitert werden, wie Geschäftsführer Dr. Jan-Niklas Keltsch im Interview erzählt.

Wie lässt sich die Geschäftsidee in 3 Sätzen auf den Punkt bringen?

Die Embella GmbH bietet eine innovative sowie patentierte Lösung zur diskreten und sicheren Entsorgung von Tampons.

Der praktische Entsorgungsbeutel ist geruchs- und blickdicht und sorgt auf Reisen, im Job, beim Ausgehen oder zu Hause für sicheres und dezentes Entsorgen von Tampons.

Wann und wo wurde das Unternehmen gegründet?

2013 in Hamburg

Wie genau entstand die Geschäftsidee zu Embella?

Als Dr. Jan-Niklas Keltsch, Geschäftsführer der Embella GmbH, seine Doktorarbeit schrieb, verbrachte er viel Zeit in der Wohngemeinschaft seiner jetzigen Frau. Sie lebte in einer reinen Frauen-WG.

Da kam gelegentlich auch das Thema „Müllentsorgung in der WG“ auf. Ein Kommentar ließ ihn in diesem Zusammenhang aufhorchen: Scheinbar gibt es keine Standardprozedur, wie ein Tampon zu entsorgen ist.

Lustigerweise war jede der Frauen überzeugt davon, dass ihre „Methode“ die richtige ist, obgleich keine ihre Entsorgungslösung ideal fand. Für ein so alltägliches Problem – pro Jahr werden rund 1.500.000.000 Tampons allein in Deutschland benutzt – musste eine adäquate Lösung her.

So wurde die Idee geboren, eine Entsorgungsmöglichkeit für Tampons zu entwickeln, die geruchs- und blickdicht sowie einfach zu bedienen ist. Später haben Forschungsstudien die Marktlücke bestätigt und die Geschäftsidee untermauert.

Warum sollen Kunden unbedingt kaufen – was ist der USP?

Bislang ist kein weiteres Produkt zur diskreten und hygienischen Beseitigung von Tampons am Markt erhältlich.

Derzeitige Provisorien wie Altpapiertüten sind zur sauberen und unauffälligen Entsorgung nicht geeignet. Der Embella Beutel ist aus Polyethylen (PE) und damit geruchs- und blickdicht.

Die Handhabung ist mithilfe des Laschenprinzips einhändig möglich, gleichzeitig ist ein sicheres Verschließen des Beutels gewährleistet.

Welche Zielgruppe soll mit dem Produkt angesprochen werden?

Alle Frauen, die Tampons benutzen, gehören zur Zielgruppe. Ob das Produkt verwendet wird entscheidet jede Konsumentin für sich. Diese Entscheidung hängt von vielen Dingen ab wie z.B. das individuelle Hygienebedürfnis, ob die Konsumentin viel unterwegs ist, vielleicht Kinder hat etc.

Welche Quellen wurden für das Startkapital bis dato angezapft?

• Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

• Innovationsstarterfonds aus Hamburg

Was sind die wichtigsten Meilensteile bzw. Erfolge seit dem Start?

Die Listung von Embella im Sortiment zweier Drogeriemarktketten. DM ist der umsatzstärkste Drogeriemarkt Deutschlands.

Als Hamburger ist es natürlich eine Frage der Ehre bei Budnikowski gelistet zu sein.(Budnikowski, in Hamburg liebevoll einfach „Budni“ genannt, ist eine lokale Drogeriemarktkette, die in Hamburg die Nr. 1 ist).

Welche langfristige Vision verfolgt Embella und wo soll das Unternehmen in einem Jahr stehen?

Embella wird DIE Marke für Diskretion und Hygiene. Denn die Gründer haben noch viele weitere Anwendungsfelder im Hygienebereich identifizieren können und arbeiten an der Entwicklung neuer Produkte, so dass der Konsumentin bald ein ganzes Portfolio an Embella Produkten geboten werden kann.

Neben dem Konsumgütermarkt gibt es aber noch viele weitere spannende Anwendungsgebiete für das Embella Prinzip – der besondere Kundennutzen ist auch dabei stets die einhändige Bedienbarkeit. Dazu wird man in naher Zukunft sicherlich noch hören.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktionen haben bis dato für den größten Schub gesorgt?

Zurzeit verkauft sich Embella nur aus dem Regal heraus. Selbst ohne jede Werbung sind die Absätze sehr zufriedenstellend, was unterstreicht, wie hoch der Bedarf an einer Lösung ist. In sehr naher Zukunft werden Maßnahmen erfolgen, damit noch mehr Frauen von Embella erfahren.

Welche Empfehlung gilt es jungen Unternehmern unbedingt mit auf den Weg geben?

Man braucht meiner Meinung nach vor allem einen starken Durchhaltewillen und muss an das glauben, was man tut.

Ich habe noch die Abschiedsworte meines ehemaligen Chefs im Ohr, als ich den Konzern verließ: „Um Erfolg zu erreichen, werden Sie sich bald entscheiden müssen, was Ihnen wichtiger ist: Ihre Visitenkarte oder das, was Sie bewirken wollen.“ – und einem Gründer sollte seine Visitenkarte nichts Wert sein.

Grundsätzlich sollte man eher Generalist sein, sich schnell in Themen einarbeiten können, eine Portion Kreativität und Mut mitbringen, idealerweise aber auch ein gutes kaufmännisches Verständnis haben.

Denn man muss unbeirrt seinen Weg gehen, gerade am Anfang, wenn man noch keine Erfolge nachweisen kann und kritisch beäugt wird. In Deutschland gelten Erfinder, Tüftler und junge Gründer oft als naiv, Nerds oder sogar Spinner. Das sollte einem egal sein.

Da war es im Uni-Umfeld in Cambridge schon viel einfacher, denn da galten Erfinder und Gründer als spannende und nicht als verschrobene Menschen.

Es ist schön zu sehen, dass sich so eine Szene auch in Berlin bildet. Ich denke, dass Gründer dort bereits ein positiveres Standing haben als z.B. in Hamburg, wo es angesehener ist, Prokurist in einem Schifffahrtsunternehmen oder Partner in einer Anwaltskanzlei zu sein. Aber was soll’s, ich liebe diese Stadt – auch als Entsorgungsbeutelunternehmer.

Ich rate Gründern, eigenes Wissen immer wieder auf Lücken zu überprüfen und stetig zu erweitern. Wissenslücken sind oftmals einfach zu füllen und damit meine ich nicht nur das Lesen entsprechender Literatur.

Gründer sollten sich vor allem in der frühen Phase auf die Suche nach neuen Informationen machen, um altbekannte „Wahrheiten“ hinterfragen zu können. Dazu ist es wichtig, den Austausch zu suchen, wie z.B. auf Messen, Konferenzen, Netzwerkevents, aber auch online auf Webseiten und Blogs.

Freunde sollten ebenfalls eingebunden werden, insofern sollten Gründen aktiv von ihren aktuellen Herausforderungen erzählen und sich entsprechendes Feedback einholen.

Abschließend ein paar Worte zum Gründer und seinen persönlichen Werdegang?

Dr. Jan-Niklas Keltsch

Dr. Jan-Niklas Keltsch

Dr. Jan-Niklas Keltsch, geboren in Itzehoe und aufgewachsen in Schleswig-Holstein arbeitete nach dem Wirtschaftsingenieursstudium für einen Technologiekonzern im Bereich Strategie und Geschäftsentwicklung.

Die Tätigkeiten waren spannend, aber das Gefühl, als „kleines Rädchen“ nicht viel bewegen zu können, zumal die Branche eher in Dekaden als in Monaten denkt, war Anlass für Veränderung. Über eine kurze Zwischenstation bei Siemens in Mexico City zog es Jan-Niklas Keltsch für ein Masterstudium in Economics (Volkswirtschaft) aus der 20 Millionen-Einwohner-Metropole in die Einsamkeit Schottlands nach St. Andrews.

Da ihn das Interesse für die Entwicklung von Produktinnovationen und Technologie nicht los ließ, entschied er sich für eine Promotion am Engineering Department an der University of Cambridge. Dort forschte er zum Innovationsmanagement von Unternehmen.

Da Jan-Niklas Keltsch die Theorie nicht genug war, setzte er mit Embella selbst eine Produktneuentwicklung und Markteinführung um.

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