ePublishing mit epagee: „Der Markt kommt gerade erst richtig in Schwung“

Online-Kiosk und Community in einem, gleichzeitig Publishing-Plattform für Verlage, Unternehmen und Privatpersonen: Das bietet das StartUp epagee.com aus der Hauptstadt.

Ein spannendes und vor allem zukunftsträchtiges Geschäftskonzept, wie wir in unserem Gespräch mit Gründer und Geschäftsführer Norman Gluske erfahren durften:

Herr Gluske, mit epagee haben Sie einen innovativen Onlinekiosk geschaffen. Da noch nicht alle unsere Leser mit digitalen Produkten der neusten Generation vertraut sind, wie genau funktioniert dieser Kiosk, und welchen Nutzen haben die Anwender hieraus?

Aktuell handelt es sich bei epagee um einen Online-Kiosk für kostenlose Publikationen. Verlage, Herausgeber und Autoren können eigene Dokumente hochladen und kostenfrei veröffentlichen. Mit einer Veröffentlichung stellen Herausgeber ihre Dokumente den Besuchern kostenlos zur Verfügung, die dann online gelesen, je nach Einstellung heruntergeladen oder mit Freunden geteilt werden können.

Mittelfristig wird aus dem Online-Kiosk für kostenlose Publikationen ein Market-Place, auf dem Herausgeber ihre Veröffentlichung auch zum Kauf anbieten können. Aber bis dahin können sich Nutzer an interessanten Features bedienen, beispielsweise lassen sich alle veröffentlichten Publikationen auf anderen Webseiten einbinden und dort direkt lesen.

Auch auf Facebook können die Dokumente gepostet und dann gelesen werden. Für Privatpersonen kann epagee einfach nur als Archiv dienen, denn jeder kann Dokumente hochladen und in individuellen Ordnern im eigenen Benutzerkonto organisieren.

Auch Unternehmen und Verlage können epagee nutzen, etwa zur Verbreitung Ihrer Corporate-Publishing-Produkte. Dennoch ist der Service kostenlos. Wie wollen Sie sich in Zukunft refinanzieren?

In diesem Umfang wird epagee kostenlos bleiben, wir werden in Zukunft sicherlich vereinzelt Werbeanzeigen schalten und damit einen kleinen Teil der aktuellen Kosten decken.

Ein Freemium-Modell ist auch schon in Planung, hier werden einzelne Funktionen bei Bezahlung einer monatlichen Gebühr freigeschaltet, dies wird aber vorrangig Herausgeber betreffen. Es wird sicherlich zwei bis drei unterschiedliche Freemium-Modelle geben, aber auch hier werden sich die Kosten in Grenzen halten.

Dazu kommt später der Verkauf von Publikationen, bei dem wir einen Teil der Erlöse als Provision einbehalten. Diese unterschiedlichen Erlösmodelle halten wir für äußerst fair und transparent.

Viele Verlage sehen die neuen elektronischen Möglichkeiten eher als Konkurrenz denn als Chance. Wie wollen Sie vergleichbare Anbieter von der Nutzung Ihrer Plattform überzeugen?

Das ist aktuell auch unser Problem, denn Verlage geben ihre Inhalte ungern aus der Hand.

Wir wollen auch nicht Exklusivanbieter werden, sondern bieten langfristig Möglichkeiten der Zweitverwertung von Inhalten. Wir haben schon jetzt viele interessante Vermarktungsmodelle für Verlage in unserer Projektliste, die aber erst später testweise umgesetzt werden. Ich denke, durch technische Innovationen und das eigene Netzwerk wird es uns mittelfristig gelingen, Verlage und andere Herausgeber von den Vorteilen unserer Plattform zu überzeugen.

Zusätzlich kommt der Markt gerade erst richtig in Schwung, deshalb wird es in den nächsten Monaten und Jahren viele gute Möglichkeiten geben, digitale Publikationen zu lesen und zu vermarkten.

Epagee soll international werden. Welche Pläne haben Sie mit Ihrem Unternehmen?

Vorrangig möchten wir epagee in weiteren Sprachen anbieten, denn der Vorteil bei digitalen Inhalten ist die einfache Logistik. Wir benötigen keine großen Lagerhallen und nicht zwingend Standorte auf jedem Kontinent, deshalb können wir schnell eine internationale Plattform aufbauen.

Trotzdem möchten wir in Zukunft einzelne Länder über spezielle Teams betreuen, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Was für ein Team steckt hinter dem StartUp, und wie ist hierbei die Aufgabenteilung?

Wir sind ein recht kleines Team, aktuell drei Personen. Hierbei kümmere ich mich insbesondere um Kooperationen, das Online-Marketing und die kaufmännische Organisation.

Die beiden weiteren Beteiligten sind Programmierer und entwickeln stetig an epagee. Aber schon jetzt ist die Arbeit kaum zu bewältigen. Wir wollen schnell wachsen und benötigen deshalb auch bald entsprechende Verstärkung in allen Bereichen.

Ein paar Worte zu Ihrem Werdegang?

Norman Gluske

Ich bin schon ganz früh mit dem Thema Bücher, Magazine, Kataloge und Broschüren in Berührung gekommen, denn ich habe eine Ausbildung als Schriftsetzer in einer mittelständischen Druckerei absolviert.

Später kam noch ein Studium in der Betriebswirtschaftslehre hinzu, hier habe ich mich dann auf das Thema Online-Marketing spezialisiert und das Studium erfolgreich abgeschlossen.

Seit einigen Jahren bin ich für eine bekannte Online-Druckerei tätig, hier kümmere ich mich ebenfalls um das Thema Online-Marketing.

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