Erfolgreich bloggen im Jahr 2018 – geht das noch?

Frau schreibt auf Laptop im eigenen Blog

Ein eigenes Startup zu gründen, ist heutzutage wahrlich nicht sonderlich schwierig. Denn dank des Internets ist es so einfach wie noch nie, ein eigenes Unternehmen aus dem Boden zu stampfen – auch wenn dieses Unternehmen eigentlich nur aus einer Person besteht: Dir selbst.

Dank der Möglichkeit, mit wenigen Klicks eigene Webseiten zu erstellen, Inhalte zu teilen und Videos hochzuladen, sind auch die Chancen, genau damit Geld zu verdienen, gestiegen. Doch mehr Möglichkeiten bedeuten auch mehr Konkurrenz. Lohnt sich Bloggen also 2018 noch?

Arbeiten, wann Du es willst und wo Du es willst – sieht so das Jobprofil von Bloggern aus?

Die größten Irrtümer über das Blogger-Leben

In der Artikelserie „Erfolgreiche Blogger“ werden auf Binoro.de in regelmäßigen Abständen Menschen vorgestellt, die es geschafft haben: Geld verdienen mit Bloggen.

Eines haben sie fast alle gemeinsam: Die meisten Blogger sind bereits Jahre im Geschäft. Sie haben teils schon vor zehn Jahren begonnen, ihre Selbständigkeit im Internet mit einem Blog aufzubauen, dementsprechend jede Menge Erfahrung und – was entscheidend ist – eine feste Community.

Und genau darauf kommt es ja an, möchte man mit seinem Blog Geld verdienen.

Denn nur dann, wenn es auch viele Leser gibt, also Besucher, die regelmäßig die eigene Webseite besuchen, werden private Blogs für zahlungskräftige Unternehmen interessant.

Diese sind dann bereit, Geld an einen Blogger zu zahlen, damit er das Unternehmen vorstellt, Werbung einbindet, Sponsored Posts veröffentlicht oder einzelne Produkte vorstellt.

Bleibt die Frage, wie man am Ende auf sich aufmerksam macht?

Womit bereits der erste wichtige Irrglaube angedeutet ist, dem viele Anfänger unterliegen. Im Regelfall kommen Besucher nämlich nicht von alleine auf die Webseite.

Fehler 1: Marketing brauche ich nicht!

Über 15.000.000 registrierte Domains gibt es in Deutschland. Schätzungen zufolge existieren rund 500.000 deutschsprachige Blogs. Wer hier herausstechen will, der muss alles dafür tun, aufzufallen.

Denn dass bei diesem Angebot die Besucher von alleine kommen, ist unwahrscheinlich, zumal die meisten Internetnutzer über den Umweg Google oder soziale Netzwerke auf Webseiten gelangen.

Kurzum: Es braucht effektive Marketingmaßnahmen.

Dies bedeutet nun nicht, dass man zum Profi in Sachen Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder zum Social-Media-Guru werden muss.

Im eigenen Marketing-Mix sollte man aber vorab klären, welche Plattformen die eigene Zielgruppe nutzt. Mit einigen SEO-Basics und etwas Social-Media-Werbung und -Engagement lässt sich dann bereits viel erreichen.

Fehler 2: Ich will schnell viel Geld verdienen!

Als Blogger seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, bleibt oft ein Traum.

Blogging sollte man nicht als klassisches Startup betrachten, denn der Erfolg ist ganz einfach nicht kalkulierbar, er bleibt – mehr oder weniger – auch etwas vom Zufall abhängig.

Keinesfalls solltest Du allzu schnell versuchen, mit Deinem Blog Geld zu verdienen.

Veröffentlichst Du zu schnell zu viele Gastbeiträge mit geringem Mehrwert für Leser oder pflasterst Du Deine Webseite mit überzähligen Werbebannern zu, werden dies die Besucher rasch bemerken – und nicht so schnell wiederkehren.

Das Erfolgsgeheimnis im Internet lautet: gute Inhalte mit Mehrwert für den Leser schaffen!

Dies wiederum ist einfacher gesagt als getan. Denn bei all den Blogs wollen einmalige und exklusive Themen erst einmal gefunden werden. Danach ist die Frage, ob Du im Recherchieren und Schreiben so gut bist, um auch tatsächlich sehr gute Inhalte zu erschaffen.

Meist reicht ein einfacher Text nicht aus, Du musst womöglich auch ansehnliche Videos drehen, Infografiken designen und den richtigen Ton treffen. Schaffst Du dies allerdings, werden meist auch automatisch Deine Besucherzahlen steigen.

Doch dies ist mit Geduld und Zeitaufwand verbunden.

Fehler 3: Ich investiere kein Geld in meinen Blog!

Wie jedes andere Startup braucht es auch beim Bloggen zumindest etwas Investitionskapital.

Da wären zum einen die Kosten für die Registrierung einer Domain. Es gibt zwar auch die Möglichkeit, kostenlos Blogs zu erstellen, allerdings ist hiervon eher abzuraten, möchte man seinen Blog professionell angehen.

Zum anderen müssen auch weitere Kosten bedacht werden, beispielsweise für das Webdesign.

Zugegeben gibt es auch hier fertige Themes, die mit etwas Einarbeitung auch eigenständig aufgespielt werden können, doch bei Anpassungen am Theme sind in der Regel Kenntnisse in HTML und CSS vonnöten.

Je nach Blog könnten natürlich weitere Kosten hinzukommen. Braucht man Plug-Ins für seinen WordPress-Blog?

Ist womöglich die Anschaffung einer Kamera für den eigenen YouTube-Channel vonnöten? Müssen für Produkttests Artikel erst einmal aus eigener Tasche bezahlt werden? Wie sieht es mit einer Rechtsberatung aus? Werden Grafikdesigner benötigt?

All diese Dinge müssen berücksichtigt werden und erfordern bei positiver Beantwortung Kapital.

Fazit: Erfolg zu haben als Blogger wird immer schwieriger

Wie zu sehen ist, brauchst Du jede Menge Know-how, Engagement, Geduld und unter Umständen auch Kapital, um als Blogger in Zukunft erfolgreich zu sein und im Internet Geld zu verdienen.

Weil aber auch diese Dinge Dir keinen Erfolg garantieren, solltest Du Blogging vor allem als Hobby sehen. Denn nur, wenn Du auch mit einer gewissen Lockerheit an die Sache herangehst, wirst Du die Muße und Freude besitzen, langfristig an Deinem Projekt zu arbeiten – ob es Dir nun den erhofften Erfolg beschert oder nicht.

1 Kommentar zu "Erfolgreich bloggen im Jahr 2018 – geht das noch?"

  1. Hi, habe mir euer Buch zum Thema Blogging gekauft und muss sagen, ich bin begeistert! Dort wurden so viele Aspekte zum Thema Blogging, sehr ausführlich beschrieben (auf die ich von alleine als absoluter Blogging-Anfänger wohl nie gekommen wäre) Aktuell baue ich mir mehrere Blogs zu verschiedenen lukrativen Nischen auf (Mit Fokus auf die Nische Fitness, in der ich selber Experte bin und dies auch lebe) Alles steckt aber gerade in den Anfängen und ich probiere noch sehr viel aus. Wie ich jetzt bereits weiß, wird es in der heutigen Zeit noch extrem schwer, mit reinem Blogging erfolgreich zu werden. Meine abschließende Frage dazu lautet: Kann man heutzutage einen Blog immernoch als nützliches Werkzeug verwenden um nicht nur Kunden zu akquirieren, sondern auch um effektives Content-Marketing zu betreiben (Etwa mit E-Mail-Marketing) um mit Online Marketing, den richtigen Kunden, das richtige Produkt zu verkaufen? Ich komme eher aus der Online Marketing-Schiene (will mich aber von den altbekannten Methoden der großen Konzerne, klar abgrenzen) ich will schlicht, mit Online Marketing, hilfreiche Infoprodukte mit einem echten Mehrwert, an die richtige Zielgruppe verkaufen und damit meinen Lebensunterhalt bestreiten. Blogging ist somit im Online Marketing nur eins von mehreren Aspekten. Das heißt ich bin eigentlich Online Marketer und Blogging ist für mich eine Disziplin davon. Bringt es überhaupt noch was, als Online Marketer zu bloggen (sofern diese auch Mehrwert bieten) und so mit den eigenen Inhalten über Bloggs zu werben? Oder würdest eher sagen, „ne, ein Online Marketer soll bloß nicht bloggen um seine Produkte zu verkaufen- da lohnt sich nittlerweile nur noch targetiertes PPC-Marketing..“ Würde mich über eine Antwort von dir freuen :)

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