Erfolgs-StartUp Streetspotr: die Macht der Smartphones nutzen

„Wir bringen Europas Mobile Workforce an Ihren Schreibtisch“, so der Slogan von Streetspotr aus Nürnberg.

Die Geschäftsidee des StartUp – unter anderem ausgezeichnet als Finalist des Bitkom Innovators‘ Pitch 2012 und mit dem Innovationspreis-IT Initiative Mittelstand 2012 – erschließt sich nicht auf den allerersten Blick, ist dafür aber umso wirkungsvoller.

MeinStartup.com im Interview mit Dorothea Utzt von Streetspotr:

Frau Utzt, mit dem Smartphone nebenbei Geld verdienen, oder als Unternehmer damit kleinere Jobs erledigen lassen. Wie funktioniert dies konkret, können Sie uns ein paar Beispiele für vergleichbare Jobs nennen?

Ein Beispiel für Spots, das sind bei uns die Mikrojobs auf der Karte, ist das Fotografieren von Speisekarten – unter anderem für Lieferheld, die dadurch die Online-Angebote ihrer Kooperationsrestaurants ständig aktuell halten.

Außerdem gibt es Jobs, bei denen die Ebenen eines Parkhauses benannt, der Standort von Glascontainern überprüft, der erste Eindruck in einem Geschäft beschrieben oder ein Cocktail bewertet werden soll. Dadurch, dass Firmen kleine Mengen Spots selbsttätig über unser Kundenportal ausschreiben können, kann auch sehr schnell eine neue Spotart auftauchen.

„Nutzen Sie den Inhalt, den Millionen Smartphones unterwegs generieren können, ganz bequem von Ihrem Schreibtisch aus“, so das Konzept. Welche weiteren Anwendungsgebiete für Ihre App sind denkbar?

Dorothea Utzt

Grundsätzlich regen wir eine Öffnung Nutzer zu Nutzer an. Das heißt, dass man dann zum Beispiel eine Antwort auf die Frage, ob das Ferienhaus wirklich so schön gelegen ist wie im Internet beschrieben, oder wie voll die Warteschlange vor einem Club ist, erhalten kann.

Zukünftig werden wir außerdem unbezahlte Spots für gemeinnützige Zwecke ausschreiben. Hier gilt dann das Thema, Gutes tun, zusätzlich zum Geld verdienen. Dadurch kann man sich wie schon bisher Punkte verdienen und in der Rangliste aufsteigen.

Streetspotr „spart ihnen Zeit, Fahrt- und Spesenkosten und schont die Umwelt“, so ein weiteres Statement. Aus welchem Grundgedanken oder welcher Unternehmensphilosophie heraus ist die Geschäftsidee zu Ihrem Dienst entstanden?

Das Smartphone haben Millionen Menschen täglich in der Hosen- oder Handtasche dabei. Wir dachten uns, dass man diesen Umstand doch nutzen kann, um Informationen über weite Wege einfach zu transportieren und so viele Vorteile zu bringen: dem Smartphone-Nutzer ein paar zuverdiente Euro im Vorbeigehen, Firmen den Zugang zu Informationen, die bisher nicht oder nur auf kompliziertem Weg zu erhalten werden konnten, und dadurch, dass die Streetspotr sowieso immer schon in der Nähe des bestimmten Spots sind, die Umwelt zu schonen.

Ihr Programm wurde unter anderem als „App der Woche bei Computer Bild“ ausgezeichnet. Spüren Sie jeweils die steigende Nachfrage nach solchen prominenten Nennungen in der Presse?

Auf jeden Fall. Neben dieser Auszeichnung war die Nachfrage vor allem nach einem Artikel auf Spiegel Online sowie dem App-Test bei Galileo/Pro7 sehr hoch. Wir haben mittlerweile über 62.000 Nutzer im Vergleich zu 10.000 noch im Mai.

Bei vergleichbaren Gründungen spielt immer der Datenschutzaspekt eine wichtige Rolle. Wie geht Streetspotr damit um?

Die Daten unserer Streetspotr werden nicht an Dritte weitergegeben. Den vollständigen Namen der Nutzer sehen nur wir, um Auszahlungen tätigen zu können. Die Mailadresse ist für große Auftraggeber, die mit uns kooperieren, im Kundenportal ersichtlich, um direkte Rückmeldung zu erledigten Jobs geben zu können, wird aber weder extrahiert noch übermittelt.

In der App kann man seinen Namen anonymisieren und, wenn man möchte, mit N.N. abkürzen. Exportierte Jobergebnisse und persönliche Daten der Nutzer werden in keinen Zusammenhang gebracht.

Welches Team steckt hinter Ihrem Unternehmen?

Ein Großteil unseres Teams kommt aus der Web- und App-Entwicklung. Werner Hoier und Holger Frank starteten zum Beispiel 2008 eine der ersten Apps in Apples App Store (die Kostenkontroll-App Mobile Butler).

Das Team hinter Streetspotr

Der Rest des Teams kommt aus unterschiedlichen Bereichen, so dass sich alle Kompetenzen gut ergänzen und ein sehr kreativer Austausch möglich ist.

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