Google beteiligt sich am Gründer Garage Wettbewerb: „Global Player Erfolgsgeschichten auch in Deutschland möglich“

Google Deutschland unterstützt die neue Initiative Gründer-Garage, einen Wettbewerb für angehende Unternehmer. Gesucht werden dort Geschäftsideen aus allen Bereichen der Gesellschaft, ob aus Wirtschaft oder Kultur, Umwelt oder Soziales.

MeinStartup.com im Interview mit Dr. Ralf Bremer, Communications and Public Affairs Senior Manager bei der Google Germany GmbH:

Herr Dr. Bremer, Google Deutschland beteiligt sich an einem neuen Wettbewerb für angehende Unternehmer: der „Gründer-Garage“. Was möchte Google mit dieser Initiative fördern und unterstützen, mit welcher Intention beteiligt sich Ihr Team?

Bei Google wissen wir aus eigener Erfahrung, wie wichtig Ideen und permanente Innovation für den Erfolg eines Unternehmens sind. Nicht jedes Produkt oder Unternehmen muss schon “fertig” an den Start gehen, manchmal genügt auch eine Beta-Version, die dann sukzessive weiter entwickelt wird.

Wir möchten mit der Gründer-Garage einen Impuls für innovatives Unternehmertum geben: manchmal wird ja aus einer kleinen Garagenfirma sogar ein “Global Player”. Wir sind fest davon überzeugt, dass solche Erfolgsgeschichten auch in Deutschland möglich sind.

Auch der „Online Motor Deutschland“ kommt aus Ihrem Haus, wir selbst durften uns in Berlin schon von der Qualität der dortigen Vorträge überzeugen. Warum brauchen so viele Unternehmer hierzulande noch Nachhilfe zum Thema Web-Vermarktung, was glauben Sie?

Viele Unternehmen haben immer noch Berührungsängste mit dem Internet. Das gilt besonders für kleinere, traditionelle Betriebe, die aus einer reinen „Offline-Welt“ kommen. Dabei ist es heutzutage auch ohne große IT-Kenntnisse möglich, online präsent zu sein und neue Kunden im Internet zu finden. In unseren Workshops merken wir immer wieder, dass es meist diese psychologische Einstiegsbarrieren sind, die es zu überwinden gilt.

Laut Ihren Zahlen nutzen nur etwa 58 Prozent der klein- und mittelständischen Betriebe ein eigenes Onlineportal als Akquiseinstrument. Gleichzeitig sind für viele dieser Unternehmen Stichworte wie eine Online-Reputation absolute Fremdwörter. Oft weiß der Autohändler um die Ecke nichts von seinen verheerenden Kundenbewertungen etwa bei Google Places & Co. Wie kann man Ihrer Meinung nach das Bewusstsein für diese Problematik schärfen?

Das geht nur über kontinuierliche Aufklärung. Kein Unternehmen kann es sich heute mehr leisten, das Internet zu ignorieren, denn die Kunden sind nun einmal dort. Zum Glück sehen wir, dass immer mehr Firmen genau das auch verstehen.

Das Team hinter der Gründer-Garage. Vorne links: Dr. Ralf Bremer.

Uns fällt immer wieder auf, wie unvoreingenommen und damit extrem erfolgreich StartUps an die inhaltliche aber auch textliche Gestaltung einer eigenen Onlinepräsenz herangehen. Manch „großes“ Portal kann hiervon noch einiges lernen. Ist das aus Google-Sicht ein Schlüssel zum Onlineerfolg junger Unternehmen?

Der Schlüssel zum Erfolg liegt oft in der Bereitschaft zu echter Innovation. Und in der Tat sind Start-ups oft eher bereit, neue Wege zu gehen – in jeder Hinsicht. Verbunden mit der Schnelligkeit, die sie als kleinere Unternehmen ohnehin haben, ergibt sich hier ein handfester strategischer Vorteil.

„Die ‘Gründer-Garage’ soll zeigen, dass das Internet Innovation fördern und sogar bei deren Finanzierung helfen kann.“, sagt Dr. Wieland Holfelder, Entwicklungschef bei Google Germany. Spricht der Wettbewerb hauptsächlich Online-StartUps an, oder kann es sich dabei auch um das kleine innovative Offline-Ladengeschäft um die Ecke handeln?

Die Gründer-Garage steht Projekten aus allen Teilen der Gesellschaft offen, ob Kultur, Umwelt, Soziales, Wirtschaft. Wir suchen auch keine fertigen Geschäftsmodelle sondern Ideen – auch solche, die noch unfertig sind. Diese Ideen können im Rahmen der Gründer-Garage mit Hilfe des Entrepreneurship Campus zu einem Gründungskonzept ausgearbeitet werden.

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