Gründer und ihre Geschäftsidee vorgestellt: „ehrliches“ Kundenfeedback mit Honestly – Investoren gesucht

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Mit einer Smartphone App zum direkten, nicht-öffentlichen und anonymen Kundenfeedback, das verspricht Honestly aus Karlsruhe. Gründer Mateo Freudenthal verrät unseren Lesern, mit welchen Hürden das Team zu kämpfen hatte, und wie das derzeitige Crowdfunding bei Seedmatch läuft.

Wie genau funktioniert Honestly, und wer ist die Zielgruppe?

Mit Honestly haben Unternehmen die Möglichkeit, direktes Feedback von Ihren Kunden zu erhalten und dieses anschließend graphisch auszuwerten. App-User können Ihre Meinung direkt bei Geschäftsführern loswerden und so zur Qualitätsverbesserung beitragen. Grundsätzlich richtet sich Honestly an alle serviceorientierten Unternehmen. In Branchen gesprochen sind dies zum Beispiel die Finanzbranche, wie die Stadtsparkasse Düsseldorf, Gastronomieketten wie Fresh Sub oder auch die Bildungsbranche, wie die Walter-Eucken-Schule in Karlsruhe.

Wie können die Unternehmen ihre Kunden dazu motivieren, Honestly zu nutzen, da auch viele E-Mails und ähnliches zur Kundenbefragung meist ungelesen bleiben?

Bei Honestly sind Endkunden immer anonym und müssen weder eine Email-Adresse noch Kontaktdaten angeben. Wir haben festgestellt, dass die Anonymität von unseren App-Usern besonders geschätzt wird und gerade die Antwortfunktion auf anonymes Feedback ein hohen Anreiz schafft. Neben diesem entscheidenden Merkmal erhalten Endkunden bei einigen Partnern von Honestly Gutscheincodes für den nächsten Besuch. All diese Punkte haben bereits mehr als 10.000 App-User von Honestly überzeugt.

Wie kam es zu der Gründung?

Nachdem Pascal und ich bereits 2010 ein Bewertungsnetzwerk (reeple.net) gegründet hatten und Sven und Sebastian einen Prototypen zur Kommunikation zwischen Endkunden und Unternehmen programmierten, lag die gemeinsame Verknüpfung beider Projekte nah. Alle Gründer von Honestly sind Absolventen des Karlsruher Instituts für Technologie und haben damals beschlossen, ihre Jobs aufzugeben und das Unternehmen Honestly auf die Beine zu stellen.

Mit welchen Hürden hatten Sie zu kämpfen, und wie wurden diese gemeistert?

In einem Startup ist zu Anfang meist alles auf das Produkt gerichtet und den Markteintritt. Punkte wie Organisation und Verantwortlichkeiten werden vorerst hinten angestellt. Gerade auch die Priorisierung des Produkts, also welche Wege und Branchen für das Produkt einen Sinn ergeben, stellen sich häufig mit der Zeit heraus. Ähnlich erging es uns bei Honestly. Wir haben mittlerweile erkannt, für welche Branchen unser Produkt besonders interessant ist und können unsere Strategie darauf ausrichten.

Welche Tipps können Sie an andere Existenzgründer weitergegeben?

Mateo Freudenthal

Mateo Freudenthal

Grundsätzlich können wir als allgemeinen Tipp weitergeben, dass es wichtig ist sich auf das Wesentliche zu fokussieren, man darf sein Ziel nie aus den Augen lassen. Außerdem sollte man in jedem Geschäftsbereich eine Strategie haben die man auch verfolgt, von Akquise über Design bis hin zu der internen sowie externen Kommunikation. Außerdem hilfreich kann die Teilnahme an Wettbewerben sein. Man erhält wertvolles Feedback von Business Angels, Organisationen oder auch Journalisten, das man umsetzen kann.

Zum Stichwort Förderung können wir nur sagen, dass es etliche Anlaufstellen in Deutschland gibt, die Startups unterstützen, sowohl finanziell als auch beratend. Wir werden beispielsweise vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über das Exist-Stipendium gefördert. Es ist schön zu wissen, dass die Bundesrepublik Deutschland auch an uns glaubt.

Was muss bei Gründungen in Ihrer Branche besonders berücksichtigt werden?

In der App-Branche sind zwei Punkte besonders wichtig. Erstens muss es für den User so intuitiv und einfach wie möglich gestaltet sein. Und zweitens sollte die Anwendung für jeden verfügbar sein. Das heißt nicht die alleinige Programmierung für iOS-Geräte, sondern auch Android und beispielsweise die mobile Webseite für alle weiteren Smartphones.

Welche Erfahrungen konnten Sie bislang aus der Finanzierungsrunde bei Seedmatch und anderen Pitches ziehen?

Beim Crowdfunding ist es von großer Bedeutung, das Umfeld aller Mitarbeiter miteinzubeziehen und alle Kanäle, insbesondere Social Media Plattformen zur Bekanntmachung zu nutzen. Für Pitches vor Business Angels, bei Wettbewerben oder auch Organisationen ist es wichtig zu kommunizieren, wie das Unternehmensziel aussieht, und wie und warum man zu diesem Punkt kommen möchte.

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