Gründer und ihre Geschäftsidee vorgestellt: Tauschwohnung.com – Singlebörse für Mietwohnungen

Mietwohnungen nur noch über den Makler und gegen eine hohe Courtage, in manchen Städten ist dies längst Realität.

Eine online Plattform ausschliesslich für den „Tausch“ von Mietwohnungen als Lösung? Das Startup tauschwohnung.com aus Hamburg verspricht genau das. Gründerin und Geschäftsführerin Beate Ruuck verrät uns mehr über das Konzept hinter der Idee:

Frau Ruuck, wie lässt sich Ihre Geschäftsidee in zwei/drei kurzen Sätzen auf den Punkt bringen?

Tauschwohnung.com ist eine online Plattform ausschliesslich für den Tausch von Mietwohnungen oder WG-Zimmern. Tauschwohnung.com wird von Personen gesucht, die derzeit mieten, aber auf der Suche nach einem neuen Zimmer oder einen neuen Wohnung sind. Diese Personen wollen aus den unterschiedlichsten Gründen keine Maklercourtage, doppelte Mieten oder doppelte Kautionen zahlen. Auf Tauschwohnung.com machen wir das möglich.

Wir haben Nutzer, die innerhalb einer Stadt Deutschlands in eine grössere oder kleinere Wohnung ziehen wollen oder die, auf Grund eines Arbeitsplatzwechsels vielleicht, in eine neue Stadt ziehen müssen. Diese Personen finden, nachdem sie selbst eine Anzeige aufgegeben haben, passende Wohnungsangebote auf Tauschwohnung.com.

Wann und wo wurde Ihr Unternehmen gegründet?

Die Plattform Tauschwohnung.com ist ein Produkt der swap-me UG (hb). Die UG wurde im Juli 2010 in Hamburg von Beate Ruuck, Maurice Renck und Bastian Haug gegründet. Bastian ist mittlerweile nicht mehr an Bord, dafür unterstützt uns seit 2011 Fabian Donay.

Wie entstand die Geschäftsidee selbst?

Beate Ruuck war Ende 2009 noch Studentin und in Hamburg auf Wohnungssuche. Natürlich konnte sie sich sich keinen Makler und auch keine doppelten Mietzahlungen leisten. Sie wohnte in einer kleinen Wohnung in Ottensen und war zwar intensiv auf der Suche nach einer neuen Wohnung, wollte aber die alte Wohnung ohne eine neue nicht kündigen. Über Aushänge in Supermärkten und an Laternenpfählen las Beate zum ersten Mal vom Konzept Wohnungstausch und merkte schnell, dass in ihrer Situation nur ein Wohnungstausch in Frage kam.

Auf ihrer Suche nach einer geeigneten Tauschwohnung traf Beate viele andere Wohnungstauscher, aber es ärgerte sie, dass es keine richtige Anlaufstelle für Tauscher im Internet gab. Potenzielle Tauscher hatten keine Plattform mit der nötigen Reichweite um passende Tauschwohnungen zu finden. Da Beate Medien und Information studierte und sich beruflich als Projekt Managerin für Webseiten beschäftigte, war irgendwann der Gedanke da, selbst eine Plattform nur für Wohnungstauscher zu schaffen.

Mit zwei Freunden, Programmierern, ging es dann an die Arbeit und an die Gründung der UG – und das Ergebnis kann man heute unter www.tauschwohnung.com finden.

Gibt oder gab es Vorbilder in anderen Ländern, an denen Sie sich orientieren?

In anderen Ländern haben wir nicht recherchiert, da wir uns nur mit dem Wohnungsmarkt in Deutschland beschäftigen. Wir haben im Grunde die Konzepte herkömmlicher Immobiliensuchportale mit denen von Singlebörsen vermählt und so lange herumgefeilt, bis das passende Konzept für Tauschwohnung.com geschaffen war.

Über welche Alleinstellungsmerkmale verfügt das Konzept? Was unterscheidet es von ähnlichen Ansätzen?

Unser Konzept ist einmalig. Es gibt ähnliche Funktionsweisen auf Immobilienplattformen und Singlebörsen, aber die Kombination aus beiden ist einmalig. Unser USP ist das Herstellen des Kontakts zwischen interessierten Mietern zum Wohnungstausch. Wir haben einmalige Suchalgorithmen entwickelt und arbeiten im Moment an einer Dreieckssuche, für Personen, die einen Tausch über drei Ecken ausprobieren wollen. Die Dreieckssuche wird dann ein weiterer USP, aber im Moment entwickeln wir noch.

Welche Zielgruppen sollen konkret angesprochen werden?

Konkret sind unsere Zielgruppen nicht. Wir sprechen im Grunde alle Mieter an, die sich einen Wohnungstausch vorstellen können. Ins engere Profil fallen dabei Personen im Alter von 20 bis 50 Jahren, Studenten, Alleinerziehende, Arbeitssuchende, Tierbesitzer, Grossfamilien, Singles, Musiker, Schichtarbeiter usw. Leute, deren persönliche oder finanzielle Umstände einen Umzug erfordern und Personen, die auf dem herkömmlichen Wohnungsmarkt, warum auch immer, geringere Chancen haben, eine neue Wohnung zu finden.

Wie wollen Sie Ihre Idee vermarkten?

Da wir in unserer Freizeit und ohne Bezahlung an Tauschwohnung.com arbeiten, haben wir kein Budget für Werbung. Im Moment kommunizieren wir das Konzept des Wohnungstauschens, neue Wohnungstausch Angebote, interessante Zeitungsartikel zum Wohnungsmarkt, Mietrecht und ähnliches per Social Media. Wir posten regelmässig Inhalte auf unsere Facebook-Seite und auf Twitter treten wir direkt mit Wohnungssuchenden in Verbindung. Auf Pinterest veröffentlichen wir Fotos von Tauschwohnungen.

Auf Grund unseres kleinen Budgets kommen für uns Print- oder TV-Werbung noch nicht in Frage. über Angebote für Werbeplätze oder Kooperationen freuen wir uns aber!

Welches Team mit welchem Know How arbeitet an Ihrer Idee?

Beate Ruuck – Gründerin und CEO – hat bis 2011 an der HAW in Hamburg “Medien und Information” studiert und schon währenddessen als Online-Projekt-Managerin gearbeitet. Beate kümmert sich um alle organisatorischen Dinge unserer Firma, entwirft Konzepte und sorgt, dank ihres Haustieres, bei unseren regelmäßigen Meetings stets für frischen Katzencontent.

Maurice Renck – Gründer und CTO – ist seit 2006 hauptberuflich Webentwickler und hat während dieser Zeit an zahlreichen Webseiten und Tools mitgearbeitet. Wenn er sich nicht mit der Programmierung unserer Webseiten beschäftigt, versucht er zu bloggen oder eine Möglichkeit zu finden, irgendwie seiner Twittertimeline zu folgen.

Fabian Donay – CWO – hat Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und entwickelt seit gefühlten acht Jahren Webseiten. Genau darum kümmert er sich auch bei Tauschwohnung.com. Als vernünftiger Webentwickler nimmt er dabei seine Pflicht sehr ernst und schläft zu Gunsten unserer Firma grundsätzlich nie.

Welche Ziele verfolgt Ihre Gründung, wo möchten Sie in einem Jahr stehen?

In einem Jahr möchten wir sehen, dass Tauschwohnung.com Geld verdient. Wir arbeiten alle unentgeltlich und in unserer Freizeit an der Plattform und in einem Jahr möchten wir die ersten, sei es auch kleinen, Früchte unserer Arbeit ernten. Unser langfristiges Ziel ist, sobald wie möglich hauptberuflich für die swap-me UG (hb) zu arbeiten und mit Tauschwohnung.com ein gutes Gehalt zu verdienen. Wir träumen auch von einem netten kleinen Büro irgendwo in Hamburg.

Suchen Sie noch nach Mitarbeitern und/oder Kooperationspartnern, und wer kann sich bei Ihnen melden?

Im Grunde kann sich jeder bei uns melden. Wir erklären gerne das Konzept des Wohnungstausches und wie wir unsere Idee verwirklichen. Wir freuen uns über Interviewanfragen und über Artikel über die Plattform. Wir stehen allen Kooperationsanfragen erst einmal offen gegenüber. Wir sind auf der Suche nach Mitteln und Wegen, die Reichweite und den Bekanntheitsgrad von Tauschwohnung.com zu erhöhen – und das möglichst kostengünstig.

6 Kommentare zu "Gründer und ihre Geschäftsidee vorgestellt: Tauschwohnung.com – Singlebörse für Mietwohnungen"

  1. „Wir stehen allen Kooperationsanfragen erst einmal offen gegenüber. Wir sind auf der Suche nach Mitteln und Wegen, die Reichweite und den Bekanntheitsgrad von Tauschwohnung.com zu erhöhen – und das möglichst kostengünstig.“
    Dafür gibt es eine Lösung, die Sie im Link finden.

  2. und wie wollen die damit was verdienen? Mit Google-Ads?

  3. Warum gibt es swap-me neben Tauschwohnung?

  4. @gdfdgdfgg: Nach Ablauf der Testphase wird es neben dem kostenlosen Account auch Premium-Mitgliedschaften geben.

    @Klaus Kramer: Die swap-me UG ist der Betreiber von Tauschwohnung.com, eine identische Namensgebung der Firma wurde in diesem Fall leider nicht zugelassen.

  5. @Maurice Renck: Und was soll eine Premium-Mitgliedschaft dann kosten? Kann man dann mit dem kostenlosen Account überhaupt tauschen? Muss man auch zahlen, wenn kein Tausch zustande kommt?

    Selbst wenn sich zwei zum Tauschen gefunden haben, dann heißt das doch noch lange nicht, dass die Vermieter diesem Tausch auch zustimmen. Sorry, aber so wie ich die Wohngesellschaften bisher erlebt habe wird das schwierig werden. Die sind sehr altmodisch.

    Ich würde mich für die Gründer freuen, wenn sie damit viel Geld verdienen. Ich kann es mir jedoch nicht vorstellen.

  6. @gdfdgdfgg: Mit einem kostenlosen Account kann man auch tauschen. Der Premium-Account bietet einige Mehrwerte. Der Preis ist unabhaengig vom Erfolg eines Tausches.

    Unsere Marktforschung ergab, dass Wohngesellschaften damit eher kein Problem haben – sofern der neue Mieter alle Voraussetzungen erfuellt.

    Inserenten auf Tauschwohnung.com setzen sich mit dem Vermieter in Verbindung, bevor die Anzeige aufgegeben wird – hat ja sonst keinen Sinn, wenn der Vermieter eh nicht zustimmt.

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