Gründer und ihre Geschäftsidee vorgestellt: Virtuelle Wohnungsbesichtigung mit home-me

Den Aufwand bei der Wohnungsbesichtigung für beide Seiten minimieren? Das will das Gründer-Team rund um die neue Plattform home-me aus Wetzlar erreichen. Unser Interview mit Dimitri Gärtner von home-me:

Wie lässt sich Ihre Geschäftsidee in zwei/drei kurzen Sätzen auf den Punkt bringen?

home-me ist eine neue Onlineplattform. Man kann sich online Videos von WGs oder Wohnungen anschauen. Einen neuen Mitbewohner oder eine WG zu finden bedeutet mehr als nur m² oder € – die Chemie muss stimmen. Mit home-me kann man das herausfinden.

Wann und wo wurde Ihr Unternehmen gegründet?

Zwei Gießener Studenten (Dimitri Gärtner und Jan Millemann) und ein ehemaliger Schulfreund (Felix Hamborg, studierte in Mannheim) haben die Idee seit ca Mai 2012 „ausgebrütet“. Am 13.08.2012 wurde dann die GbR registriert.

Wie entstand die Geschäftsidee selbst?

Zufällig war Jan Millemann für sein Auslandssemester und Felix Hamborg in Stuttgart wohnungssuchend. Beide wunderten und ärgerten sich, wie aufwändig, teuer und kompliziert die Wohnungssuche und Terminkoordinierung hierfür ist. Da Dimitri Gärtner und Jan Millemann beruflich schon gemeinsam gearbeitet haben, griff man das Problem der Ungewissheit und Komplikationen bei WG-Besichtigungen auf. Nicht lange dauerte es, bis man eins und eins zusammenzählte und das Problem der unnötigen Fahrtkosten und erste Eindruck mithilfe von Videos lösen wollte.

Gibt oder gab es Vorbilder in anderen Ländern, an denen Sie sich orientieren?

Es ist möglich, dass es ähnliche Konzepte im Ausland gibt. Wir haben uns primär den deutschen Markt unter die Lupe genommen. Es gab eine Plattform, die diese Idee bereits 2008 aufgriff, allerdings nur mit der Zielgruppe deutsch-spanischer Austausch. Warum diese Plattform nicht mehr aktiv ist kann verschiedene Gründe haben: Etwa war der Markt und die Akzeptanz für Video Botschaften noch nicht reif genug, oder die Bekanntheit hat nicht ausgereicht. Wir wollen diese Fehler vermeiden und nutzen den Fortschritt der Technik. Internetzugang hat annähernd jeder Haushalt, Smartphones oder Digitalkameras ebenfalls.

Über welche Alleinstellungsmerkmale verfügt das Konzept? Was unterscheidet es von ähnlichen Ansätzen?

Wir arbeiten daran sogenannte WG-Scouts in Städten einzusetzen. Diese WG-Scouts übernehmen das Suchen der WG, filmen die WG und bereiten alle Unterlagen vor. Weiterhin Helfen die WG-Scouts, die sich in der Region auskennen den „Erstis“ sich zurecht zu finden. Als Mentorfunktion zeigen Sie einem wichtige Orte, Busverbindungen, beraten bei der Wohnungssuche und der Zurechtfindung im Unialltag. Diese Zusatzoption geht durch das studentische Netzwerk weit über die reine Plattform hinaus.


Wir kombinieren online Suchen mit offline Finden durch ein persönliches menschliches Netzwerk nach dem Motto „Studenten helfen Studenten“. Dieser WG-Scout verdient sich was kleines dazu und die Erstis sparen sich teure Maklergebühren. Jede WG kann selbst Wohnungen online stellen, allerdings auch online stellen lassen durch diese WG-Scouts. Dies ist gerade noch in Entwicklung an der konkreten Umsetzung. Es gibt allerdings bereits WG-Scouts die sich bei uns gemeldet haben und dabei gerne mitmachen wollen.

Welche Zielgruppen sollen konkret angesprochen werden?

Grundsätzlich kann jeder home-me nutzen. Wir kennen die Bedürfnisse der Studenten und Erstis selbst nur allzugut. Von daher möchten wir unsere Zielgruppe im ersten Schritt im studentischen Bereich erreichen.

Wie wollen Sie Ihre Idee vermarkten?

Wir möchten Bekanntheit durch Werbeplakate und Flyer in Uni-Städten durch Kooperationen mit Fachschaften und der ASTA der jeweiligen Unis/ FHs herstellen. Dazu gehören bereits Münster, Kassel, Fulda, Gießen, München, Frankfurt sowie Stuttgart. Zur Zeit werden wir von mehreren bekannten Radiosendern interviewt. Die erste Ausstrahlung erfolgt zum Beispiel in Hessen am 10.09.2012 auf Planet Radio.

Welches Team mit welchem Know How arbeitet an Ihrer Idee?

Dimitri Gärtner und Jan Millemann waren 12 Monate Vorstand einer studentischen Unternehmensberatung namens Consulting-Network e.V. Durch die Projektarbeit und das Wirtschaftsstudium sind wichtige Grundlagen für die Betriebsführung bereits erlernt. Felix Hamborg hat durch sein Studium der angewandten Informatik (Dual bei IBM) das nötige IT Know-How und übernimmt die IT-Programmierung und Entwicklung innerhalb des Teams. Gemeinsam arbeiten wir an dem Marketing und der strategischen Planung.

Ein äußerst stabiles, belastungsfähiges und engagiertes Team. Verstärkung gibt es durch Kommilitonen, die ebenfalls bei Consulting-Network engagiert sind. home-me ist zwar als Nebentätigkeit angemeldet, wird aber mit der zeitlichen und qualitativen Leidenschaft einer Haupttätigkeit zielstrebig verfolgt und vermarktet.

Welche Ziele verfolgt Ihre Gründung, wo möchten Sie in einem Jahr stehen?

Die Domain .eu ist bewusst gewählt, da unsere Sekundärzielgruppe ausländische Studierende sind. Über das Erasmus Netzwerk streben wir eine Kooperation an, die erstmal auf europäischer Ebene das Wohnungssuchen standardisieren, bzw. erleichtern soll. home-me wird aufgrund der Nähe zur Universität und den Sonderkonditionen für Partneruniversitäten den Markt für Wohnungsonlineplattformen neu aufmischen. Etablierte Internetseiten mit dem selben Produkt werden sich neue Konzepte überlegen müssen, da wir durch das studentische Netzwerk langfristig ein „Student hilft Student“ Ziel verfolgen, welches noch weit über die „Videofunktion“ hinausreicht. Mehr möchten wir an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

Suchen Sie noch nach Mitarbeitern und/oder Kooperationspartnern, und wer kann sich bei Ihnen melden?

Wir sind offen für Kooperationen mit Studentenwerken, die täglich mehreren Studierenden wegen überfüllter Studentenwohnheime absagen müssen. home-me wäre der ideale Kooperationspartner um gerade diesen Studierenden in der Not und gerade angesichts des Zeitdruckes in diesem Moment unter die Arme zu greifen. Außerdem suchen wir zur Zeit kommunikative WG Scouts, die sich bereit erklären WGs zu kontaktieren und für 50€ 5 WG Videos zu drehen.

Selbstverständlich sind wir engagierten und zielstrebigen „Gründerpartnersuchenden“ interessiert, hierfür bitte einfach eine Email an info@home-me.eu senden.

1 Kommentar zu "Gründer und ihre Geschäftsidee vorgestellt: Virtuelle Wohnungsbesichtigung mit home-me"

  1. Das Konzept ist wirklich gut, es wäre wünschenswert, dass dieses Portal mit der Zeit immer bekannter wird. Jeder Ersti braucht am Anfang Hilfe, und dass nicht nur bei der Wohnungssuche. Auch Studenten, die ihren MAster woanders machen als ihren Bachelor brauchen Unterstützung, gerade weil sie schon durch ihr Studium eingespannt sind und kaum Zeit und Geld haben ständig WG zu beasichtigen in einer anderen Stadt. Dieser Dienst ist also wirklich nötig und ich bin froh, dass Studenten sich diesem Problem angenommen haben, sie können das alles sicher noch viel besser verstehen und nachvollziehen…wegen ihrer eigenen gesammelten Erfahrungen.

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Gründer und ihre Geschäftsidee vorgestellt: Virtuelle Wohnungsbesichtigung mit home-me

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