Innovative Lösung Dolphin Secure: „Ein Internet mit Spaß für die Kinder, aber trotzdem sicher“

Mit Dolphin Secure hat das Team rund um Stephan von Wrede eine Mischung aus Internet-Schutzsoftware und Online-Plattform speziell für Kinder entwickelt.

Wir wollten mehr über das innovative Software-StartUp aus der Hauptstadt erfahren:

Herr von Wrede, nach welchem Prinzip werden Kinder mit Ihrer Lösung vor den diversen Gefahren im World Wide Web geschützt?

Das Prinzip an sich ist einfach: Kinder erhalten ein sicheres und kindgerechtes Internet – nur für sich und ganz individuell. Die Komplexität versteckt sich für den Kunden unsichtbar in der technischen Umsetzung.

Wir haben eine Software entwickelt, die sämtliche Netzaktivitäten des Computers sperrt. Während Eltern die Software einfach deaktivieren und den Computer wie gewohnt nutzen können, loggen die Kinder sich per Fingerabdruck in Ihr maßgeschneidertes Internet ein. Als Startseite öffnet sich dann die Kinder-Community von Dolphin Secure. Aufgrund der eindeutigen Registrierung bleibt der Nachwuchs unbelästigt von anonymen Erwachsenen und entdeckt die Freuden eines sozialen Netzwerks.

In einem, von unserer Redaktion gepflegtem, Internet-Bereich bekommen die Kids ständig neue und Ihrem Alter entsprechende Webseitenvorschläge. Diese werden manuell und nach strengen Vorgaben geprüft, um zu vermeiden, dass die Kinder den Gefahren ungeeigneter Inhalte ausgesetzt werden. So schaffen wir einen geschlossenen Surfraum, in dem sich die Jüngsten aber nicht eingesperrt fühlen.

Für die Eltern ist die Software einfach zu bedienen: will ihr Kind beispielsweise eine Webseite besuchen, die nicht durch die Redaktion freigegeben wurde, erhalten sie eine Anfrage per Email, können die Seite prüfen und bequem über das Internet freigeben – egal wo sie sich gerade aufhalten.

Die Dolphin Media Germany AG in Berlin wurde von engagierten Eltern gegründet. Was fehlte Ihnen persönlich bei den bisher vorhandenen Kinderschutzlösungen für das World Wide Web?

Kinderschutzlösungen für das Internet wurden bislang nur über sogenannte Filterprogramme oder in Paketen von Security-Softwares angeboten. Für technisch versierte Eltern mit viel Freizeit mag das eine Lösung sein.

Eltern, die sich jedoch nicht damit beschäftigen können und wollen, welche Webseiten sie ihrem Kind zugänglich machen, welche man sperren sollte und welche Art von Netzdienstprotokollen sie erlauben oder verbieten, hatten bisher das Nachsehen. Daher wollten wir ein Internet schaffen, in denen die Kids Spaß haben, aber trotzdem sicher sind und die Eltern keinem Computer-Frust ausgesetzt sind.

„Gutes fördern statt Böses verbieten“ lautet Ihre Devise. Schön einmal über ein Internet-StartUp berichten zu können, das eine echte Verantwortung lebt. Welche nicht-materiellen Ziele verfolgt Dolphin Media?

Dass wir Dolphin Secure nicht kostenlos anbieten können liegt in der Aufgabe an sich. Eines unserer wichtigsten Prüfkriterien von Webseiten ist der Umgang mit Werbung beziehungsweise Kaufanreizen. Somit fällt die Finanzierung unserer Dienste über Werbung aus.

Die Leidenschaft dem Thema gegenüber verfolgen wir dennoch wie eine Non-Profit-Gesellschaft. Wir regen das Thema in der Öffentlichkeit an, arbeiten mit Vereinen wie z.B. Innocence in Danger, rufen auf, sich gegen die Gefahr des Cyber-Mobbings stark zu machen (stopcybermobbing.de) sowie zahlreiche andere Aktivitäten. Unsere Mittel sind begrenzt, aber wann immer wir die Chance sehen, dem Thema Gehör zu verleihen, werden wir aktiv.

Wie stehen Sie selbst zur aktuellen Diskussion rund um generelle Sperren und Zensur im Internet, kann dies eine Lösung sein, etwa wenn man an den Schutz der Kinder vor Missbrauch denkt?

Fokussierter Schwerpunkt unseres Schaffens sind Kinder und für diese ist natürlich ein „sauberes“ Internet notwendig. Als Dolphin Media AG wollen wir mit Dolphin Secure dazu beitragen, dass Kinder, solange sie nicht die nötige Reife und Erfahrung im Umgang mit dem Internet besitzen, in einem für sie sicheren Internet surfen.

Wir geben unser Bestes, sie dort medienpädagogisch reifen zu lassen, damit sie beim Eintritt ins „echte“ Internet, als starke Surfer den Gefahren trotzen. Unser Claim: „Wer surfen will muss Schwimmen lernen“ beschreibt diese Maxime.

Sie kooperieren auch mit (privaten) Schulen. Wie kommt Ihre Plattform bei Erziehern und Eltern, aber insbesondere bei den Kindern selbst an?

Wenn Kinder freiwillig früher in die Schule kommen, um sich auf einer Liste einzutragen, die regelt, wer in den Pausen zuerst an die Computer darf, würde ich sagen, dass Dolphin Secure bei den Kindern ganz gut ankommt. Spaß beiseite. Sowohl Schüler als auch Lehrer sind sehr zufrieden mit der Software.

Erst kürzlich haben wir einen Langzeittest mit einer staatlichen Berliner Pilotschule abschließen können, der so positiv ausfiel, dass wir auf den flächendeckenden Einsatz von Dolphin Secure an Berliner Grundschulen hoffen dürfen.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Unternehmen?

Stephan von Wrede

Ich bin mittlerweile so etwas wie ein „alter Hase“ in der Landschaft der neuen Medien.

Ich habe den Internetboom Ende der 90er miterlebt und versuche nun, meine Erfahrungen an mein junges und engagiertes Team weiterzugeben. Wir haben uns Zeit genommen, dieses Team aufzubauen.

Uns ist es nicht nur wichtig, Kompetenzen langfristig zu binden, sondern darüber hinaus Mitstreiter an Bord zu haben, die für die Sache brennen. Wir sehen großes Potential in der Software, die Planungen für die 2.0er Version sind sehr umfangreich. Daher bauen wir die Unternehmensstruktur nachhaltig und mit viel Sorgfalt bei der Mitarbeiterauswahl auf.

Die aktuelle Situation bestätigt dieses Vorgehen: Alle haben Freude an Ihrer Arbeit. Mit einer gehörigen Portion Herzblut schaffen wir ein tolles Produkt für Familien.

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