Innovatives StartUp GiftMe: Gruppengeschenke auf Facebook organisieren

giftme.de Facebook Gruppengeschenke

Das OnlineStartup GiftMe.de ermöglicht es, zusammen mit Freunden Gruppengeschenke auf Facebook zu organisieren.

Gründer Philipp Herkelmann stand uns Rede und Antwort zu dieser tollen Facebook Geschäftsidee:

Wie seid ihr auf diese einfache aber geniale Geschäftsidee gekommen?

Wir hatten die Idee nachdem wir versucht hatten ein Gruppengeschenk für Philipps Freundin zu organisieren. Es war nichts Großes, aber es sollten 11 Freunde zusammen schenken.

Die Organisation hat mehr als eine Woche gedauert – Sich auf ein Geschenk einigen, das Geld auslegen, alle an einen Tisch für die Grußkarte bekommen und im Nachhinein das Geld einsammeln.

Gleichzeitig haben knapp hundert Freunde auf ihrer Facebookwall zum Geburtstag gratuliert, da dachten wir es muss doch einen Weg geben wie man innerhalb von Facebook ein Gruppengeschenk organisieren kann, wo sich eh gratuliert wird. Dann haben wir angefangen einen Prototypen zu basteln um zu testen wie die User reagieren.

Geschäftsmodelle in sozialen Netzwerken erfordern einiges an Fingerspitzengefühl. Wie habt ihr die notwendige Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt?

Die Erfahrung haben wir in der Praxis gesammelt – Trial and Error. Aber wir haben auch von den Fehlern anderer gelernt und man findet ja auch mehr als genug Tipps in Blogs etc..

Allerdings mindestens ebenso viel Blödsinn. Aber eines ist sicher: Man lernt nie aus und jeden Fehler kann man quasi sofort per Google Analytics tracken und versuchen es danach besser zu machen.

Wir glauben es ist wichtig nicht zu vergessen, dass soziale Netzwerke in erster Linie Kommunikation bedeuten. Egal ob Fotos, Songs oder Artikel und der Status gepostet werden – wir möchten etwas zeigen. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe dieses Bedürfnis zu erfüllen und den Kommunikationsaspekt und die Emotion beim Schenken zu erhalten.

Wie refinanziert sich ein Dienst wie GiftMe, oder handelt es sich um einen hauptsächlich werbebasierten Ansatz?

Wir müssen momentan noch eine kleine Gebühr erheben um unsere Fixkosten zu decken, sobald wir ein wenig gewachsen sind können wir uns allerdings durch Werbeeinnahmen finanzieren. Bis es soweit ist, sind wir noch auf Investoren angewiesen.

Setzt ein Unternehmen wie GiftMe rein auf (virale) Werbekonzepte innerhalb der sozialen Netzwerke, oder gibt es auch Offline-Ansätze, etwa auf Messen etc.?

Wir setzen hauptsächlich auf Viralität – die ist allerdings nicht planbar, daher gilt auch hier Trial & Error und vor allem die altebewährte, vielbeschworene Methode aus „StartUp Metrics for Pirates“ von Dave McClure: A/B Testing.

Unser Marketing setzt auf Community Management um mit unseren Usern einen engen Kontakt zu pflegen. Das geschieht aus zwei Gründen:

Zum einen sind engagierte und kritische User unsere Quelle der Inspiration. Sie zeigen uns was sie mögen und was nicht und bringen teilweise grandiose Vorschläge ein. Zum anderen sind sie die Quelle der Viralität, sie verbreiten GiftMe und laden Freunde ein wenn sie davon überzeugt sind ein tolles Produkt vor sich zu haben.

Ansonsten verwenden wir Facebook Ads und Offline Give Aways – allerdings muss man da vorsichtig sein, sonst ist das Funding fix verbrannt. Wichtig ist auch virales Design: Das bedeutet ein Programm so zu konstruieren, dass es mehr Sinn macht es mit seinen Freunden zu nutzen.

Nun kommt neben Facebook Google Plus auf den Markt. Wird dieses Ihrer Meinung nach einen ähnlichen Hype wie Facebook, und damit ähnliche Geschäftskonzepte auslösen?

Philipp Herkelmann

Google + ist sehr interessant. Wir glauben, dass der anfängliche Hype größtenteils von Neugierde getrieben war und die Nutzeraktivitität von Google + zeigt, dass viele Leute schnell wieder zurück zu Facebook gekommen sind, da sie dort eben mit ihren Freunden vernetzt sind.

Richtig interessant wird es, wenn Google + seine API vorstellt: Mit der können dann StartUps Programme an das Netzwerk andocken und die Nutzer können diese aus Google + heraus benutzen. Unser Entwickler wartet daher auch sehnsüchtig auf die Google Developer Konferenz in November in Berlin.

Das Geschäftskonzept des Group Giving ist allgemein sehr im Kommen: In Amerika haben sich in den letzten 6 Monaten zahlreiche StartUps neben dem Giganten Ebay GroupGifts gegründet und auch in Deutschland sind ein paar junge Firmen mit der Mission unterwegs die Welt zu einem Platz mit besseren und mehr Geschenken zu machen.

Das ist aber gut so – dadurch werden wir darin bestätigt, dass wir uns einen guten Markt ausgesucht haben und uns nicht in Luftschlössern verlieren und wir müssen kreativ bleiben um unsere Einzigartigkeit zu bewahren.

Wer steckt hinter GiftMe?

Geniale Praktikanten und die Gründer. Max, Daniel und Philipp haben GiftMe im März gegründet. Momentan kümmert sich Max um die Finanzen, Daniel um die Programmierung und Philipp sich um die Konzepte und Strategie – die Arbeitsteilung hat sich in den letzten 6 Monaten auch durchaus bewiesen und jeder hat seine Fähigkeiten entwickelt.

Aber kein StartUp kommt ohne Praktikanten aus – sie sind einer der wichtigsten Bausteine, daher haben wir auch gleich drei von ihnen. Ion Andrej Bara war bis letzte Woche bei uns in Madrid beim StartUpBootCamp und hat bei der Programmierung geholfen, Naveen arbeitet ebenfalls in der Programmierung – allerdings in Bristol – und Tizia hilft uns beim Bloggen und Marketing von München aus.

Für Betainvites besucht unsere Website: www.giftme.de und hinterlasst eure Email Adresse. Momentan werden alle Funktionen in einem kleinen Kreis von Testern geprüft und sobald wir hier ein “Go” bekommen: Lasst das Schenken beginnen.

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