Innovative Internet-StartUps: Interview mit Isabel Tesch vom Hochzeitsportal Zankyou

Immer mehr Bereiche des täglichen Lebens „wandern“ in das Internet, und werden dort zu eigenständigen Geschäftsideen.

Wir haben Isabel Tesch, Country Managerin von ZankYou Deutschland, nach Ihren Erfahrungen mit dem StartUp von innovativen Plattformen im World Wide Web befragt:

Was genau ist die Idee hinter Zankyou, seit wann gibt es das Portal, und seit wann in Deutschland?

Zankyou entstand 2007 in Spanien im Anschluss an die Hochzeit von einem der Gründer, nachdem er seine eigenen Erfahrungen gemacht und festgestellt hatte, dass es keine Hochzeitstische und Websites gab, die den Bedürfnissen unserer Generation gerecht werden.

Wir heiraten später, haben oft schon zusammen gewohnt und häufig kommen Gäste aus dem Ausland. Zankyou bietet als einziger Anbieter einen Hochzeitstisch, bei dem das Brautpaar die von den Gästen gemachten Geschenkbeträge zu 100 Prozent bar auf sein Konto ausgezahlt bekommt. Es hat die Freiheit, das Geld völlig frei zu verwenden, ohne Bindung an Handelspartner und Fristen.

Das Brautpaar erstellt bei Zankyou eine Hochzeitswunschliste mit Geschenkideen aus dem Zankyou-Katalog oder denkt sich seine eigenen Geschenke aus, zum Beispiel die Flitterwochen, ein Romantikwochenende, Spenden, Haushaltsgegenstände, Mobiliar, … oder einfach ein virtuelles Sparschwein… Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Hochzeitsgäste aus aller Welt können die Online-Hochzeitswunschliste in ihrer eigenen Sprache verwenden (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch). Auch telefonisch können Überweisungen vorgenommen werden (Zahlung möglich per Karte, Überweisung, Scheck).

Zankyou überweist die Beiträge auf das Bankkonto des Brautpaars. Dieses hat die Freiheit, das Geld auszugeben, WANN, WO und WOFÜR es möchte.

Zankyou ist die optimale Lösung für moderne Paare und stellt eine elegante und sichere Alternative zum Verschenken von Bargeld am Hochzeitstag dar. In Deutschland sind wir erst seit kurzer Zeit richtig aktiv, aber bereits jetzt sehr erfolgreich etabliert.

Das Portal wächst derzeit sehr schnell und ist bereits jetzt die meistbesuchte Hochzeitswebseite in Europa und auf dem besten Wege dieses auch in Amerika zu werden.

Wie ist es Ihnen gelungen, im doch umkämpften Markt der Internetportale die „kritische Masse“ an Besuchern hierzulande zu gewinnen?

Zankyou ist ursprünglich als reine Transaktionsplattform entstanden. Dabei bietet sie den Brautpaaren die Möglichkeit, ihre Hochzeitstische auf einfache und effizienter Weise zu organisieren.

Familie und Freunde erhalten einen Online-Zugang und können nicht nur die Geschenkideen erfüllen, sondern auch Kommentare im Gästebuch hinterlassen, sich Informationen über die Hochzeit einholen (Ort der Trauung, Hotels in der Umgebung, …) oder Videos und Fotos hochladen und diese mit anderen teilen.

Das heisst, neben der reinen Transaktion bietet Zankyou eine Viezahl von Zusatznutzen, und zwar unentgeltlich, so dass für die Anwender ein echter Mehrwert angeboten wird.

Isabel Tesch von Zankyou

Darüber hinaus ist Zankyou sehr aktiv in seinem Blog mit zahlreichen redaktionellen Beiträgen rund um das Thema Heiraten, so dass wir mittlerweile zu einem Referenzportal über Ideen zur Hochzeit (ob Location, Brautfrisur oder Menü,…) aufgestiegen sind.

Zankyou verfügt über eine grosse Fangemeinde, die sich unter anderem den Zankyou Newsletter aboniert hat, Kommentare anderer Brautpaare in unserem Zankyou Forum verfolgt oder einfach uns twittern.

Durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“, Facebook-Like-Buttons und Kollaborationen mit anderen Webs ist weiterhin unser Bekanntheitsgrad in Deutschland rapide gestiegen.

Auf welche Kampagnen haben Sie dabei vor allem gesetzt?

Wir setzen auf eine Multi-Channel-Strategie. Dabei beziffert sich das Gewicht der Online-Aktivitäten auf mehr als 70 Prozent.

Inwieweit hilft der Zankyou-Blog beim Kontakt zu den Kunden, und wie kommt dieser an?

In unserem Zankyou Magazin geben wir Brautpaaren Tipps und Anregungen rund um das Themen Hochzeit: sei es zur Auswahl des Brautkleides, neue Trends in der Hochzeitswelt oder Empfehlungen von Dienstleistungen und Services.

Der Zankyou Blog wird sehr hoch geschätzt von unseren überwiegend weiblichen Leserinnen, die uns auch sehr oft positive Rückmeldung geben.

Das Portal bringt „die Hochzeit in das Internet“. Was ist aus Ihrer Erfahrung heraus zu beachten, wenn man solch ein „klassisches“ Thema auf das World Wide Web adaptiert?

Auch wenn die Hochzeit ein „klassisches“ Thema ist, schliesst es nicht aus, einen modernen Rahmen zu schaffen, wie wir es mit Zankyou tun.

Zankyou ist ja genau aus dem Nicht-Vorhandensein von modernen Möglichkeiten für unsere Generation, die wir mit Internet aufgewachsen sind, entstanden.

Zu beachten ist, dass auch heute noch ein Teil der Bevölkerung zum einen nicht so computergewandt ist und zum anderen ein grosser Teil Bedenken mit der Sicherheit im Internet hat (z.B. mit Kreditkarte zahlen).

Daher haben wir beispielsweise neben der Möglichkeit, die Zahlung online zu tätigen einen telefonischen Kundendienst (in 6 Sprachen), um die Überweisungen telefonisch abzuwickeln.

Inwiefern unterscheidet sich der Markt für Portale wie Ihres hierzulande, etwa im Vergleich mit Zankyou Spanien oder auch den USA?

Die Globalisierung spiegelt sich auch in der Organisation von Hochzeitstischen wider, d.h. zwischen Usern innerhalb Europa und auch im Vergleich mit den USA sind immer weniger Unterschiede zu verzeichnen.

Eher als markttechnische Unterschiede treffen wir auf kulturelle Unterschiede: in den USA legt man mehr Wert auf die Organisation von Hochzeitstischen, dagegen verbringen in Europa die User mehr Zeit die Hochzeitshomepage mit den vielseitigen Funktionen individuell zu gestalten.

Ein paar Worte zu Isabel Tesch?

Ich habe Betriebswirtschaft studiert und einen Master in Psychologie abgeschlossen.

Nach mehreren Positionen in Marketingabteilungen verschiedener Unternehmen bin ich nun als Country Managerin für die Marktentwicklung im deutschsprachigen Raum (D/AT/CH) zuständig, in einem internationalen Team, das länderübergreifend Synergien nutzt.

Wir bedanken uns für das Interview und den Einblick in das Konzept des Hochzeits-Portals.

2 Kommentare zu "Innovative Internet-StartUps: Interview mit Isabel Tesch vom Hochzeitsportal Zankyou"

  1. Wirklich tolle Geschäftsidee. Die Nutzung einer solchen Plattform für Hochzeitspaare stellt für alle Gäste und das Paar gleichzeitig ein Zugewinn an Kultur dar. Die Gefahr von Geschenken, die nicht gefallen wird minimiert. Toll ist auch die Mehrsprachigkeit für ausländische Gäste sowie der Telefonsupport.

  2. Felice Di Maio | 26. Januar 2011 um 13:22 | Antworten

    Ich bin seit meiner ersten Begegnung mit Zankyou ein absoluter Fan. Sowohl menschlich als auch geschäftlich hat das Projekt mich sofort „getroffen“. Das Team hinter Zankyou ist äusserst engagiert und professionell, die Community sehr nett und inspirierend. Ich habe mich dort, auch mit meinen branchenorientierten Projekten
    ( http://www.heiratslogo.de & http://www.marrylogo.com ), direkt wiedererkannt. Von der Organisation, der Fülle an interessanten und multikulturellen Beiträgen, bis hin zur Funktionalität und Gestaltung stimmts einfach!

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




Cookie Consent mit Real Cookie Banner