JustBook aus Berlin mischt den Hotelbuchungsmarkt neu auf

Von unterwegs aus schnell und flexibel ein Hotel zu buchen war bislang nicht gerade einfach, die App JustBook für Apple und Android soll dies nun wesentlich einfacher machen.

Gründer und Geschäftsführer Stefan Menden aus Berlin verrät uns mehr über die angesagte App, im Gespräch mit MeinStartup.com:

Herr Menden, wie entstand das Konzept zu JustBook?

Ganz ehrlich: Das Konzept gibt es seit einigen Monaten in den USA von verschiedenen Anbietern. In Europa konnten Innovationen im Hotelmarkt wegen der alten Strukturen und der Marktmacht der großen Portale nie so richtig Fuß fassen.

Ich selber buche gerne spontan Hotels und so kam die Idee aus den USA und unsere ganz persönliche Erfahrung im Gründerteam zusammen. Das Thema macht einfach Sinn und wir würden es selber nutzen – das war das Go!

Mit welchen Partnern arbeitet ihr zusammen, bzw. woher bekommt ihr die Daten der einzelnen Hotels?

Heute haben wir rund 70 Partnerhotels in 10 Städten mit denen wir intensiv zusammenarbeiten. Noch nicht alle sind live in der App.

Wir gehen nicht über irgendwelche anderen Buchungsplattformen, wie andere das machen. Das wäre langfristig nicht der richtige Weg. Unsere Partnerhotels haben sich gezielt für die Kooperation mit uns entschieden und lieben die Möglichkeit, minutenaktuell ihre freien Kapazitäten bei uns pflegen zu können.

Sie sprechen damit mobile Reisende an, ohne auf den großen Buchungsportalen den Preis reduzieren zu müssen. Für die Nutzer der JustBook-App bedeutet das, dass wir die besten Hotels zu den besten Preisen für heute Nacht bieten. Immer nur drei ausgewählte Hotels pro Tag und Stadt, damit die Auswahl übersichtlich bleibt.

Können sich auch weitere Hoteliers noch bei euch melden, und was sind die Voraussetzungen für eine Aufnahme?

Hotels können sich gerne bei uns melden. Seit mit unserer Hilfe die sogenannte „Best-Preis-Garantie“ durch Gerichte und sogar Bundeskartellamt für nichtig erklärt wurden (siehe diesen Beitrag), melden sich auch viele Hotels bei uns. Wir treffen dann aber immer eine persönliche Auswahl: Nur Hotels, die zu unserer Nutzerschaft passen, kommen in die App.

Ihr setzt ganz bewusst auf die App, ein zugehöriges Onlineportal – zumindest zur Buchung – gibt es nicht. Sind Sie überzeugt davon, dass reinen Smartphone-Anwendungen die größere Zukunft gehört?

Wir glauben, dass mobile die Chance ist, sich mit einer neuen Technologie gegen die etablierten Player durchsetzen zu können. Das vorhandene mobile Angebot der Online Travel Agents ist nicht gut: Überladen mit dem gesamten Online-Ballast. Es ist Zeit, für die erste „Mobile Travel Agency“.

Euer Team besteht zur Hälfte aus Experten der Hotel- und Reisebranche. Wie wichtig war dies im Nachhinein betrachtet für eine erfolgreiche Gründung?

Mein Mitgründer Ogi, den ich seit 11 Jahren kenne, war vorher Vice President bei Germanwings und kennt die Situation, wie man sich als Start-Up mit einem differenzierten Angebot durchsetzen kann. Er bringt viele Tourismuserfahrung mit, was sehr, sehr wichtig war für uns.

Sebastian hat einen sehr fundierten Technologiehintergrund und Florian hält die Business-Prozesse im Griff. Ich bringe die Start-Up Erfahrung und Netzwerk mit. In keiner anderen Kombination wären wir so schnell gewesen!

Ihr sucht noch nach zahlreichen Mitstreitern in Köln und Berlin. Was sollten geeignete Kandidaten mit sich bringen?

Wir suchen Entwickler, die in einem Mobile-DNA-Unternehmen richtig etwas bewegen und nicht Mobile-Apps für Konzerne basteln wollen. Mobile Marketing ist ein spannender Wachstumsmarkt – hier suche ich persönlich noch einen jungen Kollegen.

Ansonsten wächst unser Team in verschiedenen Bereichen und auch einige Praktika bieten wir an.

Ein paar Worte zur Ihnen und Ihrem Werdegang?

Stefan Menden

Ich habe im Jahr 2000 das Karriere-Social-Network squeaker.net gegründet, das inzwischen ein profitables Unternehmen in Köln ist und bald internationalisiert.

In 2001 habe ich den ersten Mobile-Couponing-Dienst gegründet. Später folgten drei Jahre Strategieberatung und dann zwei Jahre Venture Capital in London.

Gerade dort konnte ich viele Erfahrungen sammeln, die mir jetzt beim Aufbau eines neuen Unternehmens nützlich sind.

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