Kreative Gründungsideen im Portrait: etagen-erika macht das Gärtnern zum Kinderspiel

etagen-erika

Schön, dass wir nach langer Zeit einmal wieder eine wirklich kreative Geschäftsidee im Bereich „Handel und Vertrieb“ vorstellen dürfen. Etagen-erika aus Berlin liefert bunte Pflanzensets für den Balkon zum selber Gärtnern direkt vor die Wohnungstür. Und sorgt somit für mehr „Grün“ und „Bunt“ in der Republik. Die beiden Gründerinnen Katrin Schübel und Susanne Feldbauer verraten uns mehr über das spannende Konzept:

Wie lässt sich Ihre Geschäftsidee in zwei/drei kurzen Sätzen auf den Punkt bringen?

etagen-erika liefert den GroßstadtgärtnerInnen, und allen, die es noch werden wollen, Pflanzensets für ihren Balkon direkt vor die Wohnungstür. Bio-regionale, winterharte Zierpflanzen, die auch nächsten Sommer wieder erblühen, Kräuter- und Gemüsepflanzen können online als Set bestellt werden. Mit Blumenerde und Pflanzgefäßen. Das etagen-erika „Gärtnerrezept“ (Pflanz- und Pflegeanleitung) hilft AnfängerInnen und Balkonprofis beim Pflanzen und Pflegen.

Wann und wo wurde Ihr Unternehmen gegründet?

Gegründet haben wir im März 2013 in Berlin. Die Idee entstand Mitte 2012.

Wie kam es zu der äußerst innovativen Geschäftsidee?

Als leidenschaftliche Balkongärtnerinnen wurden wir im Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder um Rat gefragt. Vielen gingen ihre Pflanzen ein, weil sie einfach den falschen Standort gewählt hatten, z.B. eine sonnenliebende Pflanze in den Schatten verfrachtet hatten oder umgekehrt. Und die Qualität der Balkonpflanzen, die im Innenstadtradius zu bekommen sind, oft zu wünschen übrig ließ. Da dachten wir uns, es muss doch einen Weg geben, auch diesen Menschen einen schönen Balkon, mit Pflanzen aus der Region, zu bescheren. Und ihnen gleichzeitig das mühsame Aussuchen und Schleppen abzunehmen. So entstand unsere Idee zu einem Balkonpflanzen-Lieferservice mit „guten“ Pflanzen.

Gibt oder gab es Vorbilder in anderen Ländern, an denen Sie sich orientieren?

Wir sind sehr beeinflusst von der Urban Gardening-Idee, die natürlich in New York und auch London schon länger tolle Projekte hervorbringt. In Berlin sind es Initiativen wie der Prinzessinnengarten und das Allmende Kontor auf dem Tempelhofer Feld, die wir großartig finden. Es geht uns ja nicht nur darum, Großstädter mit Pflanzen für ihren Balkon zu versorgen, sondern auch ums selber Gärtnern, selber Pflanzen, selber Ernten. In der Form, in der etagen-erika das online anbietet, sind uns keine weiteren Projekte bekannt.

Über welche Alleinstellungsmerkmale verfügt das Konzept? Was unterscheidet es von ähnlichen Ansätzen?

etagen-erika ist ein E-Commerce, das nachhaltig ausgerichtet ist. Wir bieten ausschließlich winterharte Zierpflanzen (Stauden) für den Balkon an, d.h. Pflanzen, die auch nächstes Jahr wieder erblühen und größer und schöner werden. Die Kräuter- und Gemüsepflanzen stammen aus biologischem Anbau und können unbedenklich verzehrt werden. Sämtliche Pflanzen kommen von regionalen Gärtnern, so dass wir die Lieferwege reduzieren bzw. in der Logistikkette auf bereits bestehende Lieferwege zurückgreifen können. Außerdem gibt es nur Pflanzgefäße aus Holz und Ton, oder im nächsten Schritt aus recyceltem Kunststoff. Mit uns muss kein Kunde mehr schleppen, denn das etagen-erika-Paket wird mitsamt Blumenerde direkt vor die Wohnungstür geliefert.

Susanne Feldbauer und Katrin Schübel

Susanne Feldbauer und Katrin Schübel

Welche Zielgruppen sollen konkret angesprochen werden?

Wir wenden uns vor allem an ein noch weiter zu erschließendes innerstädtisches Kundensegment. Während B2C einer unserer Schwerpunkte ist, werden wir unsere Aktivitäten im B2B-Bereich weiter ausbauen. Wir werden verstärkt junge und etablierte Unternehmen ansprechen, einen Mitarbeiter-Benefit zu schaffen über Gemeinschafts-Dachgärten, Hofbegrünung etc. Da ist vieles denkbar.

Wie wollen Sie Ihre Idee vermarkten?

Wir werden den Bekanntheitsgrad von etagen-erika weiter steigern. Großes Potenzial liegt für uns im Social-Media-Marketing, besonders auch im Content Marketing, das wir stärker ausbauen werden. Auch unser klassisches Marketing werden wir durch lokale Aktivitäten verstärken. Die ersten vier Monate seit Unternehmensstart zeigen, dass unser Service sehr gut angenommen wird. Jetzt geht es darum, etagen-erika weiter am Markt zu etablieren.

Welches Team mit welchem Know How arbeitet an Ihrer Idee?

Neben den Gründerinnen, die aus dem Marketing- und PR-Bereich kommen, unterstützt uns eine Team-Mitarbeiterin mit Social-Media-Kompetenz. Ein privater Investor bietet uns die Möglichkeit, etagen-erika so weiter zu entwickeln, wie wir uns das vorstellen.

Welche Ziele verfolgt Ihre Gründung, wo möchten Sie in einem Jahr stehen?

Wir werden den Markt in Berlin weiter ausbauen und nächstes Jahr unser Konzept auf Hamburg erweitern. Gerade konzentrieren wir uns voll auf unser Online-Geschäft, aber auch Multi-Channelling-Optionen sind für uns interessant. In Berlin ist daher auch die Planung eines „Showrooms“ etwas, mit dem wir uns konkret beschäftigen.

Suchen Sie noch nach Mitarbeitern und/oder Kooperationspartnern, und wer kann sich bei Ihnen melden?

Da wir etagen-erika ständig weiterentwickeln, freuen wir uns über Kooperationen. Besonders interessant für uns sind Kooperationspartner im Bereich Food, Lifestyle, Ökologie und Design.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Werdegang?

Katrin Schübel studierte Gesellschaft- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin, Susanne Feldbauer Anglistik und Germanistik an der FU Berlin. Nach diversen beruflichen Stationen lernten sich die Gründerinnen während ihrer Tätigkeit für einen Berliner Kinofilmverleiher kennen, wo Katrin Schübel für Marketing/Kreation und Susanne Feldbauer für Projektkoordination/Presse verantwortlich war. 2011 war Katrin Schübel Projektleiterin beim Startup www.jovoto.com. Seit 2013 sind beide Co-Geschäftsführerinnen von etagen-erika.

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