MARRYJim: Eine zauberhafte Geschäftsidee

Ein Portal, welches dabei hilft, den schönsten Tag im Leben weiter zu versüßen, und das dazu auch noch toll aufgemacht wurde: Das ist MARRYJim.com aus Berlin.

Mit Nina Dautzenberg – eine der drei kreativen Gründerinnen – sprachen wir unter anderem darüber, welche Rolle der „Herzblut“-Faktor bei einer erfolgreichen Onlinegründung spielt:

Eine Internet-Plattform für Hochzeitskleider – egal ob die neuste Brautmode oder das gebrauchte Lieblingsstück – wie kamen Sie auf diese sehr schöne Geschäftsidee?

Ulrike Adler Stevens war es, die den Anstoß zu dieser Geschäftsidee gab. 2009 begab sie sich auf die Suche nach ihrem Traum-Brautkleid, was sich jedoch als eher schwierig erwies. Nach einer langen Tour durch die Brautläden von New York City fand sie letztendlich ihren Traum, wurde jedoch so unfreundlich behandelt, dass es ihr jegliche Freude nahm.

Enttäuscht fing sie an, im Internet nach dem Kleid zu suchen und landete auf Anzeigenseiten für Gebrauchtkleider. Sie stieß tatsächlich auf dasselbe Modell in genau ihren Maßen. Doch es waren nicht nur die Maße, die perfekt paßten: das Kleid war tadellos gereinigt, es kostete nur ¼ des Preises, konnte vor Ort anprobiert werden und hatte eine persönliche Geschichte. Die Verkäuferin war schwanger und gab das Glück gleich an Ulrike weiter. Schon während der Suche nach dem Kleid hatte sie mit dem Gedanken gespielt, eine Seite zum Entdecken spannender Kollektionen von kleineren Designerlabels und Angeboten von Privatpersonen zu launchen. Sie hätte nie gedacht, den möglichen Erfolg des Konzeptes an sich selbst zu erproben.

Auf der Suche nach originellen Grafikdesignern für die Umsetzung der Geschäftsidee, stieß Ulrike aufgrund einer Empfehlung auf Andrea Gadesmann und Nina Dautzenberg. Beide hatten wiederum gerade zusammengesessen und ebenfalls über eine neue Idee – eine Plattform mit außergewöhnlichen Hochzeitseinladungskarten – nachgedacht. Bereits im zweiten Telefonat wurde entschieden gemeinsam als gleichberechtigte Partner die vielen Einfälle umzusetzen. Lustigerweise kommen alle drei aus Königstein im Taunus, bei Frankfurt, waren sogar auf der gleichen Schule, in zwei unterschiedlichen Jahrgängen. Heute leben sie in New York, Zürich und Berlin.

MARRYJim ist toll gestaltet, man merkt, dass viel „Herzblut“ in diesem Portal steckt. Eine eher rhetorische Frage, aber wie wichtig ist ein gutes Design für einen nachhaltigen Online-Erfolg?

Unserer Meinung nach ist ein gutes Design inklusive einer gut durchdachten Usability ausschlaggebend für den Erfolg einer Website. Jeden Tag werden wir als Internetuser, privat oder geschäftlich, vor Entscheidungen gestellt. Bevor wir uns mit einer Seite näher beschäftigen, z.B. nach Inhalten, Leistungsmerkmalen usw. schauen, achten wir natürlich auf das Äußere, das Erscheinungsbild der Website. Das Design ist das erste was wir wahrnehmen, unser Interesse weckt, und uns dazu animiert, genauer hinzuschauen.

Das Team hinter MARRYJim: Nina Dautzenberg, Andrea Gadesmann und Ulrike Adler Stevens (v.l.)

Gelungenes Design sollte man als Investition betrachten. Eine Investition in den Erfolg des Unternehmens. Denn mit außergewöhnlichem Design kann man sich am einfachsten von den Mitbewerbern differenzieren, sich abheben. Die heutige Gesellschaft ist unglaublich zahlreichen, visuellen Reizen ausgesetzt, und nimmt oft nur noch das ‘Besondere’ war. Um nicht im ‘Durchschnitt’ unterzugehen, muß man sich durch Kreativität einen Mehrwert schaffen.

Wie ist die Aufgabenteilung in Ihrem Team?

In der Entwicklungsphase von MARRYJim konzentrierten sich Andrea Gadesmann und Nina Dautzenberg auf die Bereiche Konzept, Usability und Design. Ulrike Adler verfaßte alle Texte der Website in den Sprachen ‚Deutsch’ und ‚Englisch’ und beschäftigte sich mit Themen wie SEO, Payment Systemen, AGBs und IT. Seit dem Webauftritt von MARRYJim sind die Aufgaben weit verteilt. Man pendelt zwischen Anfragen an neue Designer, Pressearbeit, Social Media, Administration und Kundenservice.

Wie ist denn bislang die Resonanz seitens der Presse aber auch der ersten Kunden auf Ihr Portal?

MARRYJim wurde von der Presse mit Begeisterung angenommen. Sobald wir den Redaktionen von unserer Plattform erzählen, freuen Sie sich, über uns zu berichten. Die Artikel sind liebevoll und detailgetreu geschrieben und erwecken großes Interesse bei den Kunden. Auch bei den Mode- und Hochzeitsblogs ist die Resonanz durchweg erfolgreich/sehr gut/erfreulich. MARRYJim lebt durch gute Pressearbeit. Daher sind wir sehr darauf bedacht, uns auf diesen Bereich zu konzentrieren.

Auch die ersten Kunden haben durchweg positiv reagiert. Kommentare wie ‚Auf so eine Plattform haben wir schon lange gewartet!’ haben uns sehr berührt. Es wird deutlich, dass sich der deutsch-sprachige Markt nach einem virtuellen Showroom gesehnt hat. Das erste Feedback der Kunden haben wir schon dankend angenommen und Verbesserungsvorschläge umgesetzt. Der Kunde ist uns extrem wichtig, daher freuen wir uns immer über konstruktive Kritik.

Der Onlineshopping-Markt wird immer umkämpfter. Wie meistern Sie diese nicht gerade sehr einfache Herausforderung?

Wir sehen den Markt im Moment als gar nicht so umkämpft an. Es gibt natürlich viele Fashion-Startups; weltweit kennen wir – und das wurde uns von allen Designern bestätigt – im Moment aber keine Webseite, die nur Brautkleid-Designer mit ihren Kollektionen professionell vorstellt. Auch wenn Marktplätze für Second Hand Brautkleider schon existieren, sind diese jedoch im europäischen Markt optisch weniger ansprechend und im Konzept nicht ausgereift. Im amerikanischen Markt sind die Seiten zwar etwas interessanter gestaltet, überfordern den User jedoch durch Banner-Überflutung.

Es gibt zudem keine Seite, die beides kombiniert. Second Hand Buying (Nachhaltigkeit) und Vintage wird dadurch bei MARRYJim aufgewertet und hoffentlich populärer.
 MARRYJim ist kein Onlineshop, die Seite erlaubt vielmehr optimal zu recherchieren (virtueller Showroom), gefolgt von einer persönlichen Betreuung vor Ort. Sie bietet zahlreiche praktische Informationen und Tipps rund um das Hochzeitskleid, umfangreiche Suchfilter, u.a. eine Suche nach Kleidern in der gewünschten geografischen Umgebung und deren Anzeige auf Google Maps, Preisalerts und vieles mehr.

Noch sind Sie in der Beta Version, was man MARRYJim allerdings nicht anmerkt. Auf welche weiteren spannenden Features dürfen wir uns freuen?

Die letzten drei Monate haben wir uns stark auf den deutschsprachigen Raum konzentriert. Als nächstes steht aber schon die Expansion in die größten Märkte für Hochzeiten, UK und USA, an, die erste Kooperation ist eingegangen. Ferner arbeiten wir für unsere Bräute an einem spannenden, neuen Produktfeature zum Thema Co-Shopping/Browsing.

Titelfoto: Fernando Weberich

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