Mit individuellen Spielkarten zum Geschäftserfolg

Individuelle Spiele als Geschäftsidee

Die Karriere von meinspiel.de als Seite für individuell bedruckte Spielkarten und sonstige Spiele begann mit dem Hamburger Bar- und Kneipenquartett.

Heute handelt es sich um eines der erfolgreichsten StartUp-Unternehmen in seinem Bereich.

Gründer Thorsten Kucklick, unter anderem Betreiber des Blogs digitalbetrieb.de – über die Herausforderungen aber auch Chancen eines solchen Unterfangens:

Was waren eure größten Herausforderungen, aber auch Erfolgserlebnisse auf dem Weg zu einem doch mittlerweile namhaften Startup?

Die größte Herausforderung bestand sicher darin, unseren anfangs reinen Spiele-Verlag zum Anbieter für Mass Customization von individuellen Spielen umzukrempeln.

Es hieß also nicht mehr Spiele für den Handel zu entwickeln und zu vertreiben, sondern eine komplexe Web-Plattform aufzubauen. Auf MeinSpiel.de können sich jetzt Endkunden mit Online-Konfiguratoren eigene Spiele gestalten, die wir anschließend in jeder gewünschten Stückzahl drucken.

In den letzten Jahren sind wir dazu bei verschiedenen Businessplan-Wettbewerben angetreten, wo unser Konzept mehrmals vordere Plätze erreichte.

Wir haben den Unternehmensumbau und die neue Web-Plattform ohne externes Kapital auf den Weg gebracht, was eine ganz ordentliche Herausforderung in sich barg, sich im Nachhinein nun aber auch auszahlt.

Ob „Dönerquartett“, „Kollegenquartett“ aber auch zahlreiche individualisierbare Klassiker: Woher bezieht ihr eure Ideen für neue Spiele?

Die Inspirationen liefern unsere Kunden. Wir sind selbst immer wieder erstaunt, welch witzige und auch teils skurrile Spielideen die User bei uns gestalten oder nachfragen.

Daneben gibt es natürlich auch viele Kunden, die eine Individualisierung eines Spiels so einfach wie möglich haben möchten. Dazu bieten wir eben auch die Spielklassiker, wie Skat oder Poker, bei denen sich jeder mit ein paar Bild-Uploads schnell seine eigene Spielversion zusammenstellen kann.

Welche Partner benötigt man, um ein solch doch umfangreiches Online- und Printunternehmen aufzubauen?

Ganz klar kann man dabei nicht alles selbst machen. Auf der einen Seite sind bei uns Programmierer erforderlich, die die vielen Spiele-Konfiguratoren und das gesamte Plattform-Konzept umsetzen.

Hier haben wir auf eine befreundete Agentur gesetzt, da Ole Boyken und ich als Gründer von MeinSpiel eher den betriebswirtschaftlichen Part abdecken können.

Auf der anderen Seite steht die Produktion der Spiele, die wir bei den Kleinauflagen und Einzelstücken mit einem Hamburger Partner organisieren. Bei größeren Auflagen für Firmenkundenprojekte arbeiten wir mit großen, etablierten Partnern aus dem Offsetdruckbereich zusammen.

Es ist ja schön, dass trotz Internet sowie der Online- und PC-Spielewelt klassische Spiele immer noch eine Chance haben. Wer gehört zu euren Hauptkundengruppen?

Thorsten Kucklick über seine Geschäftsidee

Thorsten Kucklick

Das ist sehr breit gefächert. In den meisten Fällen werden unsere Spiele meist als Geschenk bestellt.

Das heißt, bei uns bestellt sowohl der Enkel, der für seine Großmutter ein Canasta mit den Köpfen der Familienmitglieder erstellt, als auch die Klassenlehrerin, die für Ihre Schüler zum Abschied ein Quartett drucken lässt.

Die Liste zieht sich weiter von Firmenkollegen über Freundeskreise, Sportvereine, oder Eltern, die für sich und ihre Kinder ein Familienspiel gestalten. Aber die meisten Spiele sind eigentlich gar nicht für Kinder, sondern werden eher für den Partner, den Kollegen oder für Freunde gemacht.

Bei den Firmenkunden ist die Bandbreite ebenso sehr groß. Von großen Markenartiklern wie Red Bull über Agenturen bis hin zu lokalen Geschäften ist wirklich alles dabei.

Sogar die Pressestelle der Bundesregierung und mehrere Ministerien haben bei uns schon Spiele beauftragt. Unsere Spezialisierung liegt ganz einfach mehr auf dem Produkt als auf bestimmten Kundengruppen.

Mit kultquartett.wordpress.com betreibt ihr zudem einen eigenen Firmenblog. Hilft euch dieses eher im B2B-Kooperationsbereich, oder finden auch neue Kunden hierüber zu euch?

Wir hoffen, dass es so ist, müssen aber auch ehrlicherweise gestehen, dass wir unseren Firmenblog in den letzten Jahren nur sehr sporadisch geführt haben.

Da hatten wir einfach anderen Dingen größere Priorität eingeräumt. Künftig wird aber generell das Thema Social Media eine etwas größere Rolle spielen.

In dem Bereich wollen wir nun auch Praktikanten die Möglichkeit geben sich auszuprobieren und konkrete Projekte umzusetzen. Wer also Interesse hat, kann sich gern bei uns melden.

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