Mit solvish.com gemeinsam zur Problemlösung

solvish

„Gemeinsam sind wir stark“ – nach diesem Motto ruft die neue Internetplattform solvish.com Bürger, Unternehmen und Organisationen zum gemeinsamen Handeln auf.

Ein sehr spannender Ansatz, wie unser Interview mit den Initiatoren und Gründern Benjamin Facius und Anton Exner aus Hamburg verrät:

Was ist Ihre Motivation für diese Gründung?

Unsere Motivation liegt darin unseren Usern und zukünftigen Usern zu zeigen, dass man gemeinsam kleine bis sehr große Probleme lösen kann. Das kann von einer Privatlösung über den Tischler um die Ecke, bis hin zu einem weltweiten Unternehmen gehen. Diese können in Zusammenarbeit mit dem Problemersteller oder Verein nach Lösungen suchen und diese umsetzen.

Wir sehen ein unendliches Potential in der Masse der Menschen und wünschen uns, dass dieses Potential und die Kraft die dahinter steckt, in unsere und die Zukunft unserer Erde gesteckt wird.

Soll sich das Portal refinanzieren, oder handelt es sich eher um ein non-Profit-Projekt?

Es handelt sich in erster Linie um ein Non-Profit Projekt. Jede Spende geht direkt von unserem Partner sofortüberweisung.de an die Vereine, ohne Abzüge und ohne Zwischenstop bei Solvish.

Wir halten es uns offen in Zukunft entgeltliche Premiumprofile für Unternehmen anzubieten, die ähnlich den kostenlos bleibenden Vereinsprofilen aufgebaut wären. Diese würden den Unternehmen zusätzliche Funktionen und Präsentationsmöglichkeiten bieten.

Können Sie uns ein paar Beispiele nennen, welche Arten von Herausforderungen über Solvish.com ausgeschrieben werden könnten?

Bei Solvish geht es darum lokale und globale Probleme aufzuzeigen. Kleinere Probleme wie etwa fehlende Parkbänke im Hamburger Stadtpark lassen sich natürlich schneller lösen, eventuell in Zusammenarbeit mit einem ansässigen Tischler, als globale Probleme wie das Aussterben von Tierarten oder Umweltverschmutzung.

Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Täglich sieht man in Social Networks politische, umwelttechnische und viele weitere Themen auflodern, die allerdings nach einigen Kommentieren und Tagen wieder in Vergessenheit geraten. Solvish möchte genau an dieser Stelle weitermachen und Menschen oder Unternehmen finden, die diese Probleme nicht nur kommentieren, sondern auch tatsächlich lösen möchten.

Ihr Ansatz ist sehr lobenswert, allerdings gibt es ja bereits einige Initiativen, die zu mehr Gemeinsinn aufrufen. Wie wollen Sie neue Nutzer gewinnen, und diese zum Mitmachen animieren?

Ein gelöstes Problem auf solvish.com

Im Gegensatz zu anderen Initiativen wollen wir eine Plattform schaffen, die vor allem deswegen funktioniert, weil allen Beteiligten ein Nutzen aus ihrem Engagement erwächst.

Die Menschen zeigen Probleme auf, die sie betreffen oder betroffen machen. Oder sie sorgen für mehr Aufmerksamkeit, indem sie benannte Probleme unterstützen.

Auf der anderen Seite stehen die Problemlöser, die mit der Problemlösung ihre Reputation aufwerten können. In Zeiten der zunehmenden Werteorientiertheit der Gesellschaft könnte dies vor allem für Unternehmen von Interesse sein. Je höher die Aufmerksamkeit für das Problem, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Lösung.

Wir appellieren an den gesunden Menschenverstand und wünschen uns, dass sich ein Bewusstsein für unseren Planeten, unsere Zukunft und Umwelt entwickelt. Die Menschen sollen merken, dass man gemeinsam etwas erreichen kann, indem man Probleme aufzeigt und über Aufmerksamkeit einen „Lösungsdruck“ erzeugt, der Unternehmen, Politik oder andere einflussreiche Denker und Lenker unserer Zeit motiviert aktiv zu werden.

Wie und in welchem Team entstand das Konzept Ihrer Lösung?

Das Projekt ist durch Anton Exner, Benjamin Facius und Ole Golombek im November 2011 in einer Beta Version entstanden und wurde von Januar bis Mai noch einmal komplett überarbeitet und neu gestaltet.

Sind Sie noch auf der Suche nach weiteren Partnern oder Sponsoren für bestimmte Aufgabengebiete?

Wir möchten weitestgehend unabhängig bleiben, freuen uns aber über Sponsoren, Ideen und Kooperationen, die mit unserer Philosophie in Einklang zu bringen sind.

5 Kommentare zu "Mit solvish.com gemeinsam zur Problemlösung"

  1. Eine sehr schöne Idee. Das Internet eignet sich generell sehr gut, um Menschen zusammenzubringen, die gemeinsam ein Problem lösen wollen.

    Aber: Man bedenke, dass ein großer Teil der Internetnutzer sich auch bei Fragestellungen einschaltet, von denen er nicht viel versteht. Ich denke da an Portale wie ,,Wer-weiß-was?“, die ja einen ähnlichen Ansatz verfolgen, wo aber aus meiner Sicht eben auch viele unqualifizierte Ratschläge erteilt werden.

    Daher ist es wichtig, dass kompetente Leute mit Fachwissen sich zusammentun. Bin gespannt, wie sich das Projekt entwickeln wird.

  2. Immer wenn man denkt, dass es eigentlich jede Idee schon mindestens einmal gab, kommt so ein Projekt um die Ecke und belehrt einen eines Besseren. Ich persönlich habe bisher zumindest nocht nichts Vergleichbares gehört, vor allem nicht in diesen Dimensionen. Ich denke, dass gerade hier der Reiz liegt: Grenzen sind dem Projekt quasi nur durch die Phantasie bzw. das Engagement der User gesetzt. Sehr interessant, auch ich bin gespannt, was auf lange Sicht dabei herauskommt.

  3. …wo ist der f…..g Knopf fuer „Deutsch“…?

  4. Danke für die netten und hilfreichen Kommentare. Und danke für das wichtige und gut ausgedrückte Feedback, wir haben das bereits in einem anderen Blog desöfteren gelesen und in der nächsten Version wird es eine Sprachauswahl geben. Ich gehe davon aus, da Sie kein ‚ü‘ haben, das sie sich ausserhalb von Deutschland befinden, da greift dann automatisch die englische Version. Kleiner Tipp: Bei Google Chrome die Browsersprache auf Deutsch stellen, dann hat man es vorerst auf Deutsch. Viel Spaß!

  5. Ich gehe mit ‚Alltagsoekonom‘ einig wenn er sagt, dass es kompetente Fachleute braucht um sagen wir mal die gröberen Probleme unserer Gesellschaft/en zu lösen. Es gibt jedoch kaum ein Thema welches nicht bereits von einer oder mehreren NGOs abgedeckt wird (Umwelt, Gewalt, Natur und Tiere, Gender, etc. etc.) Womit wir bei einem Thema wären welches nicht unterschätzt werden darf: der Kampf um Aufmerksamkeit, Mitglieder und – vor allem – Gelder welcher unter den NGOs stattfindet. NGOs die zum selben Thema arbeiten werden ihre Lösungsansätze nicht miteinander auf einer öffentlichen Plattform bereden und austauschen. Auch NGOs sind darauf angewiesen, ihre Projekte finanziert zu bekommen. Kooperationen sind da nicht die Regel sondern die Ausnahme.

    Und dennoch; der Gedanke, dass Menschen sich zusammenfinden um gemeinsam die Gesellschaft in der wir leben zu verbessern, das Leben für einzelne und damit für alle schöner zu gestalten, dieser Gedanke hat einen grossen Reiz und unvorhersehbares Potenzial!

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