Mobile Apps von Zoobe: Mit mehr Emotionalität zum „next big thing“ aus der Hauptstadt?

Der Berliner Newcomer zoobe.com möchte mit einem ambitionierten Konzept die Online-Kommunikation emotionalisieren, und dabei den Austausch im Web mit dem Wunsch nach Unterhaltung in Einklang bringen.

Kommt damit der nächste „big player“ auf dem Onlinemarkt aus der Hauptstadt? Lesen Sie mehr im Interview mit Lenard F. Krawinkel, Gründer und Geschäftsführer der zoobe message entertainment GmbH:

Herr Krawinkel, für alle die Zoobe noch nicht kennen, wie lässt sich Ihre Geschäftsidee beschreiben?

Mit unseren Zoobe Apps wollen wir das Kommunikationsbedürfnis der Menschen mit dem Wunsch nach Unterhaltung in Einklang bringen – ab sofort auch mit unserer mobilen App Zoobe Cam. Zwar bieten Facebook, Twitter, WhatsApp und Co. zahlreiche Möglichkeiten, sich mit seinen Freunden und Bekannten auszutauschen, aber ihnen allen mangelt es an Emotionalität und Personalisierungsmöglichkeiten.

Bei Zoobe steht den Nutzern eine große Auswahl 3D-animierter Cartoon-Figuren, Backgrounds und Audio-Files zur Verfügung, aus der sie sich ein eigenes Setting erstellen können. Im nächsten Schritt folgt die Aufnahme einer Sprachnachricht. In wenigen Sekunden können dem gewählten Zoobe-Charakter die eigenen Worte (lippensynchron) in den Mund gelegt werden. Schließlich wird die Message mit dem Charakter und der Umgebung verknüpft. Das Resultat: Eine personalisierte, animierte Videobotschaft, die per Mail oder SMS versendet und auf Facebook oder YouTube mit den Freunden geteilt werden kann.

Während die Botschaften sich bisher nur über eine Anwendung auf Facebook erstellen ließen, steht nun mit Zoobe Cam auch eine iPhone App zur Verfügung. Zoobe Cam bietet noch weitere Personalisierungsmöglichkeiten, indem zum Beispiel eigene Fotos als Film-Hintergrund hinzugefügt werden können.

Wann und wo wurde Ihr Unternehmen gegründet?

Ich habe Zoobe bereits 2009 in Berlin gegründet. Lange Jahre war ich als Filmregisseur tätig und habe mir mit der Anwendung zum Ziel gesetzt, das filmische Erzählen zu personalisieren.

Wie entstand die Geschäftsidee selbst?

Als Regisseur habe ich mich hauptsächlich mit Animationsfilmen beschäftigt. Irgendwann fragte ich mich, ob es nicht auch möglich ist, animierte Figuren und Welten für die persönliche Kommmunikation zu nutzen; die Figuren aus ihrem Kontext der Geschichten herauszunehmen und zu Botschaftern eigener Nachrichten zu machen. Dann hatte ich die Idee: Der Nutzer wählt aus einer Bibliothek beliebige Figuren aus und verbreitet darüber seine Message in einer emotional ansprechenden Art und Weise. Immer mehr Menschen schauen sich inzwischen Videos auf ihren Smartphones an – eine wunderbare Entwicklung für mein Vorhaben.

Gibt oder gab es Vorbilder, an denen Sie sich orientieren?

Ganz klar: nein! Die Idee hat sich aus meiner beruflichen Laufbahn ergeben und wir setzen diese jetzt Stück für Stück um.

Was sind die Alleinstellungsmerkmale Ihrer Geschäftsidee?

Die bisherige Online-Kommunikation verlief relativ emotionslos und unpersönlich. Was tut man, wenn man einer Message eine persönliche Note verleihen will? Richtig, man fügt ihr ein YouTube-Video hinzu oder versieht sie mit Emoticons. Mehr gibt es nicht. Mit Zoobe haben Menschen die Möglichkeit, einen Kurzfilm zu erstellen, dessen Handlung die eigene Botschaft ist. Das bisherige Feedback zu Zoobe-Nachrichten, die ich verschickt habe, war ausnahmslos positiv. Die Figuren im Cartoon-Stil in Verbindung mit persönlichen Worten berühren nicht nur, sondern verleiten auch zum Schmunzeln und Lächeln.

Lenard F. Krawinkel

Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?

Ob jung, ob alt, jeder kann und sollte seine Lieben mit einer solchen Nachricht überraschen – Anlässe finden sich zuhauf. Unsere Hauptzielgruppe sind aber Frauen und Männer zwischen 14 und 30 Jahren.

Welches Team mit welchem Know How arbeitet an Ihrer Idee?

Neben mir sind Sören Ladig (Chief Technology Officer), Dr. Sascha Fagel (Director, Research and Development) und Stephan Sacher (Creative Director) für den Erfolg von Zoobe verantwortlich. Sören war in den letzten zehn Jahre als Produktentwickler in wachstumsstarken Technologieunternehmen tätig und hat auch bei Zoobe den Hut für sämtliche technischen Belange auf. Sascha ist unser Experte in allen Fragen der Online-Kommunikation, der eng mit unserem preisgekrönten kreativen Kopf Stephan zusammenarbeitet.

Welche Ziele verfolgt Ihre Gründung, wo möchten Sie in einem Jahr stehen?

Neben der emotionalen Personalisierung wollen wir den Menschen einfach ein neues Nachrichtenerlebnis bieten – Entertainment Messaging eben. Außerdem verfolgen wir das Ziel, dass Zoobe- Messages irgendwann genauso selbstverständlich verschickt werden wie Nachrichten per SMS oder über WhatsApp.

Suchen Sie noch nach Mitarbeitern und/oder Kooperationspartnern, und wer kann sich bei Ihnen melden?

Unser Team befindet sich aktuell im Aufbau, daher sind wir stets auf der Suche nach kreativen Talenten, die nicht nur eine große Leidenschaft für das Internet, sondern auch für die App-Welt und ganz speziell für unsere neue Form der Online-Kommunikation haben.

Mit Zoobe sprechen wir einerseits Endverbraucher an, andererseits können aber auch Unternehmen unsere animierten Figuren für sich sprechen zu lassen. In Zukunft wollen wir gebrandete Charaktere entwickeln, die für ein Unternehmen und/oder eine Marke stehen. Daher sind grundsätzlich alle Unternehmer aufgerufen, sich bei uns zu melden, wenn sie Interesse daran haben, auf kreative Art und Weise Marketing in der Online-Welt zu betreiben.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Werdegang?

Ich zähle mich selbst eigentlich nicht zu den klassischen Gründerpersonen, die man hier in Berlin antrifft. Allein mein bisheriger Werdegang zeigt, dass ich bisher ausschließlich Erfahrungen jenseits der Gründerszene gesammelt habe. Ich arbeitete für zahlreiche Kurz- und TV-Filme bevor ich im Jahr 2000 mit Sumo Bruno mein Regiedebut feierte.

Danach folgte mit Back to Gaya der erste CG Feature Animationsfilm aus Deutschland, dessen Vertrieb Warner Brothers übernahm. Mit diesem Film wuchs meine Faszination für den Animationsfilm. Seitdem war ich als freier Regisseur tätig und konnte mich mit Vorliebe der Computeranimation widmen, die schließlich in die Idee zu Zoobe gemündet ist.

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