Morten Hartmann von Stuffle.it: Vom Geheimtipp auf das internationale Parkett

Stuffle

Und nun noch ein ganz besonderes „Schmankerl“ zum Wochenende. Der Dienst Stuffle.it ist längst in aller Munde. MeinStartup.com im äußerst spannenden Interview mit dem Gründer Morten Hartmann:

Morten, euer neuer Dienst stuffle.it wird derzeit bei den Nutzern als eine Art „Geheimtipp“ herumgereicht, fast schon wie zu den Anfangszeiten von Ebay. Hast du als Gründer mit einem solchen Hype gerechnet?

Dass Stuffle von Beginn an so gut funktioniert, war nicht zu erwarten. Wir hatten ein gewisses Marketingbudget eingeplant, um die App überhaupt bekannt zu machen. Kurz nach dem Launch stellten wir jedoch schon fest, dass sich Stuffle per Mundpropaganda von ganz alleine verbreitet und konnten so das gesparte Geld direkt in die Weiterentwicklung investieren.

Natürlich freuen wir uns, dass uns die Nutzer direkt dabei helfen, die App zu verbreiten, denn es zeigt, dass ihnen unsere Arbeit und die Idee gefallen.

Ich muss zugeben, als mir eine Freundin zum ersten Mal euer Tool zeigte war ich etwas skeptisch. Die einfache Handhabung fasziniert, funktioniert das aber nicht nur in Ballungszentren? Oder wird man so seine alte Couch auch in Buxtehude los?

Es ist natürlich so, dass ein Dienst wie Stuffle in diesem frühen Stadium in größeren Städten besser funktioniert. Allerdings haben wir auch schon Feedback von begeisterten Nutzern bekommen, die sogar in entlegenen Urlaubsregionen erfolgreiche Verkäufe getätigt haben. In Buxtehude – mit seinen rund 40.000 Einwohnern – hast du deshalb wahrscheinlich ganz gute Chancen, die Couch loszuwerden ;-)

Hinter stuffle steckt ein namhaftes Team mit vielen bekannten Gesichtern der Gründerszene. Ihr habt also einiges vor mit dem Unternehmen?

Natürlich haben wir mit unserem Produkt noch einiges vor. Der Grundgedanke war zunächst, eine Art Prototyp mit den wichtigsten Features zu entwickeln, um zu sehen, ob überhaupt ein Markt für unsere Idee vorhanden ist. Jetzt, da wir sehen, wie gut die Nutzer unseren Dienst annehmen, können wir die Weiterentwicklung planen und angehen.

stuffle.it auf dem Smartphone

Wie konntest du deine Mitstreiter von dem Konzept überzeugen, oder war dies gar nicht notwendig?

Ich bin einfach ein toller Chef. Spaß beiseite, das richtige Team zusammenzustellen, ist natürlich eine der schwierigsten Aufgaben für einen jungen Gründer. Dank meiner Vergangenheit bin ich sehr gut vernetzt und konnte viele sehr gute Leute, die gerade in einer Phase waren, in der sie eine neue Herausforderung suchten, überzeugen, sich mir anzuschließen und bei Stuffle zu unterstützen.

Die großen Medien überschlagen sich mit Lob zu eurem Konzept, wann geht ihr auf das internationale Parkett?

Um ganz ehrlich zu sein: Da sind wir schon. Das liegt allerdings an einer kleinen Panne beim allerersten Einreichen der App bei Apple: Wir hatten schlicht und einfach vergessen, Stuffle nur für den deutschsprachigen Raum anzumelden.

Deshalb kann man die App schon weltweit runterladen; seit unserem letzten Update gibt es dazu nun auch eine englischsprachige Version mit entsprechenden Währungen. Bis Ende des Jahres planen wir, noch drei weitere Sprachen zu inkludieren und Stuffle aktiv im Ausland zu vermarkten.

Diese Frage stellen wir zwar meistens, aber in diesem Fall ist sie besonders interessant: Wie bist du auf die Idee zu stuffle.it gekommen?

Morten Hartmann Stuffle

Morten Hartmann

Die Idee zu Stuffle wurde bei einem gemütlichen Abendessen geboren. Jemand klagte sein Leid, dass er so unglaublich viel Kram zu Hause hat, der zum Wegwerfen viel zu schade, er aber viel zu faul sei, sich aufzuraffen und beispielsweise auf den Flohmarkt zu stellen.

Wir kamen dann auf die Idee, das man so etwas doch auch ganz einfach direkt mit dem Smartphone erledigen könnte: Foto machen, Angebot benennen, beschreiben und gewünschten Preis angeben. Wir haben also einfach ‚nur‘ eine neue Lösung für ein Problem gefunden, das jeder kennt.

Ich muss zugeben ich habe bei leo.org nach „stuffle“ gesucht. Wie entstand dieser Kunstbegriff?

Das ist einfach und schnell erklärt: Stuffle setzt sich aus den Begriffen „Stuff“ und „Sale“ zusammen und beschreibt somit sehr gut, was wir eigentlich machen. Außerdem klingt es doch auch Klasse. Vielleicht findet man Stuffle auch irgendwann auf Leo.org

1 Kommentar zu "Morten Hartmann von Stuffle.it: Vom Geheimtipp auf das internationale Parkett"

  1. Richtig geile Idee. In der Tat ist genau das ein Problem welches man nur all zu gut kennt und ebay Kleinanzeigen ist einfach zu langsam. Sehr gute Arbeit!

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