Neue Domainendungen: Eine Alternative für Online-Gründer?

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Das Internet wächst immer weiter. Aufgrund der schieren Masse an Websites, wird es zunehmend schwieriger Domains zu erstellen. Weil so viele Namen und Varianten bereits besetzt sind, besteht ab Mitte des Jahres 2013 die Möglichkeit für Internetadressen neue Domainendungen zu vergeben.

Interessierte können bereits vorab für sie interessante Internetadressen reservieren. Sie haben die Wahl zwischen mehreren hundert neuen Top-Level-Domains. Es muss nicht immer .com sein, das ohnehin international fast ausgebucht ist. Und es muss auch nicht immer das für Deutschland stehende .de am Ende eines Links sein. Private Websites können ebenso gut mit einer anderen Endung enden.

Was bringen .shop, .restaurant & Co.?

Wirklich interessant wird es ab Juli für die Betreiber von kommerziellen Internetpräsenzen. Viele der sich ab dem Sommer bietenden Möglichkeiten sind sogar idealer, als die bisherigen Endungen .de oder .net oder .org, welche meist wenig Aussagekraft haben. Wer einen Shop betreibt, kann die Endung .shop wählen. Wenn es sich um die Website eines Restauranst handelt, ist .restaurant eine zwar lange aber ideale Endung. Wer über einen Sport berichtet oder als Sportverein eine neue Domain benötigt, der wählt .sport. Es sollte ersichtlich sein, was sich für neue Chancen bieten, wenn, so ein Werbespruch, nun wieder „Platz im Internet“ geschaffen wird.

Die Liste könnte in alle erdenklichen Richtungen fortgesetzt werden. Konkret gesagt handelt es sich bei den neuen Endungen nicht einfach um Hinweise aus welcher Region eine Internetadresse kommt, es handelt sich um Kategorien. Diese sind zwar in einigen Fällen recht lang, haben allerdings eine große Aussagekraft, was sowohl für Internetbenutzer als auch für Websitebesitzer Vorteile mit sich bringt. Allerdings bleibt abzusehen, ob die neuen Endungen auch die Akzeptanz bei den Internetnutzern finden. So manch bisherige Endung wie etwa „.biz“ lässt so manchen Suchenden bei Google vor einem Klick zurückschrecken, weil die Top Level Domain einen deutlich geringeren Stellenwert wie beispielsweise .de hat.

Werden die neuen Endungen von den Nutzern auch wirklich akzeptiert?

Aber nicht nur für Websites wie die soeben genannten empfehlen sich neue Endungen. Es besteht ab dem Sommer auch die Möglichkeit in der eigenen Domain auf sein Bundesland hinzuweisen. Wer in Bayern sitzt, entscheidet sich für ein .bayern als Endung, wer in Berlin lebt oder in Niedersachen nimmt diese Namen als Abschluss. Lang wird es bei Ländern wie Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg, aber auch dies muss kein Nachteil sein. Alle Bundesländer bekommen eigene Top-Level-Domains. Lediglich die Kosten können deutlich höher sein, als bei konventionellen Endungen.

Was das neue System betrifft, so gibt es einfach ausgedrückt nach dem Punkt am Ende einer Adresse anstatt der bisherigen Endung .de oder .com nun eine, die direkt auf den Inhalt oder die Herkunft der Internetadresse hinweist. Die neuen Adressen werden leichter einzuordnen sein. Es besteht wie erwähnt bereits die Möglichkeit sie zu reservieren und vorzubestellen. Viele Seiten haben eine Prüfoption, um zu testen, ob Wunschdomains noch verfügbar sind. Die Richtlinien für die neuen TLDs werden von der ICANN bestimmt.

Wie sieht es mit dem SEO aus?

In einigen Fällen könnte es weiterhin angebracht sein, sich für die bekannten Domains zu entscheiden. Die Endung .de könnte wichtig sein, wenn es sich um Unternehmen handelt, besonders für solche, die international tätig sind und anzeigen wollen, wo ihr Stammsitz ist. Lange Adressen sind sicherlich auch nicht ideal, wenn es sich um eine Adresse handelt, die schwer zu merken ist, aber Interessenten anziehen soll. Ob es unbedingt nötig ist, von einer bestehenden Adresse zu einer neuen mit neuer Endung zu wechseln, hängt von einigen Faktoren ab.

Sollte ein Betreiber mit seiner Webadresse unzufrieden sein oder sollte eine ab Sommer mögliche Kategorisierung sich als vorteilhaft erweisen, so ist ein Wechsel zu empfehlen. Allerdings fängt man dann bei Null an, was den SEO-Faktor anbelangt. Wer also zufrieden ist, sollte sich höchstens Gedanken machen, ob eine Zusatzadresse mit neuer Endung Sinn macht.

1 Kommentar zu "Neue Domainendungen: Eine Alternative für Online-Gründer?"

  1. Finde die Idee mit den neuen Top Level Domains recht gut, da wie schon beschrieben sehr viele Namen bereits vergeben sind.

    Und man könnte auch Online Shops direkt mit einem .shop kennzeichnen, so weiß der nutzer direkt, der er jetzt wahrscheinlich mit einer Shopseite verbunden wird.

    Somit würde man viele neue möglichkeiten bieten.
    Uns Deutschen bleibt ja fast keine andere wahl als als Toplevel Domain .de/.com/eu. oder .info zu nutzen.
    Und so wird es auch in vielen anderen Ländern sein. Darum finde ich die Idee sehr gut, und sollte durchgesetzt werden!

    Es ist ja Quasi wie mit den IP v4 Adressen, irgendwann werden diese knapp und gehen evtl. aus. So ists auch bei den Domains, irgendwann sind alle belegt, (auch wenn das ein fall der Unmöglichkeit ist).

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