OppoSuits: Fashion oder Kostüm – jedoch immer perfekt sitzender Style und Blickfang

OppoSuits Anzug

Das holländische Modeunternehmen OppoSuits hat sich auf verrückte Anzüge für Männer spezialisiert. Der Träger hinterlässt auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck, obwohl man von diesen Zweiteilern und der passenden Krawatte schon mal Augenschmerzen bekommen kann. Gerade jetzt zur Faschingszeit verkaufen sich die grellen Anzüge besonders gut. Ein Grund, mehr über das junge Unternehmen zu erfahren.   

Wie lässt sich das OppoSuits-Projekt kurz und prägnant in wenigen Sätzen erklären?

OppoSuits sind ein Mix aus Verkleidung und Fashion. Der Anzug für nach der Arbeit oder zur Weihnachtsparty.

Wir wollen Männern das perfekte Kleidungsstück zum Feiern bieten – verrückt und stilvoll. Für alle die sich und das Leben nicht zu ernst nehmen.

Wann, wo und durch wen wurde das Unternehmen gegründet und wie viel Vorlaufzeit wurde insgesamt benötigt? Was genau war der Auslöser, außergewöhnlich stylische Männermode an den Start zu bringen?

OppSuits wurde 2012 von drei Freunden in Amsterdam gegründet. Eine echte Vorlaufzeit gab es nicht, da es eine spontane Idee zur Fussball EM 2012 war, orangene Anzüge zu produzieren und zu verkaufen, zur Unterstützung der holländischen Elftal.

Die ersten 2000 Stück waren innerhalb von zwei Wochen vergriffen und wir drei Gründer realisierten, dass das „Projekt“ ein Unternehmen sein könnte, und gaben unsere Jobs auf.

Wie sieht Euer Traumkunde aus?

Mit unseren Anzügen wollen wir alle ansprechen, die Bock haben aus sich rauszugehen und sich selbst nicht zu ernst nehmen.

Zudem wollen wir eine stilvolle Alternative für jede Mottoparty, den Karneval, die Weihnachtfeier oder den Junggesellenabschied bieten. Dabei ist die Bandbreite unserer Kunden sehr weit gefächert – vom Azubi bis zum Banker. Und auch vielen Frauen kaufen unsere Anzüge als Geschenk für Brüder, Väter oder Freunde.

OppoSuits_Anzug

Mit den Anzügen habt Ihr ganz sicher einen Nerv getroffen. Wie schlägt sich das in den Verkaufszahlen nieder?

Ja seit Anfang 2014 sind OppoSuits vollkommen angekommen und lösen gerade einen regelrechten Trend aus. Wir verkaufen nun viele Tausend Stück pro Monat in über 50 Länder dieser Welt.

Wie genau wurde das Startkapital für den ersten Anzug eingeworben und wo wird heute produziert?

Das Startkapital wurde von Freunden und Familie geliehen. So konnten wir uns von Anfang an auf unser Produkt fokussieren und blieben unabhängig. Nach dem dann die Trange verkauft war, hatten wir genug Eigenkapital um weiter machen zu können.

Wir haben von Anfang an in China produzieren lassen. Dennoch waren viele qualitative Anpassungen und Entwicklungen nötig, um zu unserem heutigen Spitzenprodukt zu kommen.

Auf welche der erreichten Etappenziele seid Ihr besonders stolz?

Wir sind stolz mit einem Produkt, welches dem Käufer Spaß und Aufmerksamkeit bringt, Geld zu verdienen. Aber besonders auch auf die Preisleistung unserer Anzüge. Wir bieten einen vollwertigen, maschinenwaschbaren und bügelfreien Anzug mit Krawatte für unter 70€ inklusive Versand an.

Dabei ist es uns wichtig, dass jeder sich einen OppoSuits leisten kann. Denn wir sehen unsere Anzüge als mehr, als nur eine Verkleidung – es ist ein Lebensgefühl.

Wie Barny Stinson sagen würde: „Suit up! And don`t take life too seriously!“

Nach etwas mehr als 2 Jahren auf dem Markt habt Ihr bereits ein ordentliches Wachstumstempo hingelegt. Wohin soll die Reise noch gehen?

Danke. Wir wollen aber immer weiter machen. Dabei sehen wir zwei große Baustellen: Zum einen wollen wir in unseren Kernmärkten (Holland, England, Deutschland und den USA) unsere Bekanntheit noch deutlich stärken und zweitens weiter neue Märkte erschließen.

Dazu bauen wir gerade in Skandinavien und Australien Versandzentren auf, um die Lieferzeiten für diese Länder deutlich zu verkürzen. Zudem arbeiten wir an der Verbreiterung unserer Designpalette und werden 2015 ca. 15 neue Anzüge präsentieren.

Welche Marketing-Kanäle eignen sich besonders, um die verrückte Mode an den Mann zu bringen?

Wir setzen stark auf Social-Media und das Internet, da sich unsere Anzüge gut zur visuellen Präsentation eignen. Aber auch Productplacement und klassische PR-Arbeit sind wichtige Instrumente für uns.

Sicherlich ist auch seit Eurem Start nicht alles glatt verlaufen. Welchen Tipp gebt Ihr Gründern deshalb unbedingt mit auf Ihren Weg?

Ja klar, vor allem mit einem Produkt, das alle als erstes immer als Witz verstehen und nicht als Businessmodel.

Aber mein Tipp ist: Zu seiner/m Idee/Produkt stehen und immer weiter machen, egal was andere sagen. Sich dabei aber auch an der Kritik bereichern und sie als Hilfe und Chance ansehen.

Zum Abschluss bitte noch ein paar Worte zu den Modemachern, die hinter OppoSuits stecken?

Wir haben mit Jasper einen hervorragenden Grafiker/Designer im Gründer-Team, der es immer schafft die Designideen, die im Team entstanden sind zu visualisieren.

Diese werden dann in einem gemeinschaftlichen Prozess diskutiert und umgesetzt, oder auch nicht.

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