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PocketTaxi: Die Zukunft der Mobilität kommt aus Karlsruhe

„PocketTaxi ermöglicht es Dir, endlich flexible Fahrgemeinschaften zu bilden“, so das Statement des Gründerteams von PocketTaxi aus Karlsruhe.

Schaut man sich die Partner des noch jungen Unternehmens an, so kann dieses eigentlich nur ein Erfolg werden.

MeinStartup.com im Gespräch mit Patrick Novinsky von pockettaxi.de:

Herr Novinsky, wir konnten in unserem Magazin bereits über einige ähnliche Portale berichten, die in irgendeiner Form das Auffinden von Fahrgemeinschaften oder Mitfahrgelegenheiten erleichtern. Was ist das besondere an PocketTaxi?

PocketTaxi dient zur Vermittlung von Fahrgemeinschaften auf Kurz- und Mittelstrecken. Dies funktioniert adressgenau und ohne weitere manuelle Absprachen. Mit nur einem Klick kann so ein Fahrer angefragt bzw. ein Gesuch angenommen werden.

Diese einfache Bedienbarkeit, die sowohl über den Browser, als auch über das Smartphone erfolgen kann, macht den Service insbesondere für Berufspendler interessant. Aufgrund von Gleitzeitverträgen wird von vielen Arbeitnehmern heute eine hohe Flexibilität verlangt. PocketTaxi ist der einzige Anbieter, der sich auf diese Gruppe spezialisiert hat.

So können Pendler ihre Fahrt zur Arbeit einmalig als regelmäßige Strecke in unserem System anlegen und werden dann über Gesuche und Angebote auf dieser Strecke automatisch informiert. Ändert sich der Zeitpunkt der hinterlegten Fahrt oder findet diese an einem bestimmten Tag nicht statt, so reicht wieder nur ein Klick, um die Änderungen durchzuführen.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von PocketTaxi ist ein weltweit führender Vermittlungsalgorithmus, der auch für eine wachsende Nutzergruppe eine schnelle Vermittlung garantiert. Erweitert wird unser Angebot in absehbarer Zeit durch eine Integration der Angebote des ÖPNV.

Was hat es mit dem regionalen Bezug in und um Karlsruhe auf sich, und planen Sie, PocketTaxi auch auf weitere Regionen auszudehnen?

Das Bilden von spontanen Fahrgemeinschaften auf Kurzstrecken setzt eine gewisse Anzahl an Nutzern voraus, die in einer bestimmten Region unterwegs sind. Wir haben mit unseren ersten Nutzern damit begonnen in Karlsruhe ein Netz aus Fahrten zu stricken, das nun erweitert wird.

Parallel dazu arbeiten wir an der Erschließung neuer Regionen. Der Großraum Frankfurt wird eine davon sein. Sobald auch dort ein Netz an Fahrten existiert, werden sich auch nach und nach die Regionen untereinander vernetzen.

PocketTaxi und ein großer Teil unseres Teams haben ihre Wurzeln in Karlsruhe. Viele Pendler verursachen zu den Stoßzeiten ein hohes Verkehrsaufkommen, was aber unter anderem aufgrund zahlreicher Baumaßnahmen in der Region an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Wir wollen mit unserem System zur Entlastung der Straßen und einer Reduktion der Schadstoffemissionen beitragen.

Sie arbeiten mit namhaften Unternehmen zusammen, wie gelang es Ihnen, diese von den Vorzügen der Fahrgemeinschaften zu überzeugen?

Viele Unternehmen machen sich bereits Gedanken über neue Mobilitätskonzepte. Steigende Spritpreise stellen eine zunehmende Belastung für ihre Mitarbeiter dar.

Das Zurverfügungstellen alternativer Mobilitätskonzepte, wie PocketTaxi, kommt da einer indirekten Lohnerhöhung gleich. Zusätzlich können so Parkplätze eingespart werden und die Mitarbeiter vernetzen sich durch die Fahrgemeinschaften auch abteilungsübergreifend untereinander. Außerdem wertet PocketTaxi die zustande gekommenen Fahrten aus und zertifiziert dem Unternehmen das eingesparte CO2.

Unternehmen können so einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten und das Ergebnis öffentlichkeitswirksam in ihrem Nachhaltigkeitsbericht ausweisen.

Seit Jahren gibt es Versuche, den Individualverkehr gemeinschaftlicher und umweltfreundlicher zu gestalten. Trotz steigender Benzinpreise beharren die meisten Deutschen auf Ihr „Lieblingskind“ Auto. Warum tun wir uns hierzulande mit dem Umstieg auf alternative Verkehrsformen so schwer?

Wir nehmen unser Auto als Statussymbol und die uneingeschränkte Mobilität als Grundrecht wahr. Für die Mobilität sehe ich das auch so, gerne darf auch jeder sein eigenes Auto besitzen. Aber müssen wir deshalb auch immer alleine durch die Gegend fahren?

Pro Auto sind im Berufsverkehr lediglich 1,07 Plätze belegt. Eine gigantische Ressourcenverschwendung. Die Leute fahren alleine, weil sie sich ihre Flexibilität und somit ein Stück Freiheit wahren wollen.

Das Team von PocketTaxi

Bisherige Konzepte zur Fahrgemeinschaftsbildung verlangen Absprachen und das langfristige Planen von Fahrten. PocketTaxi bietet nun erstmals die Möglichkeit ganz spontan und ohne solche manuelle Absprachen eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Ich glaube mit Hilfe solcher neuen Technologien können wir die Mobilität von morgen anders gestalten.

Sehen Sie Tendenzen zu einem echten Umdenken, und wie wird Ihrer Meinung nach die mobile Landschaft in zehn, 20 Jahren aussehen?

Andere Länder sind in Sachen Mobilität bereits weiter. In den USA gibt es zum Beispiel in manchen Städten Carpool Lanes, eigene Autobahnspuren, die nur befahren werden dürfen, wenn man mindestens zu zweit im Auto sitzt. Ebenso wie die Elektromobilität sind solche Ideen zukunftsweisend.

Es ist aber auch mit hohem Aufwand verbunden, diese Konzepte umzusetzen. Autos und damit auch freie Plätze für Passagiere sind aber schon genug vorhanden. Warum diese nicht einfach nutzen und ohne zusätzliche Investitionen das Verkehrsaufkommen und den Schadstoffausstoß reduzieren. In 10 Jahren wird die Fahrt alleine im Auto ein Luxus sein, auf den man leicht verzichten kann. Stattdessen wird es Mobilitätsplattformen geben, die verschiedene Verkehrsmittel miteinander vernetzen und spontan zur Verfügung stellen.

Von Zuhause geht es dann mit dem gemieteten Fahrrad zum Bahnhof, mit dem Zug in die nächste größere Stadt und dann mit einer Fahrgemeinschaft adressgenau an den Zielort. Mit PocketTaxi entwickeln wir gerade einen ersten Baustein dieser Plattform.

Sie konnten ein tolles Team für PocketTaxi zusammenstellen. Wie entstand dieses?

PocketTaxi ist eine Ausgründung aus dem KIT. Nach einem Praktikum in einem größeren Unternehmen und ersten Erfahrungen als Berufspendler beschloss Stefan Ostwald vor zwei Jahren, das Pendeln für seine Kollegen zu vereinfachen.

Zusammen mit einigen Kommilitonen und unterstützt durch das KIT, entwarf er die Idee zu PocketTaxi. Mittlerweile wird das Unternehmen durch ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert und ist seit Mitte März 2012 in Karlsruhe am Markt.

5 Kommentare zu "PocketTaxi: Die Zukunft der Mobilität kommt aus Karlsruhe"

  1. Nach dem erfolgreichen Markteintritt von PocketTaxi in der Region Karlsruhe wurde vergangene Woche nun die „PocketTaxi GmbH“ gegründet. Das Karlsruher Startup-Unternehmen zur Vermittlung von spontanen Fahrgemeinschaften für Berufspendler setze seine positive Entwicklung somit weiter fort, so eine entsprechende Pressemeldung.

  2. Folgende Meldung erreichte uns soeben:

    „Nur drei Wochen nach der Gründung der PocketTaxi GmbH kann das junge Karlsruher Startup-Unternehmen nun einen weiteren Partner in sein Netzwerk zur flexiblen Fahrgemeinschaftsbildung integrieren. Mit der Technologiefabrik Karlsruhe ist das innovative System nun auch für die Mitarbeiter von gleich über 70 Klein- und Mittelstands-Unternehmen verfügbar. „Mit Unternehmen wie Siemens und der EnBW haben wir im März begonnen unser Netz an Fahrgemeinschaften in der Region Karlsruhe aufzuspannen. Erste Erfolge darin führen nun dazu, dass sich weitere Unternehmen anschließen wollen.“, so Stefan Ostwald, Geschäftsführer von PocketTaxi.“

  3. Die Staatssekretärin für Verkehr und Infrastruktur, Gisela Splett, hat vergangenen Donnerstag offiziell das Startup-Unternehmen PocketTaxi als „Übermorgenmacher“ geehrt.

    Dieser Wettbewerb stellt das Kernelement der 60-Jahr-Feierlichkeiten des Landes Baden-Württemberg dar und richtet sich an Ideen und Projekte, die durch besonderes Engagement und Erfindungsreichtum die Zukunft des Landes positiv gestalten

  4. PocketTaxi konnte mit Evonik und dem Industriepark Wolfgang in Hanau die ersten beiden Unternehmen in Hessen als Partner gewinnen. Nach Karlsruhe wird somit im Rhein/Main-Gebiet die zweite Region für Fahrgemeinschaften für Berufspendler erschlossen.

  5. Und eine weitere Meldung des Unternehmens erreichte uns in diesen Tagen:

    „Kurz vor dem Rollout unseres Fahrgemeinschaftssystems in Hessen können wir die finanzielle Beteiligung des Businessangels Dr. Wolfgang Scheiding vermelden. Durch seine Unterstützung soll die Region Rhein/Main zügiger erschlossen und auch weitere Regionen in Deutschland für den Einsatz von PocketTaxi vorbereitet werden.“

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