Praktische Geschäftsidee: Der Spritgong soll das Tanken wieder billiger machen

Sündhaft teures Benzin an der Tankstelle? Darüber braucht man sich dank der Neugründung Spritgong möglicherweise bald nicht mehr ganz so sehr ärgern. Eine überraschende aber äußerst sinnvolle Geschäftsidee, wie uns die Macher hinter der Gründung verraten haben:

Was genau ist der Spritgong?

Die Betreiber von Tankstellen werden durchaus auch von Ihren Kunden beschimpft und für die massiven Preisschwankungen zu Unrecht verantwortlich gemacht. Des Weiteren haben die Pächter kaum Chancen, Kunden öfter zu sich an die Tankstelle zu bringen, außer über den Kraftstoffpreis. Dieses Manko haben wir zum Vorteil für die Stationsbetreiber gewandelt, indem der Tankstellenbetreiber über unser System dem Autofahrer eine SMS senden kann, wenn der Preis günstiger als der Durchschnittspreis der letzten Tage ist.

Dadurch erhöht sich die Kundenbindung und der Umsatz im Zusatzgeschäft der jeweiligen Station. Der einzelne Autofahrer kann abhängig von der Fahrleistung bis zu 300 € im Jahr an Kraftstoffkosten einsparen.

Wie kam es zu der Gründung Ihres Unternehmens?

Die ursprüngliche Unternehmensgründung fand im Jahr 2007 im schwäbischen Murrhardt statt. Die Idee und die Entwicklung der Idee sowie der damit verbundenen Neuausrichtung des Unternehmens begann Ende 2009 und soll mit der Umfirmierung im Dezember 2012 abgeschlossen sein.

Die Idee entstand eines Montagnachmittags Ende des Jahres 2009, als der Inhaber Jochen Geist mit leerem Tank an die Tankstelle gefahren ist, 50 Liter tankte und der Stationsbetreiber ihn mit den Worten „Du bist doch doof“ begrüßt hat. Er wollte dann natürlich wissen, wieso er so begrüßt wurde, und der Stationsbetreiber verriet ihm dann, dass der Preis gerade um 10 Cent je Liter gestiegen sei. Geist konterte: “Wieso? Es ist doch erst 16:00 Uhr und die letzten Wochen seid ihr erst zum Betriebsschluss teurer geworden.“ Der Stationsbetreiber sagte nur, dass er nicht weiß, wieso seine Mineralölgesellschaft den Preis erhöht hat.

Geist schlug dem Stationsbetreiber vor, dass er ihm doch zukünftig eine SMS schicken solle, wenn der Preis verändert wird. Worauf der Stationsbetreiber erwiderte: „Wenn ich das bei dir anfange, dann kann ich das auch bei 500 weiteren Kunden tun.“ Dies war die Grundsteinlegung. Jedoch war es hiermit nicht getan, es musste zuerst ein Einblick in das Tankstellengeschäft gewonnen werden. Bei diesem Einblick war sehr deutlich, dass die Autofahrer das Kassenpersonal oder den Stationsbetreiber wirklich beleidigen und sogar handgreiflich werden, wenn die Autofahrer zum Tanken anstehen und genau dann der Preis nach oben geht. Es folgte eine intensive Planungs- und Entwicklungsphase von ca. zwei Jahren.

Gibt oder gab es Vorbilder ähnlicher Dienstleistungen, an denen Sie sich orientieren konnten?

Dieses System ist weltweit einzigartig und einmalig und lässt sich auf alle Länder ausdehnen, in denen der Tankstellenmarkt von Preisschwankungen gekennzeichnet ist.

Was genau unterscheidet den Spritgong von ähnlichen Ansätzen?

Das Konzept hat mehrere Einstellungsmerkmale. Zum einen gibt es so ein System noch nirgends auf der Welt, zum anderen wird auch kleineren Unternehmen der Werbekanal SMS zu Verfügung gestellt, denn bei den Preis-SMSen können Werbeanzeigen von max. 100 Zeichen auf die Handys der Autofahrer mit verschickt werden. Desweiteren ist es das einzige Kundenbindungssystem welches auf Tankstellenbetreiber/Pächter zugeschnitten ist.

Es gibt zahlreiche andere Ansätze, z.B. Preisvergleichsportale, diverse APPs oder verschiedene Erweiterungen für Navigationssysteme usw. Laut diverser Umfragen (z.B. ADAC oder Tankstellenmarkt usw.) haben aber 80%! (33,6 Mio.) Autofahrer eine oder zwei Lieblingstankstellen und nur wenige Autofahrer schauen vor dem Tanken ins Internet, welche Tankstelle am günstigsten in der Region ist und nehmen deswegen Umwege in Kauf. Einer der kleineren Mineralölkonzerne fand diese Geschäftsidee gut und hat ein eigenes, stark im Funktionsumfang abgespecktes System entwickelt und auf den Markt gebracht. Unser Stärke liegt eindeutig in der Dynamik des Systems.

Welche Zielgruppen möchten Sie ansprechen?

Unsere primäre Zielgruppe sind Tankstellenbetreiber/Pächter (ca. 14267 Stück in Deutschland) und die sekundären Zielgruppen sind Unternehmen die legale SMS-Werbung als weiteren Werbekanal einsetzen möchten und zu guter Letzt der Autofahrer, der dieses System nutzen möchte, damit er bares Geld sparen kann.

Wie wollen Sie Ihre Idee bekannt werden lassen? Und welches Team arbeitet am Spritgong?

Wir vermarkten unser Produkt derzeit primär über das Internet, bauen parallel dazu einen deutschlandweiten Vertrieb mit Außendienstmitarbeitern und Handelsvertretern auf und gehen Partnerschaften mit diversen Verbänden, Vereinen und Portalen in der Tankstellenbranche ein. Derzeit besteht unser Team aus dem Inhaber und Ideenlieferant Jochen Geist, dem Marketingexperten Matthias Fuchs und einem weiteren Programmierer.

Was haben Sie sich für die nächsten 12 Monate vorgenommen?

Wir verfolgen das Ziel, dass zuerst in Deutschland und später auch im europäischen Ausland überwiegend mit Spritgong.de getankt wird. In einem Jahr möchten wir mindestens 5% der deutschen Tankstellen als Kunden unseres Systems haben und somit mindestens 20.000 Autofahrer dafür begeistern durch einfache Verhaltensänderung bis zu 300 € im Jahr an Kraftstoffkosten zu sparen.

Suchen Sie noch nach neuen Mitarbeitern und Kooperationspartnern?

Gerne dürfen sich freie Handelsvertreter bei uns melden (Jobs@spritgong.de). Wir lassen uns aber auch von potentiellen Kapitalgebern (Invest@Spritgong.de) finden. Kooperationspartner aus dem Tankstellenmarkt sind natürlich ebenfalls gerne gesehen.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Werdegang?

Der Inhaber Jochen M. Geist ist gelernter Kommunikationselektroniker und seit 2007 selbstständiger Unternehmer in den Bereichen der Kommunikationstechnik und Netzwerktechnik. Nach seiner Ausbildung zum Kommunikationselektroniker und seinem Wehrdienst besuchte er Fortbildungen zum Thema Netzwerkadministration und arbeitete in 3 unterschiedlichen Unternehmen als IT-Administrator bevor er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.

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