Preisvergleichportal für Bürobedarf mit Papersmart: „Es finden sich kaum vergleichbare Modelle“

Ich selbst kenne Preisvergleichsportale hauptsächlich aus dem Bereich Elektronik oder Finanzen. Aber im Büroumfeld war mir dies bislang noch neu.

Deswegen wollten wir natürlich mehr wissen über das junge Unternehmen Papersmart aus Berlin. Michael Wendt von der Papersmart GmbH verriet uns die Hintergründe:

Herr Wendt, wie entstand diese sehr praktische Geschäftsidee von Papersmart?

Mein Kollege Klaus Wächter (heute zuständig für unsere Händlerbeziehungen) hatte die Idee. Als selbstständiger Kostenberater fiel ihm eine Studie in die Hand, die zwei Dinge besagte: erstens gibt es wahnsinnig hohe Preisunterschiede im Bürobedarf und zweitens tun die meisten Unternehmen nichts, um einen möglichst günstigen Anbieter zu finden. Da kommt natürlich die Frage auf: Wie kann das sein? Ein derart kompetitiver Markt müsste doch eigentlich zu einem knallharten Preiskampf führen.

Die Antwort war erstaunlich einfach: Den günstigsten Anbieter zu finden ist zu aufwändig. Wer legt sich schon 10 Kataloge nebeneinander und zückt den Taschenrechner? Auch gängige Preissuchmaschinen helfen einem bei Bürobedarf nicht. Das geht schon beim einfachen Kopierpapier los – jeder Anbieter hat eine andere Marke, manche sogar ihre eigenen. Wie soll man denn da vergleichen können? Und nur weil jemand günstiges Kopierpapier hat, heißt das noch lange nicht, dass er auch alle anderen Wunschprodukte eines Kunden führt.

Sie sehen also – es wäre furchtbar kompliziert, die vielen Händler selbst zu vergleichen. Und so kam Klaus die Idee für Papersmart: Es muss doch möglich sein, die Sortimente von diesen Händlern vergleichbar zu machen und dann für einen Warenkorb den günstigsten Gesamtpreis zu finden. Eine Internetplattform machte am meisten Sinn, also holte er mich an Bord und wir haben uns ein starkes Team aus Profis aufgebaut, die diese Plattform von Zeile 1 an komplett selbst entwickelt haben.

Ihr StartUp ist nun bereits seit einigen Monaten auf dem Markt. Wie fällt Ihr erstes Resümee nach dieser Zeit aus?

Wir haben in kurzer Zeit sehr viel erreicht und eine immense Entwicklung unserer Plattform erlebt. Der Markt für Bürobedarf erscheint einigen zunächst sehr einfach. Wir sehen jedoch, dass es eine Branche ist, die sehr komplexe und interessante Aufgaben und damit ein großes Entwicklungspotenzial für Papersmart bereithält.

Viele Herausforderungen konnten wir schon meistern und zu unserem Vorteil ummünzen. Auf der technischen Seite bieten wir bereits eine Nutzerfreundlichkeit, die in diesem Bereich ihresgleichen sucht. Wir haben es zudem geschafft Transparenz in einen Markt zu bringen, die für unsere Nutzer bare Münze bedeutet. Nach einem Jahr, in dem wir viel Mühe und Kreativität in die Umsetzung unserer Idee gesteckt haben, ist es schön den Beweis für diesen Mehrwert, den wir von Anfang an erstrebt haben, endlich auch in Zahlen und Fakten zu sehen.

Wir müssen uns nicht mehr auf theoretische Claims verlassen. Heute können wir stolz sagen, dass unsere Kunden im Schnitt 20 % gegenüber einem Einkauf bei den Marktführern sparen. Und dabei haben wir noch längst nicht alle Karten ausgespielt.

Da das Konzept doch recht einzigartig ist, verbreitet sich diese fast schon viral, und hilft Ihnen dies bei Ihren Marketingbemühungen?

Schön, dass Sie die virale Verbreitung ansprechen. Nicht umsonst heißt es heute überall: „Der Gewinn wird heute im Einkauf gemacht“. Da stecken wir natürlich mittendrin. Viele Medien greifen unser Thema also von ganz allein auf und sorgen so für gute PR für uns.

Das bringt viele Unternehmen dazu, uns auszuprobieren. Sobald wir den Kunden mit der ersten Lieferung überzeugt haben, bleiben diese auch ganz selbstverständlich bei uns. Warum sollten Sie den Vergleich auch nicht durchführen? Es kostet den Kunden ja nichts – die Resonanz auf den einschlägigen Bewertungsportalen spricht für sich.

Wissen Sie, ob es weltweit überhaupt ähnliche Online-Dienstleister gibt?

Auf den ersten Blick ist unser Modell eine logische Evolutionsstufe des Preisvergleichs. Dennoch finden sich weltweit kaum vergleichbare Modelle. Einen Warenkorbvergleich wie wir ihn anbieten, gibt es hier in Deutschland nur in Form von Ausschreibungen und in einem anderen Onlinekonzept für Medikamente. Es gibt einfach auf den ersten Blick kaum einschätzbare technische Hürden für die Durchführung eines solchen Vergleichs. Wie soll zum Beispiel ein Computer in der Lage sein, unterschiedliche Angebote zweier Anbieter auf ihre Gleichwertigkeit einzuschätzen? Genau das Problem haben wir erstmalig geknackt!

Da Sie ja nur vermittelnd tätig sind, womit refinanziert sich Papersmart?

Bei Papersmart erhalten unsere Fachhändler die Chance, sich professionell im Internet zu präsentieren und Kunden mit ihrem Angebot zu überzeugen, zu denen sie sonst keinen Zugang hätten. Als Gegenleistung erhält Papersmart für jeden vermittelten Auftrag eine Provision – der Kunde bezahlt dabei nichts. Auch die Preise aller Händler entsprechen denen in ihren eigenen Katalogen.

Wie soll die Plattform in Zukunft weiter ausgebaut werden?

Wir wollen besonders viel für unsere Bestandskunden tun. Das geht bei einem einfacheren Zahlungssystem los und beinhaltet z.B. auch ein Bonusprogramm. Wir haben allerdings auch Ideen, wie wir Papersmart für neue Kundengruppen ausbauen können – Sie dürfen gespannt sein!

Ein paar Worte zu den Personen und dem Team hinter Papersmart?

Michael Wendt

Ich bin besonders stolz darauf, dass wir bei Papersmart ein so vielfältiges wie erfahrenes Team versammeln konnten. Meine Kollegen und ich kommen aus den unterschiedlichsten Generationen und Hintergründen. Das bedeutet ganz einfach, dass zu jeder anstehenden Entscheidung mehr Fragen gestellt werden und wir dadurch schon im Voraus mehr Antworten haben.

Klaus (unseren Ideengeber) hatte ich schon erwähnt – zu uns gehören dann an vorderster Front noch meine Mitgründer und Softwarezauberer Simon & Stefan, unsere Marketingfee Celine und Dirk, der seit über 15 Jahren in dem PBS-Markt tätig ist und bei dem jede Zahl nur eine Frage entfernt ist.

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