Silingo: Das Uni- oder Familienwappen und mehr als Designer-Ring

Aus „740.000 Variationsmöglichkeiten“ kann man sich über das Online-StartUp Silingo aus der Hauptstadt individuellen Ringschmuck erstellen lassen.

Marius Melsheimer – Ideengeber und Mit-Gründer von Silingo – über individualisierten Schmuck, den Wettbewerb auf diesem Gebiet, sowie die weiteren Pläne für das StartUp:

Herr Melsheimer, wie setzen sich die über 700.000 Wahlmöglichkeiten zusammen, beziehungsweise auf welche Komponenten hat man hierbei als Kunde Einfluss?

Es ist vor allem die Wahl der individuellen Gravuren, die am interessantesten ist. Unsere Kund/innen legen diese im Ringdesigner nach eigenen Wünschen fest. Dazu stehen bei manchen Ringmodellen bis zu sieben Gravurflächen zur Verfügung. Wir bieten als einziger Online-Ring-Shop die Möglichkeit, eigene Motive wie Uni- oder Familienwappen oder Unternehmenslogos hochzuladen und auf dem Ring zu platzieren.

Darüber hinaus können Kund/innen aber auch Motive aus einer Galerie wählen oder Texte in einen Editor eingeben. Weitere Auswahlmöglichkeiten gibt es bei Modellen, bei Edelmetall und Steinen sowie bei der Oberfläche des Metalls. Und natürlich beim Ringmaß. Der Ring muss ja passen. Wir haben eine Auswahl an Materialien getroffen. Auf Anfrage bieten wir mehr.

Haben Sie einen Überblick darüber, welche Art von Kunden Ihren Service hauptsächlich nutzt?

Es sind vor allem Menschen, die ihre Zugehörigkeit durch einen hochwertigen Ring ausdrücken wollen. Wir fokussieren derzeit auf die Hochschulen und sind überrascht von der guten Resonanz. Offensichtlich hat sich dort in den letzten Jahren ein Markt entwickelt. Große Fußballvereine haben auch schon Interesse geäußert.

Es sind aber auch viele Individualisten dabei. Die zum Beispiel ihre Verbundenheit zu ihrer Motorradclique auf diese Weise symbolisieren. Oder Unternehmer, die sich ihr Firmenlogo auf den Ring machen. Interessant gerade für Firmen ist die Gravur im Corporate Design. Von Familien kamen auch schon Anfragen. Da sind wir im Gespräch und auch schon im Fertigungsprozess. Wir beraten ja auch und lassen Familienwappen nachzeichnen, die beispielsweise nur auf Leder vorhanden sind. So können sie dann auch graviert werden.

Werden die Unikate von Ihrem Unternehmen selbst gefertigt, oder arbeiten Sie hier mit Partnerunternehmen zusammen?

Ein individueller Silingo Ring

Wir arbeiten eng mit einer Berliner Gold- und Platinschmiede zusammen, die viel Erfahrung im Bereich des exklusiven Schmucks hat. Von dort kamen im Vorfeld die Modelle und alle kunsthandwerklichen Informationen zu den Möglichkeiten der Individualisierung, die wir im Ringdesigner realisiert haben.

Die Modelle wurden exklusiv nach unseren Vorstellungen designt. Wir wollten MADE IN GERMANY. Und wegen der Abwicklung des Versandes wollten wir Berlin als Fertigungsort. Da die Ringe für die Träger/innen einen hohen ideelen Wert haben, soll die Qualität sehr gut sein. Das hätten wir mit einer Fertigung im Ausland nicht erreicht.

Und die Nähe ermöglicht auch Abstimmung: Wenn unser Goldschmied sagt, dieses Wappen ist auf der Gravurfläche nicht gut darstellbar oder dieser Text ist zu klein, dann raten wir dem Kunden ab. Selbstverständlich gravieren wir auch keine rechtswidrigen Inhalte etc., das ist klar.

In letzter Zeit sind einige ähnliche Online-Dienstleister an den Start gegangen. Sehen Sie diese Herausforderung eher sportlich, nach dem Motto „Konkurrenz belebt das Geschäft“?

Wir schauen uns das natürlich genau an. Aber wir haben durch die Individualisierung der Ringe im Ringdesigner ein sehr gutes USP. Unsere Ringe setzen sich von der Konkurrenz beispielsweise im Hochschulbereich durch ein junges und modernes Design ab. Im Grunde gibt es auch keinen Konkurrenten, der das bietet, was wir bieten. Daher sehen wir es sportlich. Und finden es spannend, wie andere der Herausforderung begegnen, einen komplexen, kunsthandwerklichen Fertigungs- und Verkaufsprozess in das Internet zu verlegen.

Wie entstand die ursprüngliche Idee zu Silingo, und wie sind die weiteren Pläne für das StartUp?

Ich habe die Idee aus den Staaten mitgebracht. Uni-Ringe, Meisterschaftsringe und Unternehmensringe sind dort ein Riesenerfolg. Die Produzenten dort blicken auf einen gewaltigen Markt. Fast jede/r hat einen individuellen Ring – ob High-School, College oder Universität.

Wie es weitergeht? Wir werden die Individualisierungsmöglichkeiten im Ringdesigner noch ausbauen. Parallel erweitern wir unsere Produktpalette um Manschettenknöpfe und Anstecknadeln. Beides kann ebenfalls im Ringdesigner individualisiert werden. Gleichzeitig bauen wir unser Marketing weiter auf. Wir kooperieren unter anderem mit anderen Shopbetreibern und vergrößern so unseren Verkaufsradius.

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