Singstargegner? Gassigeher? neue Bandmitglieder? matecloud.de vereint die Hauptstädter

„Berliner findet euch!“ ist das Motto von matecloud.

Egal ob ebenbürtige Singstargegner, Gassigeher, neue Bandmitglieder, Kochpartner, Rollenspieler oder Doppelkopfmitstreiter, hier findet einfach jeder den „dritten Mann“.

Geschäftsführer Michael Kruppa verrät unseren Lesern mehr über die Netzwerk-Alternative für die Hauptstadt:

Herr Kruppa, was ist der Unterschied zu sozialen Plattformen wie Facebook & Co., und was bedeutet der Name matecloud?

In erster Linie geht es bei matecloud darum, neue Leute mit gleichen Interessen kennenzulernen. Fast jeder hat ja ein Hobby, eine Leidenschaft, vielleicht eine Lieblingsband, für die sich die eigenen Freunde nicht begeistern lassen. Hierfür kann man auf matecloud ganz unkompliziert nach Gleichgesinnten suchen.

Während man sich also bei Facebook & Co. mit denen vernetzt, die man im realen Leben bereits kennt, möchten wir bei matecloud all diejenigen zusammenbringen, die sich tatsächlich kennen sollten. Eben weil sie ähnlich ticken. Mate kommt aus dem Englischen und steht für Kumpel oder Gleichgesinnter. Also keine Anspielung auf das Lieblingsgetränk vieler Berliner, wie von einigen vermutet.;-)

Die Cloud, also die Wolke, spiegelt das Prinzip der Seite wieder. Menschen mit unterschiedlichsten Interessen kommen zusammen und werden Teil der matecloud. Trotzdem ist es mithilfe der Freitextsuche in Echtzeit ganz einfach, das persönliche Gegenstück ausfindig zu machen. Ich muss nicht, wie in üblichen Kleinanzeigen, die passenden Kategorien durchforsten, sondern gebe einfach ein, wofür ich mich interessiere. Dann wird sofort angezeigt, ob es bereits Beiträge zu diesem Thema gab. Falls nicht, kann ich selbst aktiv werden und einen Post zu meinem Hobby veröffentlichen. Schlagwörter helfen dann zusätzlich, von den richtigen Leuten gefunden zu werden.

Berlin ist ein großer und attraktiver Markt, wenn Sie Erfolg haben, soll das Konzept dann auch auf weitere Regionen ausgedehnt werden?

Wenn sich das Konzept in Berlin durchsetzt und angenommen wird, ist das auf jeden Fall eine Option. Die Idee zu matecloud ist entstanden, weil wir uns allesamt eine Community wie matecloud für die Stadt, in der wir leben – Berlin eben – gewünscht hätten.

Darüber hinaus bringt die momentane lokale Beschränkung den Vorteil, dass wir noch in der Lage sind, ganz persönlich auf Kritik einzugehen, Anregungen von Usern direkt umzusetzen und am Beispiel einer Stadt zu beobachten, was die Leute annehmen und wo schnelle Verbesserungen notwendig sind. Somit kann man die Beschränkung auf Berlin schon als eine Art Testlauf bezeichnen.

Wie wollen Sie die kritische Masse an Erstusern erreichen, von der ein Online-Portal wie matecloud lebt?

Das Team von matecloud besteht aus drei Leuten, die die Seite zwar mit viel Herzblut, aber dennoch ausschließlich in ihrer Freizeit betreuen. Uns fehlen also momentan schlichtweg die finanziellen Mittel, um Banner zu schalten oder die Stadt zu plakatieren.

Für den Moment beschränken wir uns daher auf klassische Pressearbeit und nutzen die gängigen sozialen Kanäle, um auf uns aufmerksam zu machen.

Die Nutzung selbst ist kostenlos. Wie refinanziert sich der Dienst?

Die Idee ist, die Community langfristig über zielgerichtete Werbung zu finanzieren. Wir haben bei matecloud einen sehr starken thematischen und geographischen Kontext.

Wenn ein User also bspw. einen Beitrag zum Thema Tischtennis liest, können wir das erkennen, sobald der Beitrag geöffnet wird. Und wir wissen auch, wenn der Beitrag zum Beispiel auf Berlin Mitte beschränkt ist. Somit wäre an dieser Stelle die Werbeeinblendung eines lokalen Sportartikel-Ausstatters aus Berlin Mitte bestens platziert.

Dass kontextsensitive Werbung sehr effektiv ist, haben ja schon andere große Seiten im Internet bewiesen. Es ist also bei uns möglich, über die Definition von Stichwörtern und die Angabe von Städten bzw. Stadtteilen gezielt Werbung zu schalten, die die richtigen Rezipienten erreichen wird.

Egal ob Gefährten gesucht werden für den Stammtisch, einen Pokerabend oder die Jam Session: Hier findet sich jeder wieder. Ist diese bunte Vielfalt auch ein wenig eine Gefahr, dass die Plattform allzu unübersichtlich wird, und wie gehen Sie mit dieser Herausforderung um?

Wir sehen diese Gefahr eigentlich nicht. Liest man sich die öffentlichen Beiträge der User ohne Suchfilter durch, bekommt man natürlich ein sehr bunt gemischtes Angebot. Doch unübersichtlich sollte es dank der Freitextsuche nicht werden.

Im Gegensatz zum Kleinanzeigenbereich der Zeitung muss ich mir eben nicht alles anschauen, sondern kann gezielt nach Einträgen von Usern mit meinen Interessen suchen. Auch wenn die Seite auf den ersten Blick recht simpel wirkt, tun wir im Hintergrund doch sehr viel, um die Beiträge zu strukturieren und somit leichter auffindbar zu machen. Sobald ein Nutzer einen neuen Beitrag verfasst, verwenden wir verschiedene Technologien, um die relevanten Begriffe zu extrahieren, Teilwörter zu finden, Synonyme und Oberbegriffe zu bestimmen und einiges mehr.

Taucht z.B. der Begriff „Tischtennis“ im Text auf, so wird dieser Beitrag später in unserem Suchindex zusätzlich auch über die Begriffe „Sport“ (Oberbegriff) und „Ping Pong“ (Synonym) zu finden sein. Das Suchfeld auf der Seite bietet eine „Autocomplete-Funktion“, sodass automatisch Begriffe vorgeschlagen werden, die im Index vorhanden sind. Wir haben diese Mechanismen intensiv getestet und sind uns sicher, dass wir eine sehr intuitive Methode anbieten, um passende Beiträge schnell und sicher zu finden.

Welches Team hat matecloud ins Leben gerufen, und wie entstand die ursprüngliche Idee dazu?

Das Team von matecloud

Unser Team besteht aus drei Leuten. Tomasz Porst ist zusammen mit mir für die Entwicklung der Seite zuständig und Sabine Kruppa kümmert sich um Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Wir haben zusammen im Dezember 2011 matecloud gegründet und die Seite dann am 13. Januar online gestellt.

Die Idee zu matecloud kam mir während meiner Elternzeit. Ich hatte 6 Monate relativ viel Zeit, konnte sie aber mit niemandem so richtig teilen, weil natürlich alle anderen arbeiten mussten. Ich kannte selbst keine anderen Väter in Elternzeit, war aber davon überzeugt, dass es ohne weiteres möglich sein sollte, Leute in einer ähnlichen Situation oder mit gleichen Interessen über eine geeignete Seite im Internet zu finden. Tatsächlich gestaltete sich das aber sehr schwierig.

Zwar gibt es zu jedem noch so speziellen Thema Foren. Aber dort sind die Nutzer dann über die ganze Republik verteilt, sodass ein Treffen meist kaum möglich ist. Ich war sehr überrascht, dass es einem so leicht gemacht wird, sich mit Leuten zu vernetzen, die man sowieso schon kennt und dass es auf der anderen Seite so schwer sein soll, interessante neue Leute in der eigenen Umgebung online zu finden, um sie offline treffen zu können.

Das war dann die Geburtsstunde der Idee hinter matecloud. Es sollte einfach eine Seite entstehen, die es auf sehr simple Art und Weise erlaubt, Verbindungen zwischen Gleichgesinnten herzustellen. Beschwingt durch diese Idee wurden fortan die Schlafphasen unseres Babys genutzt, um Konzept und Implementierung voranzutreiben.

Ein paar Worte zu Ihnen und matecloud?

Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und beschäftige mich seit Jahren mit der Weiterentwicklung intuitiver Benutzeroberflächen für unterschiedlichste Plattformen.

matecloud ist in der Freizeit und aus einem eigenen Bedarf heraus entstanden. Die Entwicklung war also von der Idee und der Überzeugung getrieben, hier etwas umsetzen zu können, was viele Leute tatsächlich gebrauchen können. Gerade in einer Stadt wie Berlin gibt es vermutlich zu jedem noch so speziellen Interesse oder Hobby eine kritische Masse an Gleichgesinnten, mit denen man seine Vorliebe teilen kann. Dennoch ist es nicht einfach, diese Menschen ausfindig zu machen.

Unser Ziel ist es, diese Lücke mit matecloud zu schließen und vielen Berlinern die Möglichkeit zu bieten, genau die richtigen Leute zu treffen. Und wir hoffen natürlich, dass die Idee in Berlin so gut aufgenommen wird, dass wir sie dann auch auf weitere Städte und Regionen übertragen können. Schließlich sehen wir den Bedarf natürlich nicht nur bei uns in Berlin. Also, liebe Berliner: Findet euch! Auf matecloud.

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