STARTeurope: Startup Live Events in ganz Europa

Die Initiatoren von STARTeurope.at helfen StartUps dabei, passende Geschäftsmodelle zu finden und zu entwickeln. Auch spannende Events für angehende Unternehmer veranstaltet das Team. Unser Interview mit Kimberly Campbell von STARTeurope aus Wien:

Die Initiative STARTeurope besteht aus mehreren Komponenten, Online als auch Offline. Wie genau unterstützen Sie angehende und bereits bestehende Gründer?

Wir haben die Szene belebt und es hat sich eine aktivere Community entwickelt, das ist sehr wichtig für Gründer.

Wir führen drei Eventreihen: Das Startup Live – Gründerwochenenden, die europaweit veranstaltet werden und für eher frühphasige Start-ups gedacht sind. Das Pioneers Festival, welches wir jährlich in Wien veranstalten und hierbei die 50 besten Startups Europas in einer Challenge antreten lassen und bei dem über zwei Konferenztage hinweg 60 Top-Speaker ihr Wissen interaktiv vermitteln. Und die Startup Lounge, ein monatliches Networking-Event, welches erste Einblicke in die Szene verschafft.

  • Durch unsere Events schaffen wir viel gegenseitige Unterstützung in der Szene. Wir präsentieren Role Models wie z.B. die Gründer von Runtastic, Mysugr, Watchado, Tupalo, etc. auf unseren Veranstaltungen, diese inspirieren junge Menschen auch den Schritt zu wagen.
  • Wir helfen den Start-ups dabei ihre Geschäftsmodell zu finden und sorgen für deren notwendige Weiterbildung (Business Model Training, Pitch-Training etc.).
  • Zum Thema Investition: wir wissen von ca. 13 Startups in die nach unserer letzten STARTUP WEEK (jetzt unter dem Namen Pioneers Festival) investiert wurde und wo sich der Investor und das Start-up auf dieser Veranstaltung kennen gelernt haben.
  • Wir bringen die etablierten Firmen und die Start-ups zusammen und schaffen dadurch einem sehr inspirierenden Austausch der zu mehr Innovationen auf beiden Seiten führt.
  • Wir versuchen die Rahmenbedingungen für Start-ups zu verbessern. Steuererleichterungen, SVA Beiträge anpassen, Gründungskosten senken und Bürokratie bei der Gründung abschaffen.

Wer kann bei STARTeurope wie mitmachen?

Bei den Events eigentlich jeder! Die Statup Lives außerhalb von Wien werden von den jeweiligen Länder Hosts und deren Team veranstaltet Wer bei SARTeurope mitarbeiten will kann sich gerne bei uns bewerben (hr@starteurope.at).

Sie haben unter anderem die STARTUP WEEK veranstaltet, eine beeindruckende Netzwerk-Veranstaltung für junge Internet-Firmen. Wird es in diesem Jahr eine ähnliche Veranstaltung geben?

Wir haben der Veranstaltung ein passendes Re-naming unterzogen und veranstalten nun jährlich das Pioneers Festival. Vom 29. -31. Oktober heißen wir 2500 internationale Gäste in der Wiener Hofburg willkommen. Auch dieses Jahr treten die 50 besten europäischen Web-, Tech- und Mobile-Start-ups gegeneinander an.

Diese erhalten im Rahmen des „Challenge-Kickoff-Days“ Workshops und Coachings von professionellen Mentoren um für die Präsentation ihrer Business-Idee vor einer hochkarätigen Jury gewappnet zu sein. Zudem veranstalten wir das „Investors-Dinner“, welches one-on-one Meetings ermöglicht und damit allen 50 Start-ups die einmalige Chance bietet ihre Business-Idee direkt vor Investoren zu präsentieren. Doch nur die besten acht Startups bekommen die Gelegenheit ihre Innovation vor 2500 internationalen Gästen, Business Angels, Venture Capitalists und einem Medienecho im Rahmen des Events zu präsentieren. Der Sieger heimst 25.000 Euro ein! Challenge Bewerbungen sind bis zum 07.09.12 möglich.

Von 30.-31. Oktober laufend die Konferenztage, wir werden zwei Tracks anbieten. 60 namenhafte Speaker, wie u.a. Alexander Osterwalder, Tom Hulme und Christopher Ahlberg werden ihre Kenntnisse zum Besten geben. Auf Track 1 werden aktuelle und zukünftige aber auch fehlende Technologie und Innovations-Trends diskutiert. Track 1 dient dazu sich inspirieren zu lassen, die Start-up-Industrie und die treibenden Kräfte dahinter näher kennenzulerenn und den Blick auf die Zukunft zu gewähren. Auf Track 2, der „Startup Academy“ heißt es lernen und nicht nur zuhören. Hier vermitteln die besten Mentoren ihr Know-How.

Zudem wird es den „Clash of the founders“ geben, hier treten Team Europe: Felix Petersen (Amen) und Edial Dekker (Gidsy) gegen Team US: Justin Kan (Socialcam) und Kyle Bragger (Forrst) an. Kein geringerer als Mike Butcher und Ben Parr beurteilen wer es in 24 Stunden schafft das bessere Produkt zu entwickeln. Verbunden mit Show-Acts, Entertainment, einer Halloween- Closingparty, lokalen als auch internationalen Fokus-Events, beleben wir Internetkonferenzen neu und verleihen ein einmaliges Festival Feeling.

Leider erreichen unser Portal nur relativ selten Meldungen zu Gründungen in Österreich. Wie rege ist die Szene in Wien aber auch außerhalb der Hauptstadt?

Es gibt eine aktive Szene die am wachsen ist, es fehlt jedoch noch die internationale Aufmerksamkeit von Investoren, außerdem sehen viele junge Leute das Gründen noch nicht als Karriereoption. Sehr viele Städte widmen sich dem Thema die besten Start-ups anzuziehen, Wien darf da nicht den Anschluss verlieren. Durch die entstandenen Co-Workingspace wie sektor5, LOFFICE, den Hub und die Mingo Büros könnte man Wien als kleinen Start-up HUB bezeichnen.

Gibt es zudem einen regelmäßigen Austausch mit der Gründerszene in Deutschland und der Schweiz, aber auch auf europäischer Ebene?

Da wir mittlerweile in ganz Europa Startup Live Events organisieren, sind wir eigentlich mit sehr vielen Gründerszenen in Kontakt. Zum Pioneers Festival laden wir dann viele unserer internationalen Freunde ein, bereits im letzten Jahr waren 60% der Teilnehmer der STARTUP WEEK aus dem Ausland. Die Teilnehmer kamen dabei vor allem aus Deutschland und der CEE Region. Dieses Jahr wollen wir mit dem Pioneers Festival ein noch internationaleres Event auf die Beine stellen.

Wie sind aktuell die Rahmenbedingungen für Existenzgründer in Österreich einzuschätzen, was finanzielle Unterstützung aber auch sonstige (staatliche) Programme anbelangt?

Die Förderlandschaft in Österreich ist sehr gut und dabei sind vor allem das AWS und die Impulse Förderungen herauszustreichen. Förderungen helfen, das ist aber keine langfristige Lösung sonst helfen auch oft die drei F´s, Friends, Family und Fools. Es müssen von politischer Seite Akzente gesetzt werden, damit es mehr Privat Equity gibt und mehr Private Investoren. Steuerfreibetrag auf Startup Investments ist z.B. eine Lösung.

Sonst gibt es aktive Investoren wie Johann Hansmann oder SpeedInvest, der Fund rund um Oliver Holle. Das österreichische Wirtschafts- und Finanzministerium stellten kürzlich 110 Millionen an staatlicher Investitionskraft zur Verfügung um die österreichische Start-up Szene zu fördern. Dieser Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung und wird die Szene weiter beleben.

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