Starthilfe für Startups beim Corporate Design – das Logo als Basis?

Für ein Startup-Unternehmen kann der Start zum Corporate Design schwierig und unter Umständen mit hohen Kosten verbunden sein, die man als Unternehmensgründer nicht ohne weiteres investieren kann.

Ohne professionelle Hilfe durch eine Agentur oder entsprechende Berater fällt gerade der Startschuss bzw. die Ideenfindung vielen Gründern schwer.

Komplett kostenfrei und ohne Designer ist es allerdings nahezu unmöglich, ein gutes Corporate Design auf die Beine zu stellen – was können Startups also tun, um die Kosten möglichst gering zu halten und auf das Notwendigste zu reduzieren? 

Warum ist das Corporate Design so wichtig und wie starte ich?

Das Corporate Design ist das visuelle Erscheinungsbild der Marke und des Unternehmens – die Identität.

Es repräsentiert und symbolisiert das Unternehmen und ist Basis für jegliche Kommunikation – ob Farben wählen, Schriften aussuchen, Grafiken designen und natürlich das Logo erstellen, alles sollte mehr als wohl überlegt sein und muss strategisch und designtechnisch klar umrissen sein.

Man sollte keinesfalls einfach drauf los designen und wilde Entwürfe in den Raum stellen, sondern bei weniger anfangen und Schritt für Schritt vorgehen.

Folgende Fragen können bei der eigenen Vorsondierung hilfreich sein: 

  • Wofür steht mein Unternehmen? Was sind meine Werte, was ist mein Ziel?
  • Wen möchte ich erreichen?
  • Wer sind meine Mitbewerber und wie hebe ich mich von der Konkurrenz ab? Was macht mein Unternehmen einzigartig?
  • Welche Mitarbeiter möchte ich rekrutieren? Was ist der Benefit, für mein Unternehmen zu arbeiten?
  • Mit welchen Attributen verbinde ich mein Unternehmen: Hier hilft es, sich Attribute auf Kärtchen zu schreiben und diese in eine Matrix „Bin ich / bin ich nicht“ einzuordnen (modern, farbenfroh, seriös, humorvoll, traditionell, verspielt, technisch, innovativ, klassisch, spannend…etc.)

Das Logo – Herzstück des Corporate Designs

Entgegen mancher Erwartungen gehört zum Corporate Design nicht nur das Logo und alles andere ist variabel. Für einen einheitlichen „Firmen-Fußabdruck“ gehören neben dem Logo – was ohne Zweifel das Herzstück eines Corporate Design ist – auch der Webauftritt und Printmaterialien.

Das Logo ist sicherlich der schwierigste Part, der am längsten dauert, bis er als final betrachtet werden kann. Daher sollte man sich für das Logo auch ausreichend Zeit nehmen und die Entscheidung nicht vorschnell treffen.

Das Logo hat Einfluss auf alle weiteren Vorlagen und Design-Komponenten, es muss einzigartig sein und vor allem die eigene Marke von der Konkurrenz abheben.

Zusätzlich gilt es zu beachten, dass das Logo nicht nur in Farbe, sondern notfalls auch in schwarz-weiß gut erkennbar und aussagekräftig sein muss und auf für alle Medien und Kommunikationsformen einsetzbar ist: Auf der Visitenkarte, auf der Webseite, auf dem Briefkopf, als Aufkleber oder auch auf einem altmodischen Fax muss es zum Beispiel noch lesbar sein. 

Wie also nun starten, um erstmal die Farb-/Form-/Motiv-Frage vorab zu klären und diese für sich selbst vor zu strukturieren, bevor man an die richtige Ausgestaltung geht und dann auch einen Designer dazu zieht? 

Dienste, die Logo-Generatoren anbieten, können bei einer ersten Ideenfindung helfen und vorbereiten, in welche Richtung es später gehen soll.

Logo-Generator als Inspirationsquelle

Wie kann man so einen Logo-Generator zum Logo erstellen nutzen und wie konkret bzw. bis zu welchem Schritt ist dieser einsetzbar?

Schauen wir uns als Beispiel den Logo Maker von WIX.com an. Möglich ist es hier, neben einer ersten Farb- und Formenauswahl auch die Ikonographie und Schriftart zu wählen.

Gerade die Auswahl der Form und die Art der Logo-Ikonographie hilft schon einmal sehr bei der Definition, in welche Richtung das Logo gehen soll: Eher abstrakt und modern oder doch lieber traditioneller und verschnörkelt – das so in Kombination mit der Schrift und den Farben, mit denen man auch viel herum experimentieren kann, zu sehen, hilft bereits ungemein. Sicherlich keine Vorgehensweise für große Unternehmen, für Startups aber allemal hilfreich.

Mit dem Ergebnis lässt sich dann mit Hilfe eines Designers auch eine weiterentwickelte und finale Variante erstellen. Wer absolut gar kein Budget hat, kann auch zur Not komplett auf den Generator zurückgreifen, mit geringem Budget lassen sich die Logos in allen benötigen Auflösungen downloaden, auch für Print.

Was sollte man als Startup für sein Logo investieren?

Ein empfohlenes Budget ist natürlich grundsätzlich schwierig zu ermitteln, wenn die Rahmenbedingungen unbekannt sind. Das wird für jeden Einzelfall anders sein, je nach Anspruch, Beratungsaufwand und Änderungswünschen. Die Preisspanne zwischen einigen hundert Euro und mehreren tausend Euro ist daher groß. 

  • Kostenfrei: Logo-Generator – für Unternehmen mit geringem Designanspruch und nicht vorhandenem Budget eine mögliche Lösung
  • Ca. 200 Euro: Logo-Generator nutzen und Weiterentwicklung mithilfe eines Freelancers, der darauf aufbauen kann und leichte Optimierungen / Individualisierungen vornehmen kann
  • Ca. 1.000 Euro: Auf Freelancer zurückgreifen, die auf Logo-Design bzw. Corporate Design in der Preisspanne spezialisiert sind und ggf. bereits schon auf ein standardisiertes Portfolio zurückgreifen können
  • Ca. 3.000 Euro: Freelancer mit langjähriger Erfahrung beauftragen, der auch entsprechende Konzeption / Beratung vorab bieten kann
  • Ab 3.000 Euro bis X: Design-Agentur, die ggf. auch eine Auswahl an Designs sowie höheren Beratungsaufwand bieten kann und bei der das Logo durch einen professionellen Creative Director erstellt wird. Die 3.000 Euro sind hier im unteren Budgetrahmen anzusiedeln, ein höherer Invest sollte an dieser Stelle eingeplant werden.

Fazit

Das Corporate Design und insbesondere das Logo ist ein extrem wichtiger Bestandteil eines Unternehmens. Statt unüberlegt Geld auszugeben, ist die eigene Vorsondierung der Gedanken, Wünsche und Vorstellungen enorm wichtig – auch dass man in diesem Zuge auf Hilfsmittel wie die Wettbewerbsanalyse oder einen Logo-Generator zurückgreift.

Bevor dann im nächsten Schritt Designer oder Agenturen angefragt werden, sollte man sich in jedem Fall bewusst sein, wie viel Budget man investieren möchte und ob das dieses die eigene Erwartungshaltung erfüllt. Hierbei gilt: Zeit lassen, nichts überstürzen und sofern möglich, in jedem Fall einen Profi hinzuziehen.

DANKE, FÜR‘S ZU ENDE LESEN!

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