Startup eskiis: Nächste Ebene der visuellen Social Media Kommunikation?

eskiis

Nichts anderes als „die nächste Generation visueller Kommunikation in den sozialen Medien“ möchte das Startup eskiis einläuten. Wir sprachen mit Gründer und Geschäftsführer Andreas Lorenz:

Was genau steckt hinter der Idee von eskiis? Wann und wo wurde das Unternehmen gegründet?

eskiis steht für eine neue und einfache Art visuelle Nachrichten zu erstellen und mit seinen Freunden, in den sozialen Netzwerken, zu teilen.

Erste UI-Skizzen unserer App waren schon seit längerem da, aber mit der eigentlichen Arbeit zu eskiis haben wir erst Anfang Dezember 2013 begonnen und eskiis inc. dann als Spin-off, aus unserer Agentur Achtgrad° (in Zürich/Schweiz) heraus, gegründet.

Wie entstand die Geschäftsidee selbst?

Die Idee hatten wir eines Tages als uns auffiel, dass wir zwar untereinander Bilder (auf Instagram oder Pinterest), Texte (auf Twitter oder Facebook) oder Sound-Snippets (auf Soundcloud) austauschen können, aber keine einfachen Zeichnungen, Skizzen oder Tags. Dabei gehören diese, bereits seit Anbeginn der Menschheit, zur wichtigsten Form der universellen Kommunikation. Unabhängig von Sprache, Bildung oder Alter, jeder versteht diese.

Gibt oder gab es Vorbilder in anderen Ländern, an denen Sie sich orientieren? Über welche Alleinstellungsmerkmale verfügt das Konzept?

Es gibt einige ausgezeichnete Zeichnungs-Apps, dort steht aber eher das Malen im Vordergrund und weniger der soziale, kommunikative Aspekt. Wir definieren uns daher auch eher als visuelle Kommunikations-Plattform und sehen uns näher an Produkten wie Vine oder Instagram, aber einfach ohne Videos oder Fotos.

Über Alleinstellungsmerkmale machen wir uns nicht so viele Gedanken. Für uns ist wichtiger, dass die App und Online-Plattform unseren hohen Ansprüchen an Design, Usability und Einfachheit entspricht. Sich die ganze Zeit mit der potentiellen Konkurrenz auseinanderzusetzen, hierzu haben wir keine Zeit und das lenkt auch nur ab. Wir schauen nach vorne, alles bestehende ist bereits Vergangenheit.

Welche Zielgruppen sollen konkret angesprochen werden?

Im Prinzip jeder der eine andere, universelle Form der Kommunikation in den sozialen Medien sucht. Bei meinen eigenen Kindern habe ich z.B. selbst erlebt, dass diese mit Computer oder Smartphone umgehen konnten, noch bevor sie lesen oder schreiben konnten. Ihre Chat-Messages an die Mutter bestanden dann einfach aus Smileys. Hätte es dann schon eskiis gegeben, wäre die Kommunikation für sie noch einfacher gewesen. Aber auch für uns Erwachsene ist diese Form der Kommunikation sehr interessant. Viele Dinge lassen sich durch Worte nur sehr schwer ausdrücken, in einfachen Kritzeleien jedoch schon. Und dann wären da noch Karikaturisten, (Graffiti) Künstler, Architekten, Reisende…

Wie wollen Sie Ihre Idee vermarkten?

Für die Vermarktung haben wir einige Ideen, aber im Moment ist es hierfür noch zu früh. Wir befinden uns nun in der öffentlichen Beta-Phase. Fehler müssen korrigiert werden und noch zahlreiche Features (auch im Bezug auf eine Vermarktung) fehlen noch. Danach müssen wir zuerst international eine starke Basis mit zufriedenen Nutzern aufbauen und am Schluss kommt doch immer alles ganz anders.

Welches Team mit welchem Know How arbeitet an Ihrer Idee?

Wir sind hier ein kleines Team welches an eskiis arbeitet und dies hauptsächlich neben unserer täglichen Arbeit an Kundenprojekten für unsere Agentur Achtgrad. Was so seine Vor- und Nachteile hat. Dafür sind wir aber schon „alte Hasen“ und arbeiten alle schon seit über 10 Jahren im Onlinebereich.

Welche Ziele verfolgt Ihre Gründung, wo möchten Sie in einem Jahr stehen?

Wir haben eskiis nach dem MVP-Prinzip entwickelt. Dass heisst, eskiis in seiner heutigen Form ist noch sehr rudimentär. Ziel war es schnell, mit einem Minimum an benötigten Features, auf den Markt zu kommen. Unsere „Nice to have“ Liste ist daher noch, wie schon gesagt, ellenlang. Bevor wir diese jedoch angehen, liegt unsere momentane Priorität in der Optimierung und Stabilisierung der bestehenden Anwendung. Wenn wir dann, in einer zweiten Phase, unsere Anwendung, basierend auf User-Feedback und Monitoring, um weitere Features ergänzen können dann haben wir schon eine Menge erreicht.

Suchen Sie noch nach Mitarbeitern und/oder Kooperationspartnern, und wer kann sich bei Ihnen melden?

Mitarbeiter suchen wir im Moment noch keine. Wir haben mit unserer „Mutter-Agentur“ Achtgrad° einen erfolgreichen Pool an grossartigen Leuten aus den Bereichen Strategie, Marketing, Design und Entwicklung. Bei Kooperationspartnern sieht dies anders aus, da würden wir gerne einmal ein Projekt realisieren welches die „reale“ und die digitale Welt mit eskiis verbindet. Denkbar wären da Projekte mit Kunst- oder Urban Art-Galerien oder Print-Magazine.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Werdegang?

Ich selber habe ursprünglich Architektur studiert und habe mich danach dann vor gut 16 Jahren mit dem Internet-Virus angesteckt. Anfänglich war ich als Freelancer und AD für einige Agenturen hier in Zürich tätig, später habe ich meine eigene Agentur dctrl – interactive media gmbh gegründet, welche vor gut 2 Jahren um weitere Partner erweitert und in Achtgrad° AG umbenannt wurde. Hier konzentrieren wir uns hauptsächlich auf die Entwicklung von Multi-Device-Lösungen. eskiis als Idee und Spin-off entstand aus unserer Agentur heraus und dem Wunsch vermehrt in Richtung Produktentwicklung zu gehen. Ach ja, und damit es mir nicht ganz langweilig wird bin ich auch noch als Head Technology bei dem Mobile-Health Startup digitalMedLab tätig.

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