StartUp Portrait krabbelecke.at: Individuelle Schnullerketten, abseits des Mainstream – Kooperationspartner gesucht

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Individuelle Schnullerketten, gefertigt in liebevoller Handarbeit, das bietet das StartUp krabbelecke.at aus Buxtehude. Und möchte sich damit ganz bewusst von den „großen“ Gründungen und eShop-Unternehmen absetzen. Eine sympathische Idee, über die wir mit Gründer Daniel Lattki sprachen:

Herr Lattki, wie lässt sich das Konzept zu Ihrem Familien-StartUp beschreiben? Wann und wo entstand dieses?

Unsere Idee war es, einen vorher nicht dagewesenen Individualisierungsgrad bei Schnullerketten zu schaffen. Darunter sollten jedoch nicht wichtige Werte, wie zum Beispiel die Produktqualität oder die Kundenbindung, leiden müssen. Somit setzen wir auf qualitativ hochwertige und individuelle Schnullerketten.

Von der Ideenfindung Ende 2012 bis zur schlussendlichen Inbetriebnahme von Krabbelecke.at dauerte es noch einige Monate. Wir wollten zuerst ein Feedback von echten Eltern bekommen, um so einen Erfolg/Misserfolg unseres Konzepts abschätzen zu können. Am 03. März 2013 folgte dann schlussendlich die Inbetriebnahme von krabbelecke.at als Kleinunternehmen. Der Sitz der Unternehmung befindet sich in Buxtehude (…wo der Hund mit dem Schwanz bellt…), einer kleinen Stadt vor den Toren Hamburgs.

Wie sind Sie auf die eigentliche Geschäftsidee selbst gekommen?

Nach der Geburt unserer zweiten Tochter bekam meine Frau den Tipp, dass im Internet Schnullerketten verkauft werden. Vorher hatten wir von diesem tollen Geschenk für Babys und Kleinkinder noch nie gehört, weshalb der Tipp bei meiner Frau auf Neugier stieß. Meine Frau durchsuchte daraufhin etliche Shops. Dabei wurde schnell klar, dass das Schnullerketten-Angebot aller Shops relativ identisch aussah. Es war lediglich möglich, einzelne Vorlagen zu betrachten, die beste Vorlage auszuwählen und diese mit dem Namen des Kindes zu bestücken. In diesem Moment wuchs in uns der Wunsch, diesen „Missstand“ zu beheben und die Schnullerketten-Zusammenstellung komplett zu individualisieren. Also kam uns die Idee, einen Online-Shop aufzubauen, in dem die Ketten über einen „Designer“ komplett individuell zusammengestellt werden können. Jeder soll schließlich genau das bekommen, was er/sie möchte.

Konnten Sie bei der Gründung auf ähnliche Vorbilder zurückgreifen? Welche Alleinstellungsmerkmale sehen Sie bei Ihrem Unternehmen und den Produkten?

Vorbilder in diesem Sinne gibt oder gab es nicht. Da wir mit diesem maximalen Individualisierungsgrad wahrscheinlich die Vorreiterrolle im Internet einnehmen, konnten wir auch auf kein Vorbild zurückgreifen. Dabei können wir jedoch nur über den deutschen und den österreichischen Markt sprechen, da wir derzeit fast ausschließlich auf diesen Märkten agieren. Kürzlich haben wir in unserem Shop auch den Versand nach Belgien und die Niederlanden integriert. Weitere Länder sollen zeitnah folgen, weshalb wir Krabbelecke.at in Zukunft auch in anderen Sprachen anbieten möchten.

Nach unserem Kenntnisstand verfügen wir insofern über ein Alleinstellungsmerkmal, dass wir der einzige Shop im Internet sind, der die Möglichkeit bietet, eine Schnullerkette komplett selbst zu kreieren. Allein dieses Alleinstellungsmerkmal bietet einen Kaufanreiz für viele Kunden und beschert uns somit einen Wettbewerbsvorteil. Zudem ist ein wichtiger Faktor unseres Konzepts, weitere Abgrenzungen von der Konkurrenz zu schaffen. Um dies zu erreichen haben wir beispielsweise im Oktober unseren Beschaffungsprozess und unsere Bezugsquellen optimiert. Daraus resultierend, werden unsere Besucher zeitnah viele weitere Produkte in unserem Schnullerketten-Designer vorfinden. Auf der Beschaffungsseite ist es zudem geplant, komplett eigene Einzelteile für Krabbelecke.at zu entwickeln und in unseren Shop aufzunehmen. Dementsprechend könnten wir dann Einzelteile für die Schnullerketten anbieten, die sonst nirgendwo zu erwerben wären.

Wie wollen Sie krabbelecke.at vermarkten?

Gerade zu Beginn haben wir vor allem auf kostenlose Werbung gesetzt, da wir unser Konzept ohne Investoren umsetzen wollten. Deshalb haben wir vor allem auf Blog- und Empfehlungsmarketing gesetzt. Um den Besucherfluss jedoch weiter zu optimieren, haben wir damit begonnen, eigene Landing-Pages zu erstellen und diese zu optimieren. Mit der Zeit sollen dann auch eine SEO-Optimierung und Google Adwords folgen. Zudem wollen wir auch weiterhin auf Produkttests und Interviews setzen, um unseren Kunden möglichst nah zu sein.

Abseits des Internets setzen wir in Zukunft vor allem auf Präsenz vor Ort. An einer kleinen Messe in Buxtehude haben wir bereits teilgenommen und in naher Zukunft sollen weitere Messen in Norddeutschland folgen. Zudem haben wir in einigen Babyläden unsere Flyer ausgelegt und eventuell werden wir in naher Zukunft in einigen Läden jeweils für ein paar Stunden direkt vor Ort Schnullerketten zusammenstellen.

Welches Team mit welchem Know How arbeitet an der Umsetzung?

Unser Team besteht zurzeit aus vier Personen. Meine Frau Riana und Franziska, die Freundin meines Bruders, sind sowohl für die Erstellung der Schnullerketten als auch für die Betreuung der Messestände zuständig. Die Bereiche Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und die Kundenkommunikation fallen in den Aufgabenbereich meines Bruders. Meine Aufgaben lassen sich derzeit vor allem in Administrations- und Beschaffungsaufgaben untergliedern.

Ich denke, dass unser Team vor allem deshalb funktioniert, weil wir uns sehr gut ergänzen. Meine Frau Riana ist gelernte Erzieherin und kennt somit die Bedürfnisse von Kindern ganz genau. Franziska arbeitet als Floristen, also in einem Beruf, der vor allem durch die Kreativität geprägt ist. Diese ist sowohl bei der Auswahl der einzelnen Produkte als auch bei der Gestaltung unserer Webseite, unserer Flyer und Ähnlichem gefragt. Das betriebswirtschaftliche und technische Know How wird von mir und meinem Bruder in die Unternehmung eingebracht. Somit können wir eigentlich jeden Bereich bei der Erstellung und dem Verkauf von Schnullerketten exzellent durch eigenes Know How abdecken.

Wo soll Ihr StartUp in einem Jahr stehen?

Eines unserer Ziele ist es, möglichst viele Eltern mit einem tollen Geschenk für ihr Kind glücklich zu machen. Das mag aus dem Mund eines Geschäftsmannes komisch klingen, doch dies war unsere erste Intention vor der Gründung. Natürlich verfolgen wir weiterführend auch kommerzielle Ziele. Wir würden Krabbelecke.at gerne weiterentwickeln und sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland bekannt machen. Ein kleiner Traum wäre es zudem, in der Hamburger Innenstadt einen kleinen aber süßen Laden zu eröffnen, in dem wir die Schnullerketten direkt vor den Augen der Kunden fertigen könnten. Wir hoffen, dass bis zum nächsten Jahr die Besuchs- und Bestellvorgangszahlen deutlich ansteigen werden. Genaue Zielwerte setzen wir uns dabei nicht.

Suchen Sie noch nach Mitarbeitern und/oder Kooperationspartnern, und wer kann sich bei Ihnen melden?

Nach weiteren Mitarbeitern suchen wir gegenwärtig noch nicht, aber das kann sich sicherlich auch ändern, sobald die Verkaufszahlen steigen. Wir suchen vor allem Kooperationspartner im Bereich Blog-Marketing. Also themenrelevante Blogs, die gerne über unser Unternehmen bzw. unseren Online-Shop berichten möchten. Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit, eine Schnullerkette zu testen. Derzeit sind wir zudem auf der Suche nach Sponsoren für Messeequipment, wie beispielsweise Roll-Ups.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Werdegang?

Nach bestandenem Abitur war mir recht schnell bewusst, dass das zuvor geplante Studium für´s Erste auf Eis gelegt wird. Vom ewigen theoretischen Lernen hatte ich erst mal genug. Daher habe ich dann eine Lehre zum Industriekaufmann begonnen, die ich im Sommer 2011 abgeschlossen habe. Seitdem arbeite ich hauptberuflich im Vertrieb eines Unternehmens, welches Regenwassertanks verkauft. Seit ca. einem halben Jahr bin ich nun nebenberuflich im „Schnullerketten-Geschäft“. Ich möchte an dieser Stelle aber noch einmal ausdrücklich betonen, dass dies ein Gemeinschaftsprojekt ist. Ohne meine Frau, meinen Bruder und seine Freundin, würde es Krabbelecke.at heute nicht geben.

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