Studenten erobern Marktlücke: Onlineshop für preiswerte Secondhand-Outfits

SecondLifeFashion

Wenn zwei Studenten ein Unternehmen gründen, ist das nichts Besonderes. Dass es im Modebusiness ist, sicherlich auch nicht. Was allerdings das Startup Second Life Fashion von Lisa Samhammer und Florian Hagn auszeichnet, ist die Professionalität mit der sie an die Sache herangegangen sind und der bisherige Erfolg in einer hart umkämpften Branche.

Lisa & Florian, kurz und knapp: Erklärt uns Eure Geschäftsidee?

Unser Ziel ist es, getragener Kleidung ein zweites Leben zu schenken. Dafür kaufen wir Kleidung von Privatpersonen an und verkaufen sie in unserem Online-Shop mit dem Fokus auf fertig kombinierte Outfits für verschiedene Anlässe.

Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Unsere Geschäftsidee ist aus meinem (Lisa Samhammer) Hobby heraus entstanden: Durch den Verkauf meiner gebrauchten Kleidung auf diversen Plattformen konnte ich mir mein Studium mitfinanzieren. Besonders meine zusammengestellten Outfits wurden sehr gerne gekauft.

Als wir bei einem Vortrag die Gründerin Anna Alex von Outfittery gehört haben, ist unsere Idee für den eigenen Online Shop entstanden.

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

  • Bequemes und schnelles Einkaufserlebnis: fertig kombinierte und einzigartige Outfits aus Second Hand Kleidung
  • Preisführerschaft für die Outfits

Wo seht Ihr die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

Letztendlich haben sich bei uns vier Zielgruppen herausgestellt:

1. Frauen, die offen für das Thema Second Hand Mode sind.

2. Frauen, die nicht bereit sind, den Listenpreis der Marken für Mode auszugeben.

3. Frauen, die Second Hand Mode aus Überzeugung erwerben und auf den Nachhaltigkeitsgedanken Wert legen

4. Frauen, die wenig Zeit für ausgiebige Shopping-Touren bzw. das Kombinieren von Outfits haben.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Die Gründung von Second Life Fashion war im Januar 2016. Dann haben wir einige Monate an dem Konzept für unseren Online Shop gearbeitet, der schließlich im August im 2016 live gegangen ist.

Die teuerste Investition war natürlich unser Online Shop. Aber auch für unsere Ware und die Büroausstattung mussten wir am Anfang Geld investieren.

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchen Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Durch unseren Online Shop konnten wir schnell viele Kundinnen gewinnen. Gerade die kombinierten Outfits sorgen dafür, dass unsere Wiederbestellquote vergleichweise sehr hoch ist.

Weitere Verkaufskanäle stellen eBay und Mädchenflohmarkt dar, die besonders zur Neukundengewinnung dienen.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Ein Zeitungsartikel in unserer regionalen Zeitung hat für großes Aufsehen gesorgt. Gerade die Tatsache, dass zwei junge Studenten aus der unmittelbaren Nachbarschaft ein StartUp gegründet haben, hat die Leute sehr interessiert.

Welche Vision verfolgt Ihr und welche Schlagzeile würdet Ihr gern mal über das Unternehmen lesen?

Unser Ziel ist es, mit Second Life Fashion weiter wachsen zu können und Frauen mit unseren Outfits weiterhin glücklich machen zu können.

Außerdem arbeiten wir daran, den Curated Shopping Ansatz auf eine neue Ebene zu heben. Das beutet konkret, dass wir durch das Kombinieren von Outfits bereits Modeberatung anbieten, unsere Kundinnen aber trotzdem die Freiheit haben, nach ihrem eigenen Geschmack zu shoppen.

„Zwei Studenten revolutionieren den Second Hand Markt“ wäre unsere Traumschlagzeile.

Auf welche 3 Tools/Apps könnt Ihr bei der täglichen Arbeit keinesfalls verzichten und warum?

1. Mit Excel arbeiten wir jeden Tag. Für unseren Shop mussten wir bereits komplexe Formeln entwerfen, die uns den täglichen Umgang mit all den Unikaten erleichtert.

2. Mit Google Analytics und Google Adwords arbeiten wir jeden Tag, um unsere Marketingkampagnen zu optimieren

3. Um zeitgemäßen und unkomplizierten Kundenservice anzubieten, bieten wir die Kommunikation via WhatsApp an. Dafür erleichtert uns die Desktop App von WhatsApp die Arbeit enorm.

Was bedeutet für Euch persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Erfolg bedeutet für uns, dass man seine Ziele erreicht. Die Ziele können sich hierbei aber auch in ganz unterschiedlichen Dimensionen ausdrücken: Gesundheit, Beruf und Liebe

Welchen Fehler würdet Ihr aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Die eigene Geschäftsidee muss erstmal gut durchdacht sein. Dann ist eine Geschäftsidee zwar ein Anfang, aber dennoch sollte man jederzeit flexibel auf Veränderungen eingehen können, wenn diese Veränderungen eine Verbesserung des Geschäftsmodells zur Folge haben.

Das ist manchmal nicht so leicht, besonders wenn sich der Gründer sehr mit seiner Geschäftsidee identifiziert.

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

Bin ich bereit am Anfang mindestens 60h die Woche für meinen Traum zu arbeiten? Ist die Selbstständigkeit bzw. das Unternehmertum das, was ich machen möchte? Kann ich Verantwortung für meine Entscheidungen übernehmen?

Mit welchen drei Worten würdet Ihr euch selbst beschreiben?

Lisa: Ehrgeizig, perfektionistisch, neugierig
Flo: Kreativ, lernwillig, verantwortungsbewusst

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