Sunda-Spirit.com: Mehr als nur individuelle Reisen nach Indonesien

Individuelle Reisen nach Indonesien

Bereits seit 2007 verdient Gerhard Zirkel sein Geld im Internet. Sein aktuelles Hauptprojekt sunda-spirit.com möchte er als die Anlaufstelle im deutschsprachigen Internet zum Thema Indonesien etablieren. Denn einst als Reiseplattform gestartet, soll das Portal in den kommenden 12 Monaten umfassend ausgebaut werden und dabei mit etlichen Neuerungen weit über das Thema Reisen aufwarten.

Herr Zirkel, sie sind hauptberuflich im Online-Marketing unterwegs. Wie sind Sie dazu gekommen und seit wann können Sie davon leben?

Beruflich stamme ich aus der Chemiebranche. Vor gut 10 Jahren baute ich eine erste Website auf. Damals ging es thematisch um ein Hobby und das Projekt hatte keinen kommerziellen Hintergedanken. Aber es hat eine Menge Spaß gemacht und konnte sich auch schnell recht gut etablieren.

Erste unverhofft auftauchende Werbekunden generierten bald bescheidene Gewinne, aber der Funke war übergesprungen und weitere Projekte wurden geplant.

Darunter auch schon die ersten im Reisesektor, auch diese zu Anfang noch ohne den Anspruch wirklich ernsthaft Geld damit zu verdienen, was sich mit steigenden Umsätzen aber geändert hat.

Im Jahre 2007 fiel dann die Entscheidung den Neben- zum Hauptberuf zu machen. Eine Entscheidung die ich bisher nicht bereut habe, trotz Höhen und Tiefen die so ein Business mit sich bringt.

Viele der Internet Unternehmer scheitern auch. Was denken Sie, sind die häufigsten Fehler, die ein Einsteiger zwingend vermeiden sollte?

Der häufigste Fehler den Einsteiger ins Onlinebusiness machen, ist der Glaube, man könne ohne größere Investitionen schnell Geld verdienen. Eine Website aus dem Homepagebaukasten, versehen mit 0815-Partnerprogrammen und ohne Marketingkonzept hatte möglicherweise in den Anfangsjahren des Internet eine Chance – Heute aber ganz sicher nicht mehr.

Ein Webprojekt muss seinen Besuchern etwas bieten können und nicht nur bereits vorhandene Inhalte wiederkäuen. Der Einstieg ins Onlinebusiness erfordert die gleiche Planung die auch eine Unternehmensgründung in der „echten“ Welt erfordert.

Ein Businessplan und eine Marktanalyse sind Pflicht und eine solide Finanzierung ebenfalls. Alles andere braucht enormes Glück, um damit wirklich erfolgreich zu werden. Zudem unterschätzen viele Einsteiger den Zeitaufwand, ein neues Projekt an den Start zu bringen.

Es gibt teilweise noch das sehr romantische Bild vom Webworker, der irgendwo am Strand sitzt und mit zwei Stunden Arbeit am Tag genug Geld zum Leben verdient. Ich schließe nicht aus, dass es solche Leute tatsächlich irgendwo gibt, aber der Großteil der Webworker sitzt 12 Stunden am Tag hinter dem Schreibtisch – wie jeder andere Unternehmer auch.

Wie bringt man ein neues Projekt zum Laufen? Gibt es diesbezüglich spezielle Spielregeln und welche Vermarktungsmaßnahmen erweisen sich als besonders effektiv?

Diese Frage lässt sich pauschal unmöglich beantworten. Es kommt immer darauf an, was für ein Projekt in welcher Branche gestartet wird und auf welche Art und Weise es vermarktet werden soll.

Ein Onlineshop muss ganz anders behandelt werden als ein redaktionelles Projekt, wie Sunda Spirit, oder eine SEO-Seite, welche für den Linkverkauf aufgebaut wird. Wichtig ist, dass man sich vor dem Start darüber klar ist, was man erreichen möchte und nicht mehrere Konzepte mischt.

Denn wie sagt man so schön: „Der Mittelweg ist der einzige Weg der nicht nach Rom führt“. Ein klares Konzept muss da sein und es muss konsequent umgesetzt werden.

Welche Projekte haben Sie aktuell am Start und wie viel Zeit investieren Sie täglich in Ihren „Bürojob“?

Sunda Spirit ist derzeit rein zeitlich gesehen das Hauptprojekt, vor allem weil es sich gerade im Aufbau befindet. Daneben existieren eine ganze Reihe von etablierten Webseiten in den Bereichen Reise, Bauen & Wohnen sowie Literatur.

Wie die meisten Unternehmer komme auch ich nicht mit einer 40-Stunden Woche aus. Für gewöhnlich sitze ich 10-12 Stunden, 6 Tage die Woche im Büro, auch mal zu unmöglichen Tages- und Nachtzeiten.

Bali_Reisanbau

sunda-spirit.com ist ja ursprünglich als exotisches Reiseportal gestartet. Was hat Sie jetzt zu der Neuausrichtung des Portals veranlasst und wohin genau soll die Reise gehen?

Ein exotisches Reiseportal wird Sunda Spirit zum Teil durchaus bleiben, zumindest dann, wenn man Indonesien als exotisches Reiseziel sieht. Aber die übliche Vermarktung von Reiseportalen über die Partnerprogramme einschlägiger Reiseanbieter funktioniert für Indonesien eher nicht so gut. Denn mehr als ein paar standardisierte Pauschalreisen in die touristischen Destinationen – allen voran Bali – werden nicht angeboten.

Sunda Spirit soll aber mehr sein, als „nur“ eine weitere Affiliateseite zu einem schön bunten Reisethema und so gehe ich mit dem Projekt eben auch neue Wege. Zum einen durch ungewöhnliche Vermarktungsstrategien und zum anderen durch die Ausweitung des Reisethemas auf Indonesien als Ganzes, also inklusive Politik und Wirtschaft.

Das spiegelt auch der Name Sunda Spirit wieder. Sunda ist eine Anspielung auf die Sunda-Inseln, die weitgehend deckungsgleich mit Indonesien sind. Das Spirit deutet die Seele Indonesiens an und damit einen gewissen Anspruch auf Vollständigkeit.

Das Besondere am geplanten Konzept ist der Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes direkt in Indonesien. Können Sie dies näher erklären?

Primär sollen Werbeplätze direkt an indonesische Hoteliers, Reiseveranstalter und andere Anbieter touristischer Dienstleistungen vermarktet werden. Das bietet diesen einen direkten Zugang zur deutschsprachigen Klientel.

Ohne Umwege über Reiseveranstalter oder Buchungsportale, welche nicht nur Provisionen verlangen, sondern oft auch Dumpingpreise fördern. Denn um in der Menge an Anbietern aufzufallen, muss man der Billigste sein.

Um an indonesische Interessenten heranzutreten, wird ein Vertriebsnetz in Indonesien aufgebaut. Denn in Indonesien basieren Geschäftsbeziehungen – wie fast im gesamten Asiatischen Raum – auf persönlichen Kontakten und Vertrauen. Beides lässt sich nur vor Ort in Indonesien aufbauen, mal eben eine Mail versenden, genügt da nicht.

Werden denn auf europäischer Seite auch Partnerschaften für das Indonesienportal angestrebt?

Die gibt es bereits. Aktuell arbeite ich mit zwei spezialisierten Reiseveranstaltern – beide mit Sitz in Deutschland – zusammen, die ihre Reisen teilweise über Sunda Spirit vermarkten. Einer bietet nur Tauchreisen nach Indonesien an, der andere individuelle Rundreisen und Reisebausteine.

Neben den Werbeplätzen die direkt an indonesische Anbieter vermarktet werden, soll das einen Service für diejenigen meiner Leser bieten, die nicht direkt in Indonesien buchen möchten, sondern gerne einen deutschsprachigen Reiseveranstalter an ihrer Seite haben.

Gegenüber weiteren Partnerschaften bin ich aufgeschlossen, auch außerhalb des Reisesektors. Denn Sunda Spirit soll auch eine Anlaufstelle für alle werden, die in Indonesien investieren, dort arbeiten oder gar dort gründen möchten.

Welche langfristige Vision verfolgen Sie und wo soll sunda-spirit.com in 12 Monaten stehen?

Langfristig sehe ich Sunda Spirit als DIE Anlaufstelle im deutschsprachigen Internet zum Thema Indonesien. Neben Reisethemen wird es auch Informationen und Angebote rund um Politik und Wirtschaft Indonesiens geben.

Denn mit zunehmen erstarkender Wirtschaft des Landes, wird Indonesien für Investoren und Gründer immer interessanter. Ein Termin- und Veranstaltungskalender wird ebenso entstehen, wie ein regelmäßiger Newsletter.

In den kommenden 12 Monaten steht der Aufbau des Vertriebsnetzes in Indonesien und die Vermarktung der bestehenden Werbeplätze auf dem Programm. Zudem sollen die Inhalte ausgebaut und Themen rund um Politik und Wirtschaft forciert werden.

Welche 3 Tipps würden Sie einem Neuling im Online-Marketing mit auf seinen Weg geben?

  1. Unbedingt mit einem Thema starten mit dem man sich auskennt. Es bringt rein gar nichts, mit Themen wie Kredit oder Tourismus zu starten weil sie viel Geld versprechen, wenn man nicht Experte in diesen Themen ist. Dann lieber in einer vielleicht nicht so lukrativen Nische starten und Erfahrungen sammeln. Am Ende ist es deutlich lukrativer in einer kleinen Nische Experte zu sein, als ein kleiner Fisch im Haifischbecken der „großen“ Themen.
  1. Erst planen, dann noch einmal darüber nachdenken und erst dann starten. Die teuersten Projekte sind meistens die, die ohne Planung gestartet werden.
  2. Das Onlinemarketing nicht als etwas völlig anderes sehen als das „gewöhnliche“ Marketing in der „echten“ Welt. Auch hier gibt es eine Zielgruppe die definiert und dann angesprochen werden muss.

Bitte stellen Sie sich abschließend noch mit ein paar Worten unseren Lesern vor – was genau treibt Sie täglich an?

Gerhard-Zirkel

Gerhard Zirkel

Mein Name ist Gerhard Zirkel, ich bin 37 Jahre alt, verheiratet, Vater einer Tochter und lebe in der Nähe von München.

Ursprünglich komme ich beruflich aus der Chemiebranche, habe dort lange Zeit zuerst in der Qualitätssicherung, dann in der Produktentwicklung und Anwendungstechnik und schließlich im Qualitätsmanagement gearbeitet, bis der Schritt in die Selbständigkeit kam, weil mir das Angestelltenverhältnis einfach zu enge Grenzen gesteckt hat.

Was mich täglich antreibt ist – neben der Notwendigkeit Geld zu verdienen – die Leidenschaft für die Themen die ich bearbeite und die Möglichkeiten die sich mir Tag für Tag bieten.

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