Unternehmensfinanzierung mit Welcome Investment: Der Dienstleister als Investor

Auf der demnächst startenden Plattform Welcome Investment beteiligen sich Investoren und erstmalig Dienstleister an Unternehmen.

Mit einem „neuen Weg der Kapitalbeschaffung“ wirbt Gründer und Geschäftsführer Michael Urbanski, ein internationales Experten-Netzwerk soll für beste Voraussetzungen der teilnehmenden StartUps sorgen.

Wir wollten mehr wissen über Welcome Investment:

Herr Urbanski, der Markt für und das Interesse an StartUp-Finanzierungen wächst in den letzten Monaten kontinuierlich. Wie finden sich für beide Seiten die passenden Partnerschaften?

Genau diese Marktentwicklung zeigt uns wohin die Reise in Zukunft gehen wird. Die Zeit ist reif, die traditionellen Finanzierungskonzepte mit fortschrittlichen zu ergänzen, um mehr Möglichkeiten für den Unternehmensaufbau als Gründer zu erhalten. Ich bin froh, dass selbst politische Ebenen diesen Trend erkennen und auch allmählich verstehen, diese Richtung aktiv zu unterstützen.

Mit den neuen Methoden eröffnen sich ebenso neue Wege für das Auffinden von essentiellen Partnerschaften. Es ist praktisch unmöglich als Startup sämtliche Unternehmensbereiche qualifiziert abzudecken. Spezialisierte Partner tragen eine sehr starke Rolle in der Gründerwelt.

Es ist somit nicht verwunderlich, dass die Suche nach dem passenden Partner eine sehr aufwändige ist. Das kostet Ressourcen, die wahrscheinlich besser in das Kernprodukt investiert wären. Mit Welcome Investment knüpfen wir an dieser Problematik an und wollen hierbei Erleichterung schaffen.

Für welche Art von Gründung eignet sich Ihrer Meinung nach welche Finanzierungsform?

Das lässt sich meiner Meinung nach nicht so pauschal sagen. Da muss auf jede Unternehmenssituation individuell eingegangen werden.

Eine wichtige Frage ist, in wie weit Bereitschaft vorhanden ist, das vollständige Risiko zu tragen oder ob man lieber das Risiko teilt und dafür Unternehmensanteile abgeben möchte. Ich persönlich halte letzteres in vielen Fällen für die angebrachtere Methode der Finanzierung.

Investoren mit ins Boot zu holen bedeutet meist nicht nur einen Kapitalzufluss, sondern auch ein Zuwachs an Know-how, Erfahrung und Netzwerk.

Sowohl Jung-Unternehmer als auch Investoren haben oftmals falsche Vorstellungen von der Gegenseite, oder auch unterschiedliche Erwartungen. Wie lassen sich diese möglichst effizient „unter einen Hut bringen“?

Wenn zwischen beiden Parteien die Vorstellungen grundlegend zu sehr auseinander driften, werden sie auch mit dem besten System nicht zueinander finden. Es stellt sich die Frage, wie ich zu meinem Partner komme, der die Vorstellung von einer Zusammenarbeit mit mir in ähnlicher Weise teilt.

Und hier beginnt traditionell gesehen der aufwändige Teil. Diese Ineffizienzen waren einer der Hauptgründe für die Entwicklung von Welcome Investment. Was wir erreichen werden, ist ein Geschwindigkeitszuwachs in der Kommunikation der Rahmenbedingungen, so dass auf den ersten Blick entschieden werden kann, ob die Basis für eine Zusammenarbeit vorhanden ist. Das spart Zeit und Nerven – auf beiden Seiten.

Welchen Beitrag möchte Ihre Plattform leisten, um den StartUp-Finanzierungsmarkt zu unterstützen?

Die Vorteile von Welcome Investment werden sehr facettenreich sein. Im übertragenen Sinne stellen wir ein Werkzeugkasten zur Verfügung, der jedem Nutzer dauerhafte Mehrwerte bieten wird.

Mit der Zeit werden immer weitere Funktionen implementiert, was Welcome Investment für jeden einzelnen wertvoller werden lässt. Welcome Investment lebt von der Ganzheitlichkeit der Funktionsbereiche, was das Projekt so liebenswert macht.

Grundsätzlich wollen wir eine größere Transparenz im Finanzierungsmarkt und dort unterstützen, wo bisher unnötig viele Ressourcen notwendig waren. Wir denken außerdem, dass es Zeit ist dem Dienstleister die Chance zu geben, sich ebenso in diesem Gefüge positionieren zu können.

Was hat es mit dieser Beteiligung von Dienstleistern auf sich, und welche Vorteile bietet ein solches Modell?

Michael Urbanski

Die Beteiligung des Dienstleisters am Unternehmen wird heute schon vereinzelt durchgeführt, jedoch gibt es noch keine Plattform, wo dies auch offen dargestellt werden kann.

Die Vorteile sind vielschichtig. Der Dienstleister kann mit seinem Service als Investor auftreten und hat die Möglichkeit, vom Unternehmenswachstum zu profitieren. Gleichzeitig hat er einen weiteren Vertriebskanal für eine langfristige Kundengewinnung.

Das Startup profitiert u.a. von der Reduzierung seines Kapitalbedarfes und von einer stärkeren Hingabe des Dienstleisters, da dieser schließlich am Ende „mehr herausbekommt“, je besser er seine Arbeit macht.

Können Sie uns ein paar konkrete Beispiele solcher Konstellationen nennen?

Normalerweise wird eine Beteiligung durch einen Dienstleister nur dann sinnvoll sein, wenn der Gegenwert der Leistung mehrere Tausend Euro widerspiegelt. Prädestinierte Dienstleister sind z.B.: Marketing- und Werbeagenturen, Programmierdienstleister usw. Hierbei sind keine Restriktionen gesetzt.

Als Beispiel ist es möglich, sich ein Startup vorzustellen, welches unter anderem eine hochwertige und komplexe Webpräsenz benötigt. Erforderlich für die Finanzierung werden 90 TEUR an Kapital. Da der größte Teil des Geldes im Endeffekt dem Programmierdienstleister zufließt, entschließt sich das Startup eine qualifizierte Agentur anzusprechen, in wie weit sie bereit wären ihre Leistung im Wert von 40 TEUR gegen eine Unternehmensbeteiligung einzusetzen.

Die Agentur ist vom Unternehmenskonzept und von der Realisierbarkeit begeistert und beide Parteien einigen sich auf den Deal.
Das Startup benötigt somit nur noch 50 TEUR an Kapital und hat zusätzlich einen kompetenten Partner gewonnen, was die Chancen zur restlichen Finanzierung steigert.

1 Kommentar zu "Unternehmensfinanzierung mit Welcome Investment: Der Dienstleister als Investor"

  1. Allmaehlich kommt Wettbewerbsbewegung in die Deutsche Crowd Investing Plattform Szene. Es wird auch Zeit, dass man den Platzhirschen den Harem streitig macht. Viel Erfolg und beste Wuensche an Welcome Investment.
    Klaus Kramer
    Voice Ads Ltd

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